Dirk Zehnpfund mit einem Ball auf dem Weg zum Spielfeld.
12.02.2021
Mein Werk. Mein Verein. Eine Geschichte.

Beruflicher Aufstieg: Jetzt oder nie

Eine Verletzung gab Dirk Zehnpfunds Leben die entscheidende Richtung. Erfolgreich war er beim Fußball und im Werk.

Dirk Zehnpfund mit einem Ball auf dem Weg zum Spielfeld.

Sein Debüt für die erste Mannschaft des VfL gab Dirk Zehnpfund 1980 bereits im zarten Alter von 17 Jahren. „Daran erinnere ich mich wie heute. Wir spielten in der Amateur-Oberliga Nord bei Concordia Hamburg und ich wurde 30 Minuten vor Schluss eingewechselt.“ Am Ende stand es 2:1 für die Wölfe und das Eigengewächs hatte sich einen Traum erfüllt. 

Vom Meister gelernt

Eigentlich war der Mittelfeldmann damals noch in der A-Jugend unter VfL-Trainerlegende Imre Farkaszinski aktiv. Dieser hatte Zehnpfund auch zum VfL gelockt. „Ich kam vom FC Wolfsburg. Die Ausbildung unter Imre war einfach die beste in der gesamten Stadt.“ Fest zum Herrenteam gehörte der gebürtige Wolfsburger ab 1982. „Ich habe dann verschiedene Positionen gespielt. Meist im defensiven Mittelfeld.“ Ausgestattet mit einer feinen Technik und einer sehr guten Übersicht, leitete Zehnpfund viele VfL-Angriffe Mitte der 80er Jahre ein. „Das Einzige, was mir nachgesagt wurde, war, dass mir die nötige Härte fehlte. Ich wollte eben alles spielerisch lösen.“ Trotz dieses kleinen Defizits bestritt „Zehner“, so sein Spitzname, 82 Spiele für die Grün-Weißen und erzielte zwei Tore. 

Der Region bewusst treu geblieben

Das Ende seiner VfL-Laufbahn kam 1988 mit Europameister Horst Hrubesch, der neuer Cheftrainer der Wölfe wurde. „Gleich nach der gescheiterten Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilte er mir mit, dass er nicht mit mir plant und ich den Verein verlassen könne.“ Kurz dachte Zehnpfund über einen Wechsel zu Göttingen 05 nach, aber seine Anstellung bei Volkswagen war am Ende doch zu wertvoll. So ging Zehnpfund zum damaligen Landesligisten MTV Gifhorn und konzentrierte sich stärker auf seine Karriere beim Autobauer. Auf seine grünweiße Laufbahn schaut er trotzdem nicht mit Gram zurück: „Zwischen 19 und 23 hatte ich eine tolle Zeit. Es drehte sich alles um Fußball und ich habe super Erfahrungen gemacht.“

Ein altes Manschaftsfoto mit den Signaturen der Spieler.

Rastloser Werdegang

Etwa zur selben Zeit erhielt auch Zehnpfunds berufliche Laufbahn den entscheidenden Schub. In der Vorbereitung auf die Saison 1987/1988 riss er sich das Innenband im rechten Knie. „Da war ich erstmal drei Monate weg.“ Die Verletzung war Fluch und Segen zugleich. 1980 war der Mann mit den
lockigen Haaren und dem Schnauzer als Auszubildender zum Kfz-Schlosser zu Volkswagen gekommen und arbeitete danach als Mechaniker im Kundendienst, doch im Fokus stand ganz klar der Fußball. „Wenn man jung ist, hat man die Hoffnung, dass es als Fußballer bis ganz nach oben geht. Irgendwann habe ich mir aber gedacht, wenn du jetzt nicht anfängst, dich um deinen Beruf zu kümmern, dann wirst du auch dort nie aufsteigen.“ So begann Zehnpfund sich berufsbegleitend weiterzubilden, neben Beruf, Familie und Sport eine harte Zeit – erst zum KfZ-Meister und im Anschluss zum technischen Betriebswirt. 1992 wechselte er schließlich in die Abteilung Werkstattausrüstung. Dort durchlief der Wolfsburger verschiedene Stationen, ehe er zum Leiter der Unterabteilung Vertrieb aufstieg. 

Ausgezeichnete Arbeit

2006 wurde der heute 49-Jährige Leiter der Abteilung Fremdsprachenzentrale, die heute After Sales Fremdsprachenmanagement heißt. Dort kümmern sich Zehnpfund und seine 25 Mitarbeiter um alle Fremdsprachenprozesse des gesamten Konzerns – zirka 16.000 Aufträge pro Jahr. „Dabei bearbeiten wir von Bordbüchern über Konferenzunterlagen bis hin zu Geschäftsberichten alles, was anfällt.“ Für die herausragenden Leistungen und vor allem die hohe Qualität in den Managementprozessen wurde Zehnpfunds Abteilung in diesem Jahr sogar mit dem Hieronymus-Preis des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer prämiert.

Veröffentlicht in „Unter Wölfen“ am 20. Dezember 2014.


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