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Der heißeste Tanz

Als die Wölfe den SV Werder im DFB-Pokal als Außenseiter zur Weißglut brachten.
Schaut man auf die lange gemeinsame Geschichte, dann fällt es nicht schwer, markante Begegnungen zwischen Grün-Weiß und Grün-Weiß auszumachen. Zu Oberliga-Zeiten, im Februar 1956, hat der VfL einmal mit 1:10 an der Weser auf die Mütze bekommen. Unvergessen ist auch eine fiese 2:7-Heimniederlage in der Bundesliga am Elsterweg aus dem Jahr 1999, der gleichwohl genügend annähernd deutliche Siege der Wölfe nachfolgten. Allen voran natürlich das 5:1 im Meisterfinale zehn Jahre später. Einen ganz eigenen Rang nimmt dennoch das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal der Saison 1987/1988 ein. Weil es erstens unter den bisher 66 Aufeinandertreffen das einzige Pflichtspiel beider Teams gewesen ist, in dem zwei Spielklassen zwischen ihnen lagen. Und weil es für die wohl beachtlichste Aufholjagd in der Chronik des VfL Wolfsburg steht.
Das eigentliche Pokalwunder hat der VfL, ehe an diesem 21. November 1987 angepfiffen wird, bereits vollbracht. Knapp drei Monate vorher nämlich, als er an gleicher Stelle Hannover 96 nicht nur ein bisschen geärgert, sondern mit 3:0 von der Platte gefegt hat. Dieser Erstrundentriumph bedeutete den ersten Sieg überhaupt gegen ein Bundesliga-Team – und das gegen den Nachbarn. Als es nun Werder Bremen am Elsterweg probiert, läuft zunächst alles nach Gusto des Favoriten. Nach 70 Minuten liegen die Hanseaten, die am Ende der Saison Deutscher Meister werden sollen, beim Oberligisten mit 3:0 vorn, nach 84 Minuten (!) sogar mit 4:1. Was dann geschieht, soll Fußball-Deutschland in Staunen versetzen: In Minute 89 (!!) trifft Olaf Ansorge zum 2:4, ehe eine Umdrehung später Uwe Otto auf 3:4 stellt. Werder begreift kaum, wie ihm geschieht, und hängt völlig in den Seilen, während die Elf von Wölfi Krause alles in die Waagschale wirft und es tatsächlich fertigbringt, noch eine Verlängerung zu erzwingen. Als Holger Fiebich in der 92. Minute zum 4:4 einnetzt, steht nicht nur das VfL-Stadion Kopf, auch rund um den Elsterweg bricht ungeahnte Hektik aus, da etliche VfL-Fans den Heimweg abbrechen und zurück ins Stadion hetzen. Wer dort noch das Tor von Frank Ordenewitz zum 4:5-Endstand (101.) mitbekommt, erlebt das Ende des Schaukampfs als harte und schmerzhafte Landung. Und hat trotzdem einer Partie beigewohnt, die es so in der grün-weißen Historie kein zweites Mal gegeben hat.










