VfL Spieler Xaver Schlager im Duell um den Ball.
05.08.2020
Männer

Aus im Achtelfinale

Wölfe erleben denkbar bittere Schlussphase und verlieren mit 0:3 im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Schachtar Donezk.

VfL Spieler Xaver Schlager im Duell um den Ball.

Durch eine 0:3-Niederlage gegen Schachtar Donezk im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League schieden die Wölfe am Mittwochabend in der Gesamtrechnung aus dem Wettbewerb aus. Beim Spiel im Olympiastadion Kiew gelang es der Elf von VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nicht, die 1:2-Hinspielniederlage vom vergangenen März wettzumachen. Dabei zeigte sich Grün-Weiß zwar durchaus bemüht, war allerdings in der Offensive zu harmlos und musste sich zeitweise auf einen formstarken Koen Casteels verlassen. Als bereits alles nach einem torlosen Unentschieden aussah, kam die Offensive der Gastgeber in Schwung. Junior Moraes per Doppelpack (89., 90.+ 3 Minute) und Manor Solomon (90.+ 1) trafen binnen fünf Minuten drei Mal und besiegelten das Ausscheiden der Wölfe endgültig.

Geballte Offensivkraft

Wölfe-Coach Oliver Glasner setzte im Achtelfinal-Rückspiel von Beginn an auf eine offensive Formation: Sowohl Wout Weghorst als auch Daniel Ginczek spielten als Doppelspitze von Anfang an. Mit Josip Brekalo und Joao Victor brachte Glasner zudem zwei offensive Außen. Für den zuletzt auf der rechten Seite der Verteidigung gesetzten Kevin Mbabu, der aktuell aufgrund einer „Covid-19“-Infektion in Quarantäne weilt, begann Marcel Tisserand. Auf Seiten von Donezk tauschte Cheftrainer Castro Ribeiro im Vergleich zum Hinspiel dreimal: Dawit Khocholava, Taras Stepanenko und Marlos spielten an Stelle von Ismaily, Viktor Kovalenko und Tete.

Das Team des VfL Wolfsburg posiert vor dem Spiel gegen Schachtar Donezk.

Ginczek verpasst knapp

Die Wölfe zeigten sich vom Start weg bemüht, das Spielgeschehen zu bestimmen und über eine kontrollierte Offensive zu Chancen zu kommen. Einen ersten zaghaften Abschlussversuche von Jerome Roussillon (8.) entschärfte die Defensive der Gastgeber, ehe auf der anderen Seite Casteels sich erstmals auf dem Posten zeigte und bei einem Fernschuss von Alan Patrick gekonnt parierte (13.). Nun gelang es Donezk häufiger, sich über schnelle Konter in aussichtsreiche Positionen zu bewegen. Nach Vorarbeit von Alan Patrick kam plötzlich Junior Moraes in zentraler Position im Strafraum zum Abschluss, spitzelte den Ball zwar an Casteels vorbei, allerdings auch am Kasten (19.). Nur drei Minuten später verpasste Ginczek kurz vor der Torlinie eine Victor-Hereingabe haarscharf – die bis dato beste Gelegenheit für Grün-Weiß.

Casteels hält die Null

Nun kam die Offensive der Gastgeber ins Rollen und den Wölfen fehlte die entscheidende Griffigkeit im Mittelfeld: Als Marlos aus knapp neun Metern im Strafraum zum Abschluss kam, mussten die Wölfe das Glück zu Rate ziehen, da der Ball an den rechten Pfosten klatschte (26.). Und Schachtar blieb auch in der Folge das gefährlichere Team: So kam Mykola Matviienko nach Hereingabe von rechts links im Strafraum aus spitzem Winkel zur Volleyabnahme – Casteels wehrte den stramm geschossenen Ball gerade noch zur Seite ab (33.). So ging es torlos in die Kabinen des Olympiastadions Kiew.

Donezk macht Druck

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts war Wolfsburgs Schlussmann direkt gefordert: Bei den Schüssen von Junior Moraes (48.) aus spitzem Winkel und Marlos (52.) von der Strafraumkante zeigte sich Casteels wiederholt formstark und entschärfte. Auch in der Folge hatten die Wölfe einige Mühe, zu strukturierten Angriffen zu kommen. So wurde Grün-Weiß erstmals über einen Freistoß gefährlich: Arnold zirkelte dabei den Ball aus halbrechter Position durchaus mit Wucht aufs Tor – Donezk-Torhüter Andrij Pyatov war allerdings zur Stelle und hielt.

VfL Wolfsburg Spieler Marin Pongracic läuft mit dem Ball.

Überzahl währt nicht lang

Als schließlich Xaver Schlager einen gut temperierten Ball in den Strafraum spielte und Victor in aussichtsreicher Situation nach einem Khocholava-Foul zu Fall kam, zeigte Schiedsrichter Ivan Kruzliak dem Schachtar-Verteidiger die Rote Karte (68.). Die Überzahl währte jedoch nicht lange: John Brooks langte ein zweites Mal rustikal hin und sah in der Folgen die Gelb-Rote Karte (71.). Fortan plätscherte die Partie vor sich hin. Als sich der neutrale Beobachter schon auf ein torloses Remis eingestellt hatte, schlug Donezk-Stürmer Junior Moraes doch noch zu (89.), ehe knapp drei Minuten später Solomon gar auf 0:2 erhöhte (90.+1). Nun waren die Wölfe endgültig geschlagen und offenbarten in der Defensive große Lücken. Richtig bitter wurde es dann allerdings, als Junior Moraes per Linksschuss zum dritten Mal traf (90.+3) – der Schlusspunkt der Partie.

Schachtar Donezk: Pyatov – Dodo, Kryvtsov, Khocholava, Matviienko – Stepanenko, Marcos Antonio (74. Kovalenko) – Marlos (77. Solomon), Alan Patrick, Taison (86. Konoplyanka)  – Junior Moraes

VfL Wolfsburg: Casteels – Tisserand, Pongracic, Brooks, Roussillon (83. Klaus) – Schlager, Arnold – Joao Victor, Brekalo (76. Guilavogui) – Ginczek (62. Marmoush), Weghorst

Tore: 1:0 Junior Moraes (89.), 2:0 Solomon (90.+ 1), 3:0 Junior Moraes (90.+3)

Gelbe Karten: Kryvtsov / Brooks, Schlager, Arnold

Gelb-Rote Karte: Brooks (71.)

Rote Karte: Khocholava (68.)

Schiedsrichter: Ivan Kruzliak (Slowakei)

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

Wölfe TV: Die Stimmen zum Spiel

Wölfe TV: Highlights der Partie

Trainerstimme von Oliver Glasner


Funktionen

Teilen

 
Einmal registrieren, Alles nutzen.

Registriere dich nur einmal und nutze alle VfL-Dienste, wie z.B. das VfL Tippspiel sowie den VfL-Online- und Ticket-Shop.

Registrierung
Noch keinen Account?
Jetzt registrieren