Der VfL-Wolfsburg-Spieler Paulo Otavio in einem Zweikampf mit Giovanni Reyna.
03.01.2021
Männer

Start ohne Punkte

Wölfe unterliegen im ersten Spiel des neuen Jahres bei Borussia Dortmund mit 0:2.

Der VfL-Wolfsburg-Spieler Paulo Otavio in einem Zweikampf mit Giovanni Reyna.

Der VfL Wolfsburg ist im ersten Pflichtspiel 2021 leer ausgegangen. In der Auswärtspartie bei Vizemeister Borussia Dortmund unterlag die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Sonntagnachmittag mit 0:2 (0:0). In einem eng geführten Spitzenspiel des 14. Spieltags vergaben die Grün-Weißen etliche Chancen und wurden durch Manuel Akanji (63.) sowie Jadon Sancho (90.+1) zweimal bezwungen. In der Tabelle rutschten die Wölfe auf Platz sechs. Weiter geht es für den VfL am kommenden Samstag, 9. Januar, gleich mit dem nächsten Auswärtsspiel. Ab 15.30 Uhr gastiert Grün-Weiß an der Alten Försterei beim Tabellennachbarn Union Berlin.

Kader wieder aufgefüllt

Noch mit einer Rumpfelf hatte der VfL im letzten Spiel des alten Jahres den SV Sandhausen aus dem Pokal geworfen. Elf Tage später sah es personell schon wieder freundlicher aus. So bekam Glasner nicht nur die Einwechselbank diesmal komplett besetzt, sondern konnte auch immerhin vier Rückkehrer für die Startelf nominieren. Für Jeffrey Bruma, Josuha Guilavogui, Joao Victor und Daniel Ginczek begannen John Anthony Brooks, Maximilian Arnold, Xaver Schlager und Josip Brekalo. Auf Seiten der Dortmunder, zuletzt mit einem 2:0-Pokalerfolg bei Eintracht Braunschweig, waren mit Roman Bürki, Thomas Meunier, Akanji, Axel Witsel, Marco Reus und Erling Haaland sogar sechs Neue dabei.

Frühe Führung verpasst

In sieben Versuchen war Grün-Weiß zuletzt gegen Dortmund ohne Treffer geblieben. Nun schien der VfL wild entschlossen, das zügig zu ändern. Nach 24 Sekunden jagte Schlager einen ersten Ball übers Tor. Noch in der frühen Anfangsphase folgte dann eine wahre Chancenserie: Erst verstolperte erneut Schlager aus elf Metern (5.), dann kam Gerhardt zu einer Riesengelegenheit, traf aus vollem Lauf aber an den Oberschenkel Witsels, der den Ball noch an die Längsstange lenkte (6.). Als dann noch Ridle Baku aus dem Hinterhalt Bürki prüfte (7.), schien ein grün-weißes Tor eine Frage der Zeit. Auf der Gegenseite folgte beinahe die Strafe, da wie aus dem Nichts Reus gefährlich zum Anschluss kam (10.). Auch wenn sich für den Rest der Halbzeit die Kräfteverhältnisse annäherten, wirkten die Wölfe kämpferisch besser im Spiel. Immer häufiger waren bald die Torhüterqualitäten gefragt: Aussichtsreich schraubte sich Wout Weghorst einmal in die Luft, scheiterte mit seinem Kopfball aber ebenso an Bürki (41.) wie zuvor Haaland am wachen Casteels (28.). Fast mit dem Pausensignal vergab Sancho die bisher dickste BVB-Chance, als er per Abstauber den leeren Kasten verfehlte (45.+3). Ehe es wirklich in die Halbzeit ging, fischte Casteels dann auch noch einen Freistoß-Ball von Reus aus dem Giebel (45.+4).

Die Spieler des VfL Wolfsburg Gerhardt und Steffen auf dem Spielfeld.

Genickschlag per Standard

Eine Riesentat des VfL-Keepers, der mit einer Pranke einen Haaland-Gewaltschuss parierte, eröffnete den Schlagabtausch in Durchgang zwei (53.). Kurios: Analog zum Beginn des Spiels folgte ein Chancentriple der Wölfe, für die zweimal Weghorst (54./55.) und per Flachschuss Brekalo (55.) dem BVB-Tor unterschiedlich nah kamen. Für Dortmund köpfte wenig später Delaney knapp vorbei (63.) Es blieb ein kurzweiliger Schlagabtausch, weil die Borussen naturgemäß aufs Tempo drückten, Grün-Weiß sich mit dem Selbstvertrauen der letzten Wochen aber viel zutraute und offensiv stets gefährlich blieb. In einer Phase, als sie genauso selbst hätten zuschlagen können, machten es die Wölfe dem Gegner dann aber zu einfach: Nach einer simplen Ecke stieg Akanji aus neun Metern in die Luft und köpfte völlig unbedrängt ein (66.). Die Glasner-Elf blieb dran, probierte sich mit Wut im Bauch am Ausgleich. Paulo Otavio brachte Bürki beinahe in Not (72.), dann blockte Akanji im letzten Moment gegen Weghorst (73.). Aber Fleiß und Willen allein reichten am Ende nicht aus, um die Niederlage und mit ihr das achte Spiel gegen Dortmund ohne VfL-Tor noch zu verhindern. Ganz im Gegenteil: Als Grün-Weiß alles nach vorne warf, gab ihm Sancho per Konter auch noch den Rest (90.+1.).

Borussia Dortmund: Bürki – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho, Reus (85. Can), Reyna – Haaland (81. Tigges)

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku, Brooks, Pongracic (78. Lacroix), Otavio – Gerhardt (71. Mehmedi), Arnold – Steffen (87. Ginczek), Schlager (87. Bialek), Brekalo (71. Victor) – Weghorst

Tore: 1:0 Akanji (66.), 2:0 Sancho (90.+1)     

Gelbe Karten: Hummels, Delaney, Haaland / Steffen

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

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