Guilavogui schießt den Ball beim Testspiel gegen Phönix Lübeck.
18.08.2020
Männer

Außen­verteidiger treffen

Der VfL gewinnt gegen Phönix Lübeck mit 2:0.

Guilavogui schießt den Ball beim Testspiel gegen Phönix Lübeck.

Die Wölfe haben den kurzfristig anberaumten Test gegen den Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Phönix Lübeck im AOK Stadion mit 2:0 (0:0) gewonnen. Die Treffer für die Elf Oliver Glasners erzielten im zweiten Durchgang Luca Horn (48.) und Felix Klaus (59.). Bereits am kommenden Samstag, 22. August, wartet die nächste Vorbereitungspartie auf die Grün-Weißen. Dann geht es ab 15.30 Uhr im AOK Stadion gegen die Störche von Holstein Kiel. Auch dann wird es wieder einen Livestream von Wölfe TV geben.

Ähnliche Konstellation wie im DFB-Pokal?

Wenige Tage nach dem enttäuschenden 0:1 gegen die Löwen von Eintracht Braunschweig gastierte mit den Phönix-Adlern, die in der anstehenden Saison nach 21 Jahren erstmals wieder viertklassig spielen, der nächste Testgegner der intensiven Vorbereitungsphase im AOK Stadion. Der frische Nord-Regionalligist ging naturgemäß hochmotiviert in die 90 Minuten gegen den Bundesligisten, machte die Räume von Beginn an sehr eng und lauerte aus einer massierten Defensive auf Konter. Eine wichtige, wenn auch schwierig zu lösende Aufgabe für die Wölfe, diese zu knacken – möglicherweise auch im Hinblick auf ein wohl ähnliche Konstellation Mitte September beim ersten Saison-Pflichtspiel in der 1. Runde des DFB-Pokal gegen den Landespokalsieger aus Brandenburg.

Letzter Punch fehlt

Und tatsächlich bissen sich die Wölfe im ersten Durchgang erst einmal die Zähne aus. Zwar spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Phönix-Hälfte ab, doch letztlich fehlte den in Schwarz auflaufenden Grün-Weißen der entscheidende Punch. Nachdem Tim Siersleben und Josip Brekalo sich in der Anfangsphase dem gegnerischen Gehäuse schon angenähert hatten (6., 9.), wurden bis zum Pausenpfiff auch drei Hochkaräter ausgelassen: Renato Steffens Volley aus 18 Metern landete am Außennetz (24.), Wout Weghorst scheiterte aus spitzem Winkel am Lübecker Schlussmann Kevin Tittel (33.) und Kevin Mbabu zielte freistehend aus neun Metern zu hoch (39.). Vorbereitet hatte jedes Mal der durchaus auffällig agierende Brekalo.

Spielszene beim Testspiel gegen Phönix Lübeck mit Rousillon und Steffen.

Horn knackt den Riegel

In komplett neuer personeller Montur startete die Glasner-Truppe, unterstützt von den Nachwuchskräften Julian Justvan und Luca Horn, in die zweiten 45 Minuten. Und letzterer war es auch, der endlich das Netz des Gegners zum Zittern brachte: Gut von Yunus Malli eingesetzt, knallte der U23-Linksverteidiger das Leder vom linken Fünfereck humorlos zur Führung in den Winkel (48.). Der Bann war gebrochen – und der VfL erhöhte nach knapp einer Stunde: Nachdem zunächst Omar Marmoush knapp neben (49.) und Justvan an den Pfosten (52.) gezielt hatte, machte es der erneut als Rechtsverteidiger auflaufende Felix Klaus besser und platzierte die Kugel aus 19 Metern per Flachschuss ins linke Toreck (59.).

Weitere VfL-Großchancen, das Ergebnis höher zu schrauben, vergaben im Anschluss freistehend Daniel Ginczek (72.), Marmoush nach Super-Solo (75.), Klaus mit Fernschuss (82.), John Anthony Brooks per Kopfball (88.) und der eingewechselte John Yeboah per Lattenknaller (90.). Doch auch die jetzt durchaus mutigeren Gäste sollten in der munteren zweiten Hälfte gleich dreimal brandgefährlich im VfL-Strafraum auftauchen. Im Anschluss an einen Freistoß hatte zunächst Dustin Thiel Pech, dass das Spielgerät von seiner Schulter nur an den Pfosten klatschte (63.), kurz darauf schob der durchgebrochene Haris Hyseni den Ball hauchdünn am rechten Aluminium vorbei (68.), ehe dieser auch noch eher unfreiwillig die Querlatte traf (75.) .

„Brutal viele Torchancen“

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner: „Die Jungs waren über 90 Minuten sehr engagiert, aber man merkt und spürt, dass uns das Spiel nach vorne und im letzten Drittel gerade nicht so leicht von der Hand geht. Aber man muss bedenken, dass es für alle jetzt bereits das vierte Mal in diesem Jahr ist, wieder hochzufahren: im Januar, dann nach Corona, dann zur Europa League und jetzt wieder. Wir haben es in punkto Engagement und Tempo heute besser gemacht als vor drei Tagen, hatten brutal viele Torchancen. Aber es ist gerade sehr verkopft. Ein gutes Beispiel war heute Omar Marmoush, der überragend gespielt hat. Dann vergibt er eine Chance gegen einen Viertligisten und liegt am Boden wie im Champions-League-Halbfinale heute Abend. Daran sieht man: Alle wollen, aber es funktioniert gerade nicht so einfach. Wir müssen jetzt einfach ruhig bleiben, wir haben vier Wochen Zeit.“

VfL Wolfsburg (1.HZ): Casteels – Mbabu, Pongracic, Siersleben, Roussillon - Guilavogui, Schlager, Gerhardt, Steffen – Brekalo, Weghorst

VfL Wolfsburg (2.HZ): Pervan – Klaus, Bruma, Brooks, Horn – Arnold, Victor, Justvan (73. Yeboah), Malli – Marmoush, Ginczek

Tore: 1:0 Horn (48.), 2:0 Klaus (59.)

Gelbe Karten: keine

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