Die VfL Wolfsburg Frauen jubeln im Bulk.
06.11.2020
Frauen

Stark ins Wochenende

Die VfL-Frauen eröffnen den Bundesliga-Spieltag mit einem 5:0-Erfolg in Potsdam.

Die VfL Wolfsburg Frauen jubeln im Bulk.

Die Frauen des VfL Wolfsburg sind mit einem Auswärtssieg in die „Top-Spiel-Wochen“ der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gestartet: Beim 1. FFC Turbine Potsdam setzten sich die Wölfinnen dank Treffer von Felicitas Rauch, Lena Goeßling, Dominique Janssen, Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi mit 5:0 (3:0) durch. In der Tabelle hat das Team von Cheftrainer Stephan Lerch somit vorübergehend die Spitzenposition übernommen, allerdings kann der FC Bayern München am Sonntag mit einem Sieg beim Aufsteiger SV Meppen wieder vorbeiziehen. In neun Tagen kommt es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams: Am Sonntag, 15. November (Anstoß um 14 Uhr/live im NDR), gastiert der VfL Wolfsburg am FC Bayern Campus.

Kiedrzynek für Abt

Im Vergleich zum 11:0-Erfolg im DFB-Pokal beim VfL Bochum nahm Lerch nur eine Änderung in der Startformation vor – und die betraf die Position zwischen den Pfosten: Für Friederike Abt hütete Katarzyna Kiedrzynek das Tor der Wölfinnen. Auch Shanice van de Sanden kehrte in den Kader zurück.

Grün-Weiß dominiert

Die drei guten Anfangsminuten der Turbinen sollten deren beste Phase für lange Zeit bleiben. Nachdem die Ex-Potsdamerin Svenja Huth nach Doppelpass mit Karina Saevik den ersten Torschuss für Grün-Weiß abgegeben hatte (3.), dominierten allein die Gäste das Geschehen. In der achten Minute legte Huth auf Kathrin Hendrich zurück, die mit einer mustergültigen Flanke für Rauch auflegte. Die zweite ehemalige Potsdamerin im VfL-Kader köpfte am zweiten Pfosten zur Führung ein – 1:0. Es blieb auch in der Folge bei einem starken Auftritt der Wölfinnen, die der Kampfstärke der Turbinen mit sicherem Passspiel begegneten. Nach Ballverlusten funktionierte zudem das Gegenpressing, sodass der Tabellendritte in der Offensive kaum stattfand. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als bei einem Schuss von Huth die Hand von Johanna Elsig im Weg war. Da Elsig dabei im Strafraum stand, blieb Schiedsrichterin Vanessa Arlt nur eine Option: Elfmeter. Einmal mehr in dieser Saison legte sich Goeßling den Ball zurecht – und traf zum 2:0 (30.). Turbine-Torfrau Vanessa Fischer war zwar am Ball, doch das Leder kullerte über die Linie. In der 41. Minute glänzte dann Goeßlings Abwehrkollegin Janssen in ihrer Spezialdisziplin: Die Niederländerin zirkelte einen Freistoß aus halblinker Position mit dem rechten Fuß ins linke Eck – 3:0. Der Schlusspunkt einer bärenstarken ersten Halbzeit.

Zsanett Jakabfi mit voller Freude.

Jakabfi artistisch

Falls bei den Potsdamerinnen noch ein Fünkchen Hoffnung vorhanden war – in der 48. Minute dürfte sich auch das in Luft aufgelöst haben: Oberdorf vollendete eine tolle Einzelaktion mit einem gut platzierten Schuss ins rechte Ecke – 4:0. Die Wölfinnen machten genau da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. Mit ihrem schnellen und direkten Passspiel ließen sie den Ball, vor allem aber den Gegner laufen. Und nutzten dabei längst nicht jede sich bietende Möglichkeit: In der 55. Minute hätte Saevik nach Vorlage von Huth das 5:0 machen müssen. Es blieb auch in der Folge bei einer äußerst souveränen Vorstellung der VfL-Frauen, die in der Defensive nichts zuließen und in der Offensive auf Lücken lauerten, um dann tief zu spielen. Ein Tempo, das den Turbinen – immerhin ein Tabellennachbar – einfach zu hoch war. So wie in der 77. Minute, als sich Jakabfi nach einer Huth-Flanke artistisch in die Luft legte und sehenswert zum 5:0 traf. Weitere Treffer fielen nicht mehr. Für den höchsten grün-weißen Auswärtssieg im Karl-Liebknecht-Stadion hatte es aber auch so gereicht. Und viel wichtiger als die Statistik: Die VfL-Frauen sind bereit für das Spitzenspiel.

„Nicht viel zu bemängeln“

VfL-Trainer Stephan Lerch: So klar vom Ergebnis und wie wir das Spiel bestritten haben – das war nicht so zu erwarten. Ein Riesen-Kompliment an die Mannschaft, wie sie das Spiel von der ersten Minute an angenommen hat. In den ersten fünf Minuten war das Spiel mehr in unserer Hälfte, Potsdam hat da gleich Druck gemacht und hat versucht, uns zu Fehlern zu zwingen. Aber wir haben sie schnell unter Kontrolle gebracht, haben uns Torchancen herausgespielt, schnell das erste Tor erzielt. Das hat uns Sicherheit gegeben. Wir haben im Vorfeld darüber gesprochen, dass wir aggressiv in die Zweikämpfe gehen wollen, weil sich Potsdam auch dadurch auszeichnet, dass sie körperlich sehr robust spielen. Das haben wir sofort angenommen und das war heute auch ein Schlüssel zum Erfolg. Aber auch spielerisch haben wir einfach wenig zugelassen. Am Ende haben wir ein bisschen nachgelassen und auch Fehler gemacht, aber unterm Strich, gibt es nicht viel zu bemängeln. Wir freuen uns sehr, dass wir hier dieses Ergebnis eingefahren haben und fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.

1. FFC Turbine Potsdam: Fischer – Nally (78. Bahnemann), Barth, Elsig, Graf – Mesjaz – Cerci (34. Plattner), Weidauer (78. Orschmann), Nielsen (64. Chmielinski), Ehegötz – Kössler

VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Hendrich (57. Blässe), Goeßling, Janssen (80. Wedemeyer), Rauch – Engen, Oberdorf (57. Cordes) – Wolter (71. van de Sanden), Huth, Jakabfi – Saevik (71. Rolfö)

Tore: 0:1 Rauch (8.), 0:2 Goeßling (30./Handelfmeter), 0:3 Janssen (41.), 0:4 Oberdorf (48.), 0:5 Jakabfi (77.)

Schiedsrichterin: Vanessa Arlt (Münster)

Gelbe Karten: Elsig, Kössler / -


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