28.01.2023, 15.30 Uhr
wohninvest WESERSTADIONSa., 28.01.2023 / 15.30
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Serie gerissen

W├Âlfe unterliegen im Nordduell bei Werder Bremen mit 1:2.

Der VfL Wolfsburg hat zum Start in die Bundesliga-R├╝ckrunde eine Niederlage bezogen. Im Ausw├Ąrtsspiel bei Werder Bremen verlor die Mannschaft von Cheftrainer Niko Kovac am Samstagnachmittag mit 1:2 (0:1). Kevin Paredes (90.) traf f├╝r die W├Âlfe, die damit nach elf ungeschlagenen Pflichtspielen erstmals wieder leer ausgingen, vor 41.000 Zuschauenden im Weserstadion zum sp├Ąten Anschluss ins Netz. Beide Bremer Treffer hatte zuvor Niclas F├╝llkrug erzielt (24./77.). In der Tabelle blieben die W├Âlfe auf dem siebten Platz. Seinen n├Ąchsten Einsatz bestreitet der VfL am kommenden Dienstag, 31. Januar (Ansto├č um 20.45 Uhr), im Achtelfinalspiel des DFB-Pokals beim 1. FC Union Berlin.

Personal

Genau wie f├╝r Lukas Nmecha kam auch f├╝r seinen Bruder Felix das Nordduell zu fr├╝h, und auch Neuzugang Nicolas Cozza stand noch nicht im Aufgebot. Gegen├╝ber dem Kantersieg in der Hauptstadt kehrte Paulo Otavio nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Mannschaft zur├╝ck, wodurch Maxence Lacroix aus der Startelf rotierte. Ansonsten setzte Kovac auf die Sieger aus Berlin. Ole Werner, mit seiner Mannschaft zuletzt 1:2 gegen Union Berlin unterlegen, stellte zweimal um und bot Christian Gro├č sowie Jens Stage anstelle Leonardo Bittencourts und Ilia Gruevs von Beginn an auf.

Spielverlauf

Die Partie begann gleich mit einem Hingucker, denn erstmals ├╝berhaupt liefen die W├Âlfe in ihren knallorangefarbenen Ausweichtrikots auf. Der VfL legte los wie die Feuerwehr und ging mit dem ersten Angriff beinahe in Front. Von Mattias Svanberg in Szene gesetzt, scheiterte Patrick Wimmer aber aus spitzem Winkel per Flachschuss an Jiri Pavlenka (1.). Ein intensives Kr├Ąftemessen begann, in dem sich beide Teams keinen Zentimeter schenkten. Nach 19 Minuten war auch Koen Casteels erstmals gefordert. Als Stage vor ihm auftauchte, riss er beide F├Ąuste hoch und parierte gekonnt, um wenig sp├Ąter daf├╝r aber vom Elfmeterpunkt das erste Gegentor des Jahres zu kassieren (24.). Der VfL arbeitete sofort an einer Antwort und kam dem Ausgleich auch mehrfach nah. Als Jonas Wind per Kopf in die Maschen traf, durfte das Tor wegen knapper vorheriger Abseitsstellung nicht z├Ąhlen (31.). F├╝nf Minuten sp├Ąter sorgte Svanberg f├╝r ein Raunen im Rund, als er nach einem hohen Zuspiel von links akrobatisch an die Querstange traf. Derweil blieb auch Werder gef├Ąhrlich. F├╝llkrug etwa zwang mit einem Kopfball gegen dessen Laufrichtung Casteels zu einer Glanztat (38.). Mit Wiederbeginn ├╝bernahm die Kovac-Elf das Kommando und rannte beharrlich an, suchte die entscheidenden L├╝cken aber vergeblich. Da Werder wiederum im Konterversuch viele B├Ąlle verlor, spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafr├Ąumen ab. Eher unvermittelt fiel insofern das zweite Bremer Tor durch erneut F├╝llkrug, der zuvor bereits per Kopf das 2:0 angedroht hatte (71.). In der Restspielzeit machte Gr├╝n-Wei├č den Hanseaten das Leben weiterhin schwer. Der eingewechselte Luca Waldschmidt verpasste einmal haarscharf (85.), woraufhin Eren Dinkci allein vor Casteels durchaus auf 3:0 stellen konnte. Hochspannend, hektisch und teils auch hitzig verlief die Nachspielzeit von sechs Minuten, nachdem Paredes tats├Ąchlich der sp├Ąte Anschluss gelang (90.). F├╝r einen 2:2-Ausgleich wie im Hinspiel sollte es aber nicht mehr reichen.

Tore

1:0 F├╝llkrug (24., Handelfmeter): Die erste Bremer Druckphase nimmt kein gutes Ende f├╝r den VfL: Einen von Stage abgefeuerten Ball bekommt Yannick Gerhardt im Sechzehner an die Hand. Der Unparteiische pfeift nicht sofort, daf├╝r aber nach Ansicht der Videobilder und zeigt auf den Punkt. F├╝llkrug l├Ąsst sich die Gro├čchance nicht nehmen.

2:0 F├╝llkrug (77.): Gerade noch ist auf der anderen Seite Wimmer im letzten Moment gestoppt worden, da schafft Werder im Gegenzug Fakten: Nach Eren Dinkcis Zuspiel auf den langen Pfosten legt Mitchell Weiser ab auf den Elfmeterpunkt, wo F├╝llkrug bereitsteht und nur noch einschieben muss.

2:1 Paredes (90.): Nach einer Ecke von rechts landet die Kugel vor dem eingewechselten Kevin Paredes. Mit einem strammen Schuss ins lange Eck macht der US-Amerikaner das Spiel nochmal spannend. F├╝r einen Punktgewinn f├Ąllt sein erstes Bundesligator jedoch zu sp├Ąt.

Trainerstimmen

Niko Kovac: ÔÇ×Ich denke, wir haben heute ungef├Ąhr das Spiel gesehen, dass wir der Mannschaft auch vorausgesagt hatten. Mit k├Ąmpferisch starken Werderanern, die zwar keinen guten Lauf gehabt hatten, aber trotzdem alles auf den Platz gebracht haben, was sie wollten. In der ersten Halbzeit hat Werder besser gespielt als wir. Da waren wir nicht gut, deshalb haben wir in der Pause auch gewisse Sachen umgestellt. Es lief dann etwas besser. Aber unterm Strich sind wir etwas zu sp├Ąt aufgewacht und haben das Spiel deshalb zu Recht auch verloren.ÔÇť

Ole Werner: ÔÇ×Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und dabei sehr diszipliniert verteidigt. Nach dem Seitenwechsel hat es Wolfsburg uns durch einige Umstellungen schwergemacht, vorne Zugriff zu finden. Trotzdem haben wir relativ wenige Chancen zugelassen. Die Verteidigungsleistung der Mannschaft war heute top, zudem haben wir zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 gemacht und uns mit einem guten k├Ąmpferischen Vortrag schlie├člich auch ├╝ber die Nachspielzeit gerettet.ÔÇť

Aufstellungen und Statistiken

Werder Bremen: Pavlenka ÔÇô Pieper, Stark, Friedl ÔÇô Weiser, Gro├č, Stage (80. Veljkovic), Jung (72. Buchanan), Schmidt (62. Gruev) ÔÇô F├╝llkrug, Ducksch (72. Dinkci)

Ersatz: Zetterer (Tor), Chiarodia, Mbom, Salifou, Burke

VfL Wolfsburg: Casteels ÔÇô Baku, Bornauw, van de Ven, Otavio (70. Lacroix) ÔÇô Arnold, Svanberg, Gerhardt (46. Guilavogui), Wimmer (82. Paredes), Kaminski (46. Marmoush) ÔÇô Wind (82. Waldschmidt)

Ersatz: Pervan (Tor), Fischer, Franjic, Philipp

Tore: 1:0 F├╝llkrug (24., Handelfmeter), 2:0 F├╝llkrug (77.), 2:1 Paredes (90.)

Gelbe Karten: Stark, Friedl, Weiser / Baku, van de Ven, Paredes

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauende: 41.000 am Samstagnachmittag im Weserstadion (ausverkauft)

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