28.08.2021
Männer

„So viel wie möglich spielen“

Hertha-Matchwinner Lukas Nmecha im Interview der „Unter Wölfen kompakt“-Ausgabe zum Heimspiel gegen Leipzig.

Joker-Rolle perfekt ausgeführt, sein erstes Bundesliga-Tor markiert – und ganz nebenbei die Wölfe zum Tabellenführer geschossen: Lukas Nmecha ist nach seiner ersten halbjährigen Leihe an den VfL 2019 deutlich gereift und hat nebenbei auch noch per goldenem Treffer seinen bereits zweiten Junioren-Europameister-Titel eingesackt. In der aktuellen „Unter Wölfen kompakt“-Ausgabe vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig am morgigen Sonntag, 29. August (Anstoß um 17.30 Uhr) spricht der 22-Jährige unter anderem über die EM-Siege, seinen Bruder und zukünftigen Mitbewohner Felix, den Konkurrenzkampf in der grün-weißen Offensive und natürlich über den kommenden Gegner aus Sachsen.

 Lukas Nmecha, 2019 warst du bereits für ein halbes Jahr auf Leihbasis bei den Wölfen. Wie fühlt sich dein zweites Kapitel beim VfL an?

 Lukas Nmecha: Von Anfang an habe ich mich hier in der Mannschaft gut gefühlt – auch bereits beim letzten Mal. Es war damals eben nicht so schön, dass ich nicht gespielt habe. Ich hoffe, dass ich in dieser Saison zu mehr Einsatzzeit komme. Gegen Berlin war das ja schonmal ein guter Anfang.

 Wie sehr freut es dich, dass nun auch dein jüngerer Bruder Felix ein Wolf ist?

 Lukas: Das ist wirklich schön. Letztes Mal war ich ja mit niemandem hier und es war gleichzeitig das erste Mal, dass ich weg von meiner Familie war. Das war schon hart. Mit Felix zusammen ist es sicher ein wenig einfacher. Ich bin jeden Tag mit ihm zusammen, dann sind wir nicht ganz so allein hier. Im Moment sind wir noch im Hotel, suchen aber eine gemeinsame Wohnung.

 Du bist mit England U19-Europameister geworden und hast die DFB-U21 in diesem Jahr zum Europameister-Titel geschossen. Du scheinst titelhungrig zu sein…

 Lukas: Na klar! Ich glaube, jeder der Fußball spielt, ist titelhungrig. Ich habe die Chance bekommen, so etwas gleich zweimal zu erleben und mitzunehmen. Beide Male hatte ich tolle Mannschaften um mich herum. Wir haben in den Turnieren wirklich gut gespielt – und dann jeweils zu gewinnen, war schon großartig.

Hier beim VfL triffst du nicht nur auf deinen dortigen Mitstreiter Ridle Baku, sondern kurioserweise auch auf weitere Junioren-Europameister wie Maximilian Arnold, Yannick Gerhardt, Maximilian Philipp. Ist das Zufall aus deiner Sicht?

Lukas: Diese Frage müsste man wohl eher Marcel Schäfer oder Jörg Schmadtke stellen (lacht). Ich glaube aber schon, dass das auch daher rührt, dass man hier Jungs und Spielertypen haben möchte, die eine Gewinnermentalität haben und immer alles geben, um zu gewinnen.

Auch die frischeste Neuverpflichtung Luca Waldschmidt war Torschützenkönig bei einer Junioren-EM, nämlich 2019. In der Offensive hat der VfL nun einen hochqualitativen Kader. Wo siehst du deine Rolle unter Mark van Bommel? Auf welche besonderen Stärken kann er bauen? 

Lukas: Ich kann auf sehr vielen verschiedenen Positionen spielen – das ist wohl eine meiner Stärken. Der Trainer weiß, dass meine Lieblingsposition Mittelstürmer ist. Ich habe aber auch keinerlei Problem damit, als Außenstürmer oder hängende Spitze zu agieren. Wo der Trainer mich am besten findet und hinstellt, werde ich dann auch agieren. Mein Ziel ist es, so viel wie möglich zu spielen, denn man kann schließlich nur treffen und zeigen, was man kann, wenn man auch auf dem Platz steht.

Dein Re-Start beim VfL war mit deinem Joker-Siegtreffer bei Hertha perfekt. Nun seid ihr Tabellenführer und es kommt mit Leipzig ein echtes Spitzenteam. Wie zuversichtlich bist du vor der Partie, RB auf Abstand zu halten? 

Lukas: Klar ist, dass Leipzig eine sehr starke Mannschaft hat. Aber wir eben auch. Die Vorzeichen für ein gutes Spiel sind da, ich freue mich schon darauf. Genau deshalb, um Duelle auf solch hohem Level zu bestreiten, bin ich ja hierhergekommen.

Zum Abschluss ein mutiger Blick nach vorne: Welche Ziele hast du dir mit der Mannschaft gesetzt, welche verfolgst du persönlich?

Lukas: Ich selbst nehme mir vor jeder Saison immer ein paar Ziele vor, die verrate ich aber nicht vor dem Saisonende. Was das Team angeht, haben wir es als Verein zuletzt geschafft, in die Champions League einzuziehen. Wenn wir das noch einmal erreichen, wäre das natürlich ein sehr großer Erfolg. Aber wir wissen auch, dass das alles andere als leicht wird.

Wie gefallen dir eure Gruppengegner in der Champions League?

Lukas: Alle Mannschaften, die in den Töpfen waren, spielen auf einem hohen Level. Wir haben eine Gruppe erwischt, in der es sehr gute Mannschaften gibt, von denen wir selbst aber nicht weit weg sind – es wären ja auch Teams wie beispielsweise PSG mit Lionel Messi denkbar gewesen. Man weiß das natürlich nie, aber ich denke schon, dass wir eine kleine Chance haben, weiterzukommen. Dafür müssen wir jedes Spiel total fokussiert angehen und alles geben.

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