20.08.2022, 15.30 Uhr
Volkswagen ArenaSa., 20.08.2022 / 15.30
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Viele Chancen, keine Tore

W├Âlfe kommen gegen Schalke ├╝ber ein 0:0 nicht hinaus / Elferheld Casteels.

Der VfL Wolfsburg hat am dritten Spieltag der neuen Saison zum zweiten Mal die Punkte geteilt. Von Wiederaufsteiger Schalke 04 trennte sich die Elf von Cheftrainer Niko Kovac am Samstagnachmittag torlos. In einem von gr├╝n-wei├č klar dominierten Duell sorgte kurz vor der Pause Koen Casteels f├╝r Aufsehen, indem er gleich zweimal einen Elfer parierte, ehe nach dem Wechsel dann sein Gegen├╝ber Alexander Schwolow vor 26.959 Zuschauenden in der Volkswagen Arena mehrfach einem VfL-Sieg im Weg stand. In der Tabelle blieb der VfL f├╝r den Moment auf dem 14. Rang. Ihren n├Ąchsten Einsatz haben die W├Âlfe am kommenden Samstag, 27. August (Ansto├č um 15.30 Uhr), wenn sie beim Champions-League-Starter RB Leipzig gastieren.

Personal

Neben Yannick Gerhardt und Jonas Wind fiel wegen eines Zusammenpralls im Training auch Patrick Wimmer aus. F├╝r ihn r├╝ckte Jakub Kaminski ins Team, der damit sein Bundesliga-Startelfdeb├╝t feierte. Die zweite ├änderung gegen├╝ber dem Ausw├Ąrtsspiel beim FC Bayern: Paulo Otavio feierte sein Comeback und spielte anstelle Ridle Bakus. Bei K├Ânigsblau, zuletzt mit einem 2:2 gegen Gladbach, ersetzte Danny Latza den erkrankten Tobias Mohr.  

Spielverlauf

Langweilig ging es nicht zu in der ersten halben Stunde. Da beide Teams einander wenig L├╝cken lie├čen und keine Zweik├Ąmpfe scheuten, spielte sich das Geschehen aber im Wesentlichen zwischen den Strafr├Ąumen ab. Ein Schuss von Marius B├╝lter aus spitzem Winkel (7.) blieb f├╝r lange Zeit der gef├Ąhrlichste Abschluss, ehe nach einer halben Stunde Otavio, stark von Kaminski bedient, an der Strafraumkante abzog, mit seinem strammen Geschoss Richtung Winkel jedoch an Schwolow scheiterte (29.). Bis zur Pause erarbeitete sich Gr├╝n-Wei├č ein kleines, aber stetig wachsendes ├ťbergewicht. Umso ├╝berfl├╝ssiger, dass Schalke pl├Âtzlich per nach Videobeweis verh├Ąngtem Strafsto├č zur gro├čen F├╝hrungschance kam, nachdem Micky van de Ven gegen Simon Terodde einen Schritt zu sp├Ąt gekommen war. Dann aber der helle Wahnsinn: Casteels parierte gegen den Gefoulten nicht nur einmal, sondern gleich noch ein zweites Mal, nachdem der Schiri die Ausf├╝hrung hatte wiederholen lassen. Was f├╝r ein Teufelskerl! Zog man diesen Elfer ab, dann entwickelten sich die Kr├Ąfteverh├Ąltnisse wie zuvor gesehen weiter.

Der VfL dr├╝ckte immer st├Ąrker, w├Ąhrend Schalke zunehmend Probleme bekam, sein laufintensives Spiel des ersten Durchgangs durchzuhalten. Folgerichtig kam Gr├╝n-Wei├č zu Chancen: erst Kaminski, der nach Otavios Flanke im letzten Moment noch gestoppt wurde (55.), dann Maxence Lacroix. Der Kopfball des Franzosen aus kurzer Distanz strich haarscharf am Pfosten vorbei (56.). Der eingewechselte Max Kruse scheiterte ebenfalls (62.), ehe Josuha Guilavogui zwar ins Netz traf, sein Tor wegen knapper Abseitsstellung allerdings nicht anerkannt bekam (67.). Als Schwolow dann auch ein Baku-Geschoss entsch├Ąrfte (69.), schien die F├╝hrung endg├╝ltig ├╝berf├Ąllig. Ex-Wolf Sebastian Polter sorgte auf der anderen Seite nach langer Zeit mal wieder f├╝r einen Torschuss der Knappen (73.). Doch es blieb dabei: Die W├Âlfe dr├╝ckten und dr├Ąngten, kamen noch zu einer guten Gelegenheit durch Philipp (83.) sowie einer Riesenchance durch erneut Baku, der aus sechs Metern den b├Ąrenstarken Schwolow nicht ├╝berwand (85.). Trotz dieses gewaltigen ├ťbergewichts wollte der Ball aber auch bis zum Ende der f├╝nfmin├╝tigen Nachspielzeit einfach nicht hinein.

Trainerstimmen

Niko Kovac: Vor dem Wechsel war es ein k├Ąmpferisches Spiel. Beide Mannschaften haben versucht, gut zu verteidigen. Es war nicht ganz einfach, durchzukommen, die Schalker standen sehr kompakt. In der zweiten Halbzeit war es ein sehr, sehr gutes Spiel von uns.

Wir haben eigentlich die kompletten 45 Minuten diktiert, waren ziemlich gut im Ballbesitz und haben den Gegner immer wieder vor Probleme gestellt. Keine Tore, kein Sieg ÔÇô so ist es leider im Fu├čball. Wir hatten gen├╝gend gute Chancen, m├╝ssen aber mit dem Punkt leben, auch wenn wir meiner Meinung nach eher drei verdient gehabt h├Ątten. 

Frank Kramer: Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gezeigt, waren sehr stabil, haben klar gespielt und immer wieder unsere M├Âglichkeiten gesucht. Leider haben wir den Elfer kurz vor der Pause nicht genutzt.  

Dass dann anschlie├čend der Druck auch wieder gr├Â├čer wird, kann einem bei einer guten Mannschaft wie Wolfsburg einfach passieren. Insgesamt haben wir aber eine sehr kompakte und leidenschaftliche Leistung gebracht. Wir nehmen den Punkt gerne mit und wissen, woran wir noch zu arbeiten haben.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels ÔÇô Bornauw (46. Baku), Lacroix, van de Ven, Otavio ÔÇô Arnold, Guilavogui ÔÇô J. Kaminski (76. Paredes), Svanberg (59. Kruse), Marmoush (59. Philipp) ÔÇô L. Nmecha

Ersatz: Pervan (Tor), Brekalo, Franjic, F. Nmecha, Bialek

Schalke 04: Schwolow ÔÇô Brunner, Thiaw, Yoshida, Ouwejan (87. Calhanoglu) ÔÇô Krau├č (87. Aydin), Latza (46. Flick), Kral, Zalazar (71. Larsson) ÔÇô Terodde (71. Polter), B├╝lter 

Ersatz: F├Ąhrmann (Tor), M. Kaminski, Mollet

Gelbe Karten: Bornauw / Latza, Thiaw, B├╝lter

Besonderes Vorkommnis: Casteels h├Ąlt Foulelfmeter von Terodde (45.+3, van de Ven an Terodde)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauende: 26.959 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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