Yannick Gerhardt bedankt sich bei Josip Brekalo für die Vorlage zum Tor.
21.04.2021
Männer

Wichtiger Auswärts-Dreier

Wölfe gewinnen 3:1 beim VfB Stuttgart und erobern Platz drei zurück.

Yannick Gerhardt bedankt sich bei Josip Brekalo für die Vorlage zum Tor.

Der VfL Wolfsburg setzte sich am Mittwochabend beim VfB Stuttgart mit 3:1 (2:0) durch. Xaver Schlager brachte die Niedersachsen in der 13. Spielminute in Führung. Kurz vor dem 2:0 durch Wout Weghorst, der per Flugkopfball sein 20. Saisontor erzielte, parierte Koen Casteels einen Handelfmeter von Philipp Förster (26.). Mit der ersten Chance des zweiten Durchgangs erhöhten die Wolfsburger das Ergebnis. Nach einem schnellen Konter traf Yannick Gerhardt zum 3:0 (65.). In der Nachspielzeit markierte Stuttgarts Gonzalo Castro den 1:3-Endstand. Durch den Sieg kletterte der VfL wieder auf den dritten Tabellenplatz und wahrte damit seine Chance auf die Teilnahme an der Champions League. Am 31. Spieltag begrüßen die Grün-Weißen mit Borussia Dortmund einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse. Die Partie am Samstag, 24. April, wird um 15.30 Uhr in der Volkswagen Arena angepfiffen.

Vier Änderungen in der Startelf

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner veränderte seine Startaufstellung nach der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern auf vier Positionen: Jerome Roussillon, Maximilian Arnold, Marin Pongracic und Josip Brekalo spielten von Beginn an für vor Joao Victor, Maxence Lacroix, die beide auf der Bank Platz nahmen. Kevin Mbabu und Paulo Otavio fehlten aufgrund ihrer Gelbsperre. Gleich fünf Wechsel nahm Stuttgarts-Coach Pellegrino Matarazzo vor: Naouirou Ahamada, Mateo Klimowicz, Roberto Massimo, Förster und Marc Oliver Kempf gehörten gegen die Niedersachsen zur ersten Elf.

Schöner Strich von Schlager

Die Grün-Weißen starteten mit einer richtig guten Aktion in diese Partie. Bereits in der ersten Spielminute hatte sich Roussillon auf der linken Seite durchgesetzt und brachte seine Flanke hoch in den Fünfmeterraum. Doch VfB-Keeper Gregor Kobel war hellwach und konnte noch vor dem bereitstehenden Wout Weghorst klären (1.). Kurz darauf war die Wolfsburger Führung zum Greifen nah, als Maximilian Philipp den Querpass von Gerhardt nur um wenige Zentimeter verpasste (6.). Mittlerweile schalteten sich auch die Hausherren in die Offensive ein. Durch ihr schnelles Umschaltspiel bedienten sie Sasa Kalajdzic, der frei auf VfL-Keeper Koen Casteels zulief. Der Belgier behielt jedoch seine Nerven und hatte den Abschluss sicher in seinen Händen (9). Auf der anderen Seite kämpfte sich Brekalo im Eins-gegen-Eins durch. Sein Torschuss unter Bedrängnis konnte Kobel jedoch abwehren (12.). Das muntere Treiben wurde schließlich mit dem ersten Treffer des Abends belohnt. Ein Klärungsversuch von Stuttgarts Verteidiger Marc Oliver Kempf landete genau vor den Füßen von Schlager. Der ließ sich nicht lange bitten und traf aus 18 Metern mit Vollspann zur verdienten 1:0-Führung der Gäste (13.).

Casteels pariert Handelfmeter

Inzwischen gab der VfL in diesem Spiel den Ton an als Schiedsrichter Brych plötzlich auf den Elfmeterpunkt zeigte. Im Zweikampf wollte Roberto Massimo den Ball an John Anthony Brooks vorbeilegen. Dabei bekam Wolfsburgs Abwehrmann den Ball an die Hand, sodass es Elfmeter für die Hausherren gab. Doch ein glänzend aufgelegter Casteels parierte den Schuss von Förster, der auch den Nachschuss über die Latte jagte (26.). Stattdessen erhöhte der VfL. Brekalo flankte scharf vor den Fünfer und Weghorst köpfte im Zentrum durch die Beine von Kobel zum 2:0 ein (29.). Um ein Haar hätte Tanguy Coulibaly für den Stuttgarter Anschlusstreffer gesorgt. Doch auch er scheiterte freistehend vorm erneut stark parierenden Casteels (34.) Die Grün-Weißen machten weiter Dampf und setzten die Stuttgarter immer wieder unter Druck. Philipp (35.), Schlager (39.) und zwei Mal Weghorst (39./41.) hatten weitere gute Möglichkeiten, um die Führung bis zur Pause auszubauen.

Koen Casteels pariert einen Elfmeter.

Gerhardt mit zweitem Saisontor

Ohne Wechsel begann die zweite Halbzeit. Wie in Durchgang eins hatten die Wölfe die erste Chance. Eine Flanke von der linken Seite landete bei Philipp, der die Kugel aber über die Latte hob (48.). Der Gastgeber versuchte, deutlich mehr Akzente zu setzen, doch jetzt stand die Wolfsburger Defensive stabiler. Nur schwer fanden die Stuttgarter eine Lücke nach vorn. Die Grün-Weißen hatten sich inzwischen aufs Kontern beschränkt und reagierten nach einem Ballverlust der Hausherren blitzschnell. Brekalo legte die Kugel quer auf Gerhardt, der das Leder per Direktabnahme platziert im oberen Eck zum 3:0 versenkte (65.). Währenddessen wartete der VfB noch immer auf den ersten Hochkaräter im zweiten Durchgang. Zehn Minuten vor dem Ende landete der Linksschuss von Massimo – nach Vorarbeit des Ex-Wolfsburgers Daniel Didavi – am Innenpfosten (80.). Trotz des Spielverlaufs ließ sich der Aufsteiger nicht hängen. In der Nachspielzeit gehörte Castro die letzte Aktion. Sein Schuss aus der Distanz wurde unhaltbar für Casteels zum 1:3-Endstand abgefälscht (90.+2). Für eine Stuttgarter Aufholjagd reicht es nicht mehr und so nahmen die Wölfe drei ganz wichtige Auswärtspunkte im Kampf um die Champions-League-Teilnahme mit nach Hause.

VfB Stuttgart: Kobel – Anton, Karazor, Kempf – Endo, Massimo, Ahamada (71. Castro), Coulibaly, Förster (71. Didavi), Klimowicz (63. Churlinov) – Kalajdzic (80. Cisse)

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku, Pongracic, Brooks, Roussillon – Schlager (66. Guilavogui), Arnold, Brekalo (76. Ginczek), Gerhardt, Philipp (66. Mehmedi) – Weghorst (88. Bialek)

Tore: 0:1 Schlager (13.), 0:2 Weghorst (29.), 0:3 Gerhardt (65.), 1:3 Castro (90.+2)

Besondere Vorkommnisse: Casteels hält Elfmeter von Förster (26.)

Gelbe Karten: Ahamada, Castro, Cisse / -

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

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