15.08.2020
Männer

Bär trifft für die Löwen

Der VfL unterliegt im Test gegen den BTSV mit 0:1.

Die Grün-Weißen haben ihr erstes Vorbereitungsspiel auf die kommende Spielzeit 2020/2021 verloren. Trotz deutlicher Spielvorteile und einem Chancenplus unterlag die Glasner-Elf dem Zweitligaaufsteiger Eintracht Braunschweig im AOK Stadion mit 0:1 (0:0). Den entscheidenden Gästetreffer erzielte Marcel Bär direkt nach Wiederanpfiff (46.). Am kommenden Samstag, 22. August, gastiert mit den Störchen von Holstein Kiel der nächste Testspielgegner der Vorbereitungsphase bei den Wölfen (Anstoß um 15.30 Uhr). Auch zu dieser Partie wird wieder ein Livestream von Wölfe TV angeboten.

Nachwuchstrio unterstützt

Beim ersten Vorbereitungsspiel für die kommende Saison fehlten VfL-Cheftrainer Oliver Glasner neben Langzeitausfall Ignacio Camacho nicht nur William (nach Kreuzbandriss), Paulo Otavio und Admir Mehmedi (beide noch Trainingsrückstand), sondern auch die leicht angeschlagenen Marcel Tisserand und John Yeboah. Dafür starteten die Grün-Weißen gegen den Zweitligaaufsteiger aus Braunschweig mit Nachwuchskraft Tim Siersleben in der Innenverteidigung. In Halbzeit zwei sollten auch noch Luca Horn und Julian Justvan aus der U23 zum Einsatz kommen.

Munterer VfL-Start

Vor den Corona-bedingt leeren Rängen des AOK Stadions übernahm der VfL sofort die Initiative und kam durch einen abgeblockten Versuch Renato Steffens (4.) und einen Lupfer Joao Victors knapp am Tor vorbei (5.) zu ersten Gelegenheiten. Erstmals für die Gäste eingreifen musste deren Keeper Jasmin Fejzic dann in der neunten Minute, als erneut Steffen von der Strafraumkante letztlich aber etwas zu zentral abzog. Kurz darauf segelte Xaver Schlagers Distanzversuch knapp über den Kasten (13.). Nach der deutlich von den Wölfen dominierte Anfangsviertelstunde wurde der BTSV offensiv etwas mutiger, ohne sich jedoch wirkliche Torchancen zu erarbeiten. Die hatte dann wieder die Glasner-Elf durch Omar Marmoush, der sich rechts im Strafraum klasse durchtanken konnte, jedoch aus spitzem Winkel am Außenpfosten scheiterte (17.).

Letzte Präzision fehlt

Nach einer ersten verdienten Trinkpause und einem Gästewechsel – der ehemalige Wolf Robin Ziegele musste den Platz räumen – meldeten sich dann auch mal wieder die Löwen. Nach schnellem Konter verfehlte mit Leandro Putaro ein weiterer Akteur mit grün-weißer Vergangenheit jedoch das VfL-Gehäuse (33.). Trotz dieses kleinen BTSV-Offensivzeichens hätten die Wölfe längst führen können, versäumten es aber letztlich, das Leder gewinnbringend im Netz unterzubringen. So war auch die durch eine starke Aktion Victors eingeleitete Doppelchance durch Steffen und Josip Brekalo (34.) nicht von Erfolg gekrönt. In der Schlussphase des ersten Durchgangs war es erneut der Kroate, der es zweimal vergeblich versuchte (37., 45.). So ging es torlos in die Kabinen.

BTSV-Blitzstart durch Bär

Mit zehn neuen Feldspieler starteten die Wölfe in Durchgang zwei, während BTSV-Coach Daniel Meyers dreimal wechselte. Und Braunschweig erwischte den VfL eiskalt: Vom linken Flügel durch Patrick Kammerbauer angespielt stand der eingewechselte Bär komplett blank und hatte keine Mühe, gegen die Laufrichtung Pervans einzuschieben (46.) – damit war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Grün-Weiß musste sich kurz schütteln, um dann den schnellen Ausgleich zu suchen. Ein erster Flachschuss des als Rechtsverteidiger auflaufenden Felix Klaus landete in den Armen von Fejzic-Ersatz Yannik Bangsow (51.). Die Gäste standen angesichts ihrer Führung jetzt natürlich noch tiefer und machten es den Angriffsbemühungen der Wölfe schwer. So musste es Wout Weghorst aus der Distanz versuchen, Bangsow begrub die Kugel ohne Probleme (58.).

Malli mit Doppelchance

Knapper wurde es da schon bei zwei Abschlüssen von Rückkehrer Yunus Malli. Zunächst strich sein 18-Meter-Drehschuss nur haarscharf am linken Pfosten vorbei (63.), dann wurde sein Versuch gerade noch abgeblockt (65.). Die Löwenabwehr agierte nun sehr kompakt, dem VfL fiel es schwer, trotz klarer Feldvorteile weitere Hochkaräter zu erarbeiten. In der Schlussphase war es dann der Gast, der nach einem Freistoß Martin Kobylanskis durch einen etwas zu hoch angesetzten Kopfball Burmeisters noch einmal für etwas Gefahr sorgte (81.). Nachdem auf der anderen Seite auch ein letzter Klaus-Schuss aus der zweiten Reihe über die Querlatte strich (87.), stand die erste Testspiel-Niederlage der Vorbereitung fest.

„Ohne große Durchschlagskraft“

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner: „Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn wir das Spiel verlieren. Das Engagement war zu großen Teilen okay. Ich finde auch, dass wir in der ersten Halbzeit viele Dinge, die wir trainiert haben, gut gemacht haben. Wir hatten Tiefgang und Torchancen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann etwas weniger Tiefe im Spiel. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, aber ohne die große Durchschlagskraft nach vorne. Ich denke, wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

VfL Wolfsburg (1.HZ): Pervan – Mbabu, Pongracic, Siersleben, Roussillon – Guilavogui, Schlager, Steffen, Brekalo – Marmoush, Victor

VfL Wolfsburg (2.HZ): Pervan – Klaus, Bruma, Brooks, Horn – Arnold, Gerhardt, Justvan, Malli – Ginczek, Weghorst

Eintracht Braunschweig: Fejzic (46. Bangsow)  – Ziegele (27. Burmeister), Kammerbauer (69. Schlüter), Schultz (60. Klaß), Kijewski (69. Bürger) – Wydra, Wiebe (69. Kessel), Nikolaou, Putaro (46. Y. Otto), Kobylanski – Proschwitz (46. Bär)

Tore: 0:1 Bär (46.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Harm Osmers (Bremen)

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