20.03.2021
Männer

Voll auf Kurs

Wölfe untermauern mit einem 2:1-Sieg in Bremen ihre Europa-Ambitionen.

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um einen Europapokalplatz nachgelegt. Im Gastspiel bei Werder Bremen gewann die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Samstagnachmittag mit 2:1 (2:1). Josh Sargent per Eigentor (8.) und Wout Weghorst mit seinem Jubiläumstreffer (42.) sowie auf Bremer Seite Kevin Möhwald (45.) sorgten im Nordduell für die Tore. Mit dem bereits sechsten Auswärtssieg der Saison festigte Grün-Weiß in der Tabelle Rang drei. Weiter geht es für den VfL am Samstag, 3. April (Anstoß um 15.30 Uhr), mit einem Heimspiel in der Volkswagen Arena gegen den 1. FC Köln.

Sperren abgebrummt

Neben Renato Steffen und Paulo Otavio fiel auch Marin Pongracic aus. Dafür standen nach ihren abgesessenen Sperren Xaver Schlager und Maxence Lacroix wieder parat und kehrten auch direkt zurück in die Startformation. Ansonsten baute Glasner auf die Truppe vom krachenden Heimerfolg über Schalke. Auch Florian Kohfeldt veränderte seine Mannschaft auf zwei Positionen. Neu dabei waren die Defensiven Milos Veljkovic und Marco Friedl, der ebenfalls zuletzt gesperrt hatte zusehen müssen.

Unnötig knappe Pausenführung

Mit acht gerecht verteilten Treffern hatten sich beide Teams im ersten Saisonvergleich einen heiteren Schlagabtausch geliefert. Und zumindest die Wölfe knüpften an den Hinrunden-Hit direkt wieder an. Einen Freistoßball aus dem Halbfeld schaufelte Maximilian Arnold auf den Kopf Lacroix‘, der – gemeinsam mit Josh Sargent, welcher das Leder noch nach ihm berührte – Jiri Pavlenka mit einer Bogenlampe überwand (8.). Gleich mit der ersten Torannäherung lag der VfL damit in Front! Nach diesem Prachtstart spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. Werder bemühte sich um eine Antwort, kam an der ligabesten Defensive aber partout nicht vorbei, während die klar feldüberlegene Glasner-Elf konzentriert und geduldig auf die Chance zum Überfall wartete. Kurz vor dem Seitenwechsel war es so weit: Gerade erst hatte der fleißige Arnold einen Distanzschuss knapp vorbeigefeuert (41.), da eroberte Schlager kurz vor dem Bremer Strafraum den Ball und legte ihn auf den ideal postierten Weghorst. Der Niederländer, der zuvor schon aus spitzem Winkel ans Außennetz getroffen hatte (28.), ließ sich die Großchance nicht nehmen und erhöhte souverän mit seinem 50. Bundesligator auf 2:0 (42.). Ein optimal verlaufener Durchgang also für den VfL, wäre es nicht noch zu dieser Szene gekommen: Bei einem Getümmel im Wolfsburger Strafraum fiel das Spielgerät vor die Füße von Möhwald, der ohne jede Vorwarnung für die Hausherren verkürzte (45.). 

Mbabu und Lacroix im Kampf um den Ball mit einem Gegenspieler aus Bremen.

Vorsprung sicher verwaltet

Der Tabellendritte reagierte beachtlich. Denn mit Wiederbeginn machten sich die Wölfe sofort ans Werk, den alten Abstand wiederherzustellen, erzwangen einen Eckball nach dem anderen und ließen Werder zunächst nicht hinten raus. Fast nötigte Weghorst aus spitzem Winkel nach feiner Ballannahme auch Veljkovic zu einem Selbsttor (53.). In einer der nächsten Szenen scheiterten erst der Niederländer und im zweiten Versuch Kevin Mbabu am stark parierenden Schlussmann (62.). Analog zum ersten Abschnitt verflachte das Geschehen dann wieder. Was auffiel in dieser Phase, war die physische Überlegenheit des VfL, der allein deshalb schon gegen durchaus bemühte Hanseaten weiterhin wenig auszustehen hatte. Da die Wölfe wiederum nicht mehr konsequent die Chance zur Vorentscheidung suchten, tickte die Uhr einfach langsam herunter. Einzig die eingewechselten Niklas Füllkrug (77.) und Davie Selke (90.+4.) riefen mit eher harmlosen Abschlüssen Koen Casteels noch mal auf den Plan. Dann aber waren die drei hochverdienten und tabellarisch ausgesprochen wertvollen Auswärtspunkte verbucht.

Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic (88. Agu), Toprak, Friedl – Gebre Selassie, Möhwald (82. Osako), Eggestein, Augustinsson – Schmid (58. Bittencourt), Rashica (82. Selke), Sargent (58. Füllkrug)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Brooks, Lacroix, Baku – Schlager (90.+5 Phillipp), Arnold – Mehmedi (86. Guilavogui), Gerhardt, Brekalo (74. Victor) – Weghorst

Tore: 0:1 Sargent (8., Eigentor), 0:2 Weghorst (42.), 1:2 Möhwald (45.)

Gelbe Karten: Sargent, Füllkrug, Bittencourt / Schlager

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

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