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Schnappschuss vom ersten Wölfe-Spiel beim VfL Bochum
Die Überlegung ist zwar müßig, aber doch eine ganz spaßige Spielerei. Wie wäre alles gekommen, hätten es die Wölfe tatsächlich geschafft und damals das Ticket gelöst? Hätten die Wolfsburger ihnen die Bude eingerannt, um Wolfgang Overath, Gerd Müller und Günter Netzer zu sehen? Wie hätte sich der große Bundesligaskandal auf den VfL ausgewirkt? Und hätten die Wölfe deutschlandweit heute vielleicht einen ganz anderen Ruf? Als Spitzenteam in Norddeutschland jedenfalls trat der VfL Wolfsburg zum ersten und einzigen Mal im Jahr 1970 in der Aufstiegsrunde zum Oberhaus an. Es war ein riesiges Abenteuer für die Grün-Weißen, die mit Ausnahme weniger DFB-Pokal-Gegner überhaupt noch keine Pflichtspielerfahrung gegen Teams außerhalb des Fußballnordens hatten. Eines dieser spannenden Reiseziele war das Ruhrstadion des VfL Bochum.
Ein 1:2 bei Kickers Offenbach sowie ein 2:2 gegen den FK Pirmasens steckte den Wölfen bereits in den Knochen. Das Auswärtsspiel in Bochum am 6. Juni 1970 markierte nun die wohl sensibelste Phase des Turniers. Da danach zwei Heimspiele folgten, hätte sich Grün-Weiß mit einem Sieg wieder richtig groß in die Verlosung gebracht. Stattdessen platzten nach einer 0:4-Abreibung die Aufstiegsträume aber nicht nur für den Moment. So nah wie in diesem Jahr sollte der VfL der Bundesliga auch ein gutes Vierteljahrhundert lang nicht mehr kommen, zumal der Modus mit Einführung der 2. Liga bald darauf abgeschafft wurde. An die markante Klatsche im ersten Duell der Klubgeschichte mit dem VfL Bochum hat Ex-Wolf Jochen Weigel, der während der Aufstiegsrunde seine private Kamera im Einsatz hatte, trotzdem beste Erinnerungen: „Eigentlich ist es ein richtig tolles Wochenende gewesen“, gab der damalige Außenverteidiger mal zu Protokoll. „Mit Ausnahme nur des Ergebnisses.“










