Torjubel von Renato Steffen udn Max Arnold.
16.05.2020
Männer

Später Sieg nach langer Pause

VfL Wolfsburg gewinnt 2:1 gegen den FC Augsburg in der Nachspielzeit.

Torjubel von Renato Steffen udn Max Arnold.

Beim Bundesliga-Auftakt nach zweimonatiger Coronavirus-Pause gewannen die Wölfe am Samstagnachmittag ohne Publikum beim FC Augsburg mit 2:1 (1:0). Renato Steffen erzielte mit einem sehenswerten Kopfball in der 43. Spielminute die 1:0-Führung für die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner. Auch den zweiten Treffer markierte ein Wolfsburger: John Anthony Brooks traf unglücklich per Kopf ins eigene Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 (54.). Über weite Strecken der Partie waren die Niedersachsen das aktivere Team. Vor allem zum Ende der Begegnung ließen sie gute Chancen liegen. Erst in der Nachspielzeit stach Joker Daniel Ginczek zu. Der Stürmer drückte den Ball zum 2:1-Siegtreffer über die Linie (90.+1). Damit lief der erste Spieltag mit angepasstem Regelwerk für den VfL Wolfsburg nach Plan und die Grün-Weißen brachten nicht nur drei Punkte aus der Fremde mit nach Hause, sondern kletterten auch auf Tabellenplatz sechs. Am kommenden Samstag, 23. Mai, empfangen die Wolfsburger Borussia Dortmund. Die Partie wird um 15.30 Uhr ohne Zuschauer in der Volkswagen Arena angepfiffen.

Mbabu, Pongracic und Victor von Beginn an

Zuletzt spielte der VfL in der UEFA Europa League – am 12. März verloren die Grün-Weißen gegen Schachtar Donezk mit 1:2. Im Vergleich zu diesem Spiel stellte Coach Glasner dreimal um: Für Robin Knoche, den verletzten Yannick Gerhardt und den gelbgesperrten Wout Weghorst rückten Kevin Mbabu, Marin Pongracic und Joao Victor in die erste Elf. Augsburgs Co-Trainer Tobias Zellner, der in dieser Partie am Seitenrand stand, brachte im Tor der Fuggerstädter Andreas Luthe statt Tomas Koubek. Des Weiteren standen Tin Jedvaj sowie Marek Suchy in der Startelf.

Steffen mit dem Kopf

Während die Gastgeber in der Anfangsphase tief standen, versuchten die Wölfe das Spiel zu machen und drängten die Augsburger in ihre Hälfte zurück. Erstmals musste VfL-Keeper Koen Casteels nach einer Ecke beim Schuss von Ruben Vargas aus 15 Metern zugreifen. Der Wolfsburger Schlussmann reagierte blitzschnell und parierte den ersten Abschluss in dieser Partie sicher (17.). Trotz der langen Pause und ungewohnten Ruhe im Stadion waren die Wölfe – mit über 60 Prozent Ballbesitz – das aktivere Team, im letzten Abschnitt fehlte allerdings noch die erfolgsbringende Aktion. Der Volleyschuss von Paulo Otavio sorgte nach 25 Minuten für Gefahr. Der Brasilianer setzte das Leder allerdings am rechten Pfosten vorbei. Auch ein Kopfball von Steffen nach Flanke durch Maximilian Arnold fand nicht den Weg ins Tor der Hausherren (31.). Doch kurz vor dem Pausenpfiff belohnten sich die Gäste: Der auffällige Otavio flankte aus dem Halbfeld auf Steffen, der am Sechzehner frei zum Kopfball kam. Aus 15 Metern zauberte der Schweizer den Ball unhaltbar ins Eck. Mit der verdienten 1:0-Führung ging es für die Wölfe in die Kabine.

Paulo Otavio dribbelt an Augsburgs Framberger vorbei.

Unglücklicher Ausgleich durch Brooks

Nach der Pause ging es ohne personellen Wechsel in die zweite Hälfte. Den besseren Auftakt erwischten die Augsburger, sie starteten mit mehr Offensivkraft und Druck im Wolfsburger Strafraum. Mit ihren Aktionen zwangen sie die Gäste zu Fehlern, einer davon unterlief VfL-Verteidiger Brooks. Einen Klärungsversuch des Abwehrmanns per Kopf konnte Casteels nicht parieren, so dass der 1:1-Ausgleich per Eigentor fiel (54.). Die Antwort des VfL ließ nicht lange auf sich warten. Der Sekunden zuvor eingewechselte Ginczek versenkte die Kugel nach schöner Kombination im Augsburger Gehäuse – der Treffer zählte allerdings wegen Abseits nicht (62.). Ähnliche Situation auf der anderen Seite. Der ebenfalls gerade in die Partie gekommene Felix Uduokhai markierte die 2:1-Führung für die Hausherren. Per Videobeweis wurde der Treffer ebenso wegen Abseits zurückgenommen (69.). Die Wolfsburger eroberten sich mehr Spielanteile zurück und drückten nun auf den zweiten Treffer. Mit einer Superaktion zeichnete sich Admir Mehmedi aus. Erneut fand Otavio im Strafraum den Schweizer, der den Ball sehenswert annahm und aus sieben Metern an den rechten Pfosten knallte (72.). Auch die nächste gute Chance erarbeiteten sich Otavio und Mehmedi im Zusammenspiel. In letzter Sekunde konnte FCA-Keeper Luthe den Einschlag mit dem rechten Fuß verhindern (81.). Doch die Wölfe gaben nicht auf und drückten bis zur letzten Sekunde. Als es schon nach einer Punkteteilung aussah, traf Joker Ginczek zum 2:1-Sieg (90.+1). In der Nachspielzeit flankte Mbabu von rechts. Der VfL-Angreifer stand am zweiten Pfosten goldrichtig und schob den Ball zum VfL-Auswärtserfolg ins Netz.

FC Augsburg: Luthe – Framberger, Jedvaj, Suchy (65. Uduokhai), Max – Khedira, Baier, M. Richter (87. Bazee), Löwen (87. Cordova), Vargas (79. Iago) – Niederlechner

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Pongracic, Brooks, Otavio (87. Roussillon) – Schlager, Arnold, Victor (74. Klaus), Mehmedi, Brekalo (61. Ginczek) – Steffen

Tore: 0:1 Steffen (43.), 1:1 Brooks (54./ET), 1:2 Ginczek (90.+1)

Gelbe Karten: Suchy / Arnold, Roussillon

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

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