Kathy Hendrich während des Spiels gegen Glasgow.
23.08.2020
Frauen

„Noch eine Rechnung offen“

Kathrin Hendrich trifft im UWCL-Halbfinale diesmal mit den VfL-Frauen auf Barcelona.

Kathy Hendrich während des Spiels gegen Glasgow.

Dass beim 9:1-Kantersieg der VfL-Frauen im UWCL-Viertelfinale gegen Glasgow City FC überwiegend die Offensivabteilung um Vierfach-Torschützin Pernille Harder im Mittelpunkt stand, liegt in der Natur der Sache. Spätestens im Viertelfinale gegen den FC Barcelona am kommenden Dienstag, 25. August (Anstoß um 20 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV), könnte dann die Abwehr mehr in den Fokus rücken. Angesichts der katalanischen Offensivpower um die Ex-Wölfin Caroline Hansen, die niederländische Europameisterin Lieke Martens oder die zweimal als Afrikas Fußballerin des Jahres ausgezeichnete Asisat Oshoala ist das keine allzu gewagte Prognose.

Gegen Glasgow durfte Kathrin Hendrich von Beginn in der Abwehrkette der Wölfinnen ran – die 28-Jährige, die vom FC Bayern München zum VfL Wolfsburg kam, war der einzige Neuzugang in der grün-weißen Startelf. Die Nationalspielerin hat die Champions League 2015 mit dem 1. FFC Frankfurt gewonnen und weiß, wie es sich anfühlt, in einem Halbfinale auf den FC Barcelona zu treffen. Zwei Tage vor dem nächsten Auftritt der VfL-Frauen in San Sebastian spricht Hendrich über…

…die neun Tore gegen Glasgow: Einen Sieg in dieser Höhe hatten wir im Vorfeld nicht unbedingt erwartet. Nach den ersten Minuten, in denen uns noch ein wenig Nervosität anzumerken war, haben wir das Spiel dominiert, gute Spielzüge an den Tag gelegt und unsere Tore gemacht. Neun sind nicht wenig, die muss man erst einmal machen.

…die Bedeutung des Kantersiegs: Ich denke, dass solch ein Resultat durchaus auch ein Zeichen an andere Teams ist, dass wir gut drauf und gewillt sind, nach vorne zu spielen. Aber bei allem Respekt gegenüber Glasgow wissen wir nur zu gut, dass mit dem FC Barcelona nun ein anderes Kaliber auf uns wartet. Uns ist bewusst, dass wir uns am Dienstag noch einmal steigern müssen, denn dann stehen uns andere Spielerinnen gegenüber, die uns auch in der Defensive mehr fordern werden. Wir können das aber gut einschätzen und werden uns ab jetzt voll auf das Spiel gegen Barcelona fokussieren.

…ihr Pflichtspiel-Debüt für die Wölfinnen: Es hat mich sehr gefreut, dass mir die Trainer schon nach relativ kurzer Zeit ihr Vertrauen geschenkt haben und ich gleich im ersten Pflichtspiel in der Startformation stehen durfte. Gerechnet habe ich nicht unbedingt damit. Das wird mir auf jeden Fall Selbstvertrauen geben.

…das verlorene Halbfinale 2019 gegen Barcelona mit Bayern: Auf alle Fälle habe ich noch eine Rechnung mit Barcelona offen. Letztes Jahr sind wir mit dem FC Bayern München sehr unglücklich rausgeflogen. Auch wenn es jetzt ein neuer Wettbewerb ist, hat man das als Spielerin im Hinterkopf. Aber jetzt spiele ich in einer anderen Mannschaft und bei Barcelona hat sich personell ja auch etwas verändert. Klar ist, dass ich dieses Spiel unbedingt gewinnen möchte.

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