28.05.2023, 14.00 Uhr
AOK StadionSo., 28.05.2023 / 14.00
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Erfolgreicher Ausklang

Die VfL-Frauen setzen sich am letzten Bundesliga-Spieltag mit 2:1 gegen Freiburg durch.

Was an einem letzten Spieltag alles m├Âglich ist, hatte der Vortag in der M├Ąnner-Bundesliga bewiesen. Eher erwartungsgem├Ą├č verlief hingegen das Saisonfinale in der FLYERALARMFrauen-Bundesliga: Die Frauen des VfL Wolfsburg setzten sich vor 4.469 Zuschauenden im AOK Stadion mit 2:1 (2:1) gegen den SC Freiburg durch. Bei der Neuauflage des DFB-Pokalfinals trafen Ewa Pajor und Dominique Janssen f├╝r die W├Âlfinnen. F├╝r eine erfolgreiche Titelverteidigung reichte der Sieg nicht, da der FC Bayern M├╝nchen parallel mit 11:1 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam gewann und somit neuer Deutscher Meister ist. Drei R├╝ckrunden-Niederlagen erwiesen sich f├╝r die Gr├╝n-Wei├čen als zu gro├čer Ballast. Doch eine Titelchance haben die VfL-Frauen bekanntlich noch: Am kommenden Samstag, 3. Juni (Ansto├č um 16 Uhr/live im ZDF und auf DAZN), steigt in Eindhoven das Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona.

Personal

Vor dem Anpfiff wurden vier VfL-Spielerinnen verabschiedet: Pauline Bremer, Julia Kassen, Katarzyna Kiedrzynek und Lisa Wei├č, die noch einmal Einsatzzeit bekam, endet die Zeit in Gr├╝n-Wei├č. Co-Trainerin Kim Kulig, die als Cheftrainerin zum FC Basel wechselt, erhielt ebenfalls eine Collage aus den H├Ąnden von Gesch├Ąftsf├╝hrer Marcel Sch├Ąfer und Frauenfu├čball-Direktor Ralf Kellermann. Abschied feierte auch Schiedsrichterin Mirka Derlin, die die Pfeife nach 94 geleiteten Partie in der Frauen-Bundesliga an den Nagel h├Ąngt. In der Startformation gab es im Vergleich zum 3:2-Erfolg beim SV Meppen vier ├änderungen. F├╝r Rebecka Blomqvist, Jule Brand, Kristin Demann und Joelle Wedemeyer r├╝ckten Svenja Huth, Sveindis Jonsdottir, Alexandra Popp und Lynn Wilms ins Team.

Spielverlauf

Die W├Âlfinnen begannen druckvoll und lie├čen keinen Zweifel aufkommen, dass die Resthoffnung im Titelrennen nicht an den eigenen Hausaufgaben scheitern wird. Bayern f├╝hrte bereits fr├╝h, aber das war auf dem Platz kein Thema. Dort versuchten die W├Âlfinnen, dem fr├╝hen 1:0 weitere Treffer folgen zu lassen. Allerdings stand da noch ein Gegner auf dem Platz, der nicht nur der Partygast sein wollte. Die G├Ąste aus dem Breisgau liefen den VfL immer mal wieder hoch an und erarbeiteten sich auch die eine oder andere Ballbesitzphase. So entwickelte sich eine Parallele zum Pokalfinale, auf dem Feld und auf der Anzeigetafel. Auch diesmal gelang den sich im Verlauf der ersten H├Ąlfte freischwimmenden SC-Frauen der Ausgleich. Anders als in K├Âln gelang den W├Âlfinnen aber eine Antwort noch vor dem Halbzeitpfiff. Der zweite Abschnitt brauchte zehn Minuten Anlauf ÔÇô dann gab es gleich auf beiden Seiten Top-Chancen: Zun├Ąchst setzte Janina Minge einen abgef├Ąlschten Kopfball an den rechten Pfosten, im Gegenzug belohnte sich Jonsdottir nicht f├╝r ihr Tempo-Solo und scheiterte an Lambert (56.). Wenig sp├Ąter zeigte Merle Frohms bei einem Schuss von Hasret Kayikci eine reaktionsschnelle Fu├čabwehr (60.). In der 65. Minute setzte Popp dann einen Kopfball nach einer Huth-Ecke zu hoch an ÔÇô nur fast ihr 17. Saisontreffer. F├╝r die Torj├Ągerinnen-Kanone des kicker, die nach der Partie ├╝bergeben wurde, reichte es aber auch so. Die VfL-Frauen dr├╝ckten nun noch einmal aufs Tempo, vor allem die eingewechselte Bremer sorgte f├╝r Schwung in der Offensive. Doch f├╝r einen weiteren Treffer reichte es an diesem Nachmittag nicht mehr. So endete die Bundesliga-Saison der W├Âlfinnen vers├Âhnlich, auch wenn es nicht zum Titel reichte.

Tore

1:0 Pajor (8. Minute): Nach einem von Huth ausgef├╝hrten Freisto├č aus dem rechten Halbfeld ist Jonsdottir etwas unkonventionell Vorlagengeberin f├╝r Pajor, die den Ball links an SC-Torh├╝terin Gabrielle Lambert vorbeilegt.

1:1 Steinert (35. Minute): Nach einem Fehler im Wolfsburger Spielaufbau schaltet Freiburg schnell um. Kayikci schickt Judith Steinert steil, die Wilms enteilt war und setzt das Leder in den rechten Winkel setzt.

2:1 Janssen (44. Minute/FE): Die ehemalige W├Âlfin Meret Felde, fr├╝here Wittje, holt im Strafraum Popp von den Beinen. Den f├Ąlligen Strafsto├č verwandelt Janssen mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck.

Trainerstimme

Wir waren auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Aufgrund des eindeutigen Verlaufs des Parallelspiels zwischen M├╝nchen und Potsdam war schnell klar, in welche Richtung es geht. Wir haben dann vor allem die zweite H├Ąlfte f├╝r individuelle Akzente genutzt ÔÇô allen voran mit den Einwechselungen von Lisa Wei├č, die ihre Karriere beendet, und Pauline Bremer, die uns verl├Ąsst. Wir wollten den Spielerinnen, aber auch den Zuschauern diese Momente g├Ânnen. So war es dann f├╝r alle Parteien ein sch├Ânes Spiel, in dem eine Menge drin war ÔÇô und in dem wir den 2:1-Sieg gerne mitnehmen.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Frohms (60. Wei├č) ÔÇô Wilms, Hendrich (64. Wedemeyer), Janssen, Rauch (46. Agrez) ÔÇô Huth, Roord ÔÇô Wa├čmuth, Popp (71. Brand), Jonsdottir ÔÇô Pajor (60. Bremer)

Ersatz: Oberdorf, Demann, Wolter, Blomqvist

SC Freiburg: Lambert ÔÇô Karl (82. Wensing), Steuerwald, Stegemann, M├╝ller ÔÇô Felde (63. Fellhauer), Minge (75. Xhemaili) ÔÇô Zicai (63. Hoffmann), Schasching, Steinert (82. Vojtekova) ÔÇô Kayikci

Ersatz: Adamczyk (Tor)

Tore: 1:0 Pajor (8.), 1:1 Steinert (35.), 2:1 Janssen (44./FE),

Gelbe Karte: - / Stegemann

Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau)

Zuschauende: 4.469 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion (ausverkauft)

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