Die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln einen Treffer.
SA .  8.  SEP . 2018
Frauen

Tore satt

VfL-Frauen gewinnen im Zweitrundenpokalspiel bei Hannover 96 deutlich mit 11:0.

Die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln einen Treffer.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg haben das erste Pflichtspiel der neuen Saison locker für sich entschieden. Im Gastspiel der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals ließen die Wölfinnen am Samstagnachmittag den Nachbarinnen von Hannover 96 keinerlei Chance und zogen dank eines 11:0 (7:0)-Kantererfolgs locker ins Achtelfinale ein. Sara Gunnarsdottir (5./42., Foulelfmeter), Zsanett Jakabfi (11./75.) und Ella Masar (37./88.) waren vor knapp 1.700 Zuschauern im Eilenriedestadion mit je zwei Treffern die erfolgreichsten Schützinnen, die weiteren Tore gingen auf die Konten von Pernille Harder (10.), Katharina Baunach (29.), Alexandra Popp (45.), Caroline Hansen (52.) und Nilla Fischer (55.). Ausgetragen wird das Achtelfinale am 17./18. November. Ihren nächsten Einsatz hat die Elf von Stephan Lerch direkt am kommenden Mittwoch, 12. September, wenn sie mit dem Auswärtsspiel bei Thor/KA auf Island (Anstoß um 18.30 Uhr MEZ) in die neue Champions-League-Spielzeit startet.

Premiere für Earps

Grün-Weiß war ohne die verletzten bzw. angeschlagenen Babett Peter, Jana Burmeister und Noelle Maritz in die Landeshauptstadt gekommen. Da Stephan Lerch neben Claudia Neto auch Nationalkeeperin Almuth Schult eine Pause gönnte, feierte Mary Earps gleich bei der allerersten Gelegenheit ihr grün-weißes Pflichtspieldebüt. Pia Wolter und Sara Doorsoun, die beiden anderen externen Neuzugänge des Sommers, saßen bei Anpfiff zunächst auf der Bank.

Von Beginn an wenig Erbarmen

Oberliga-Neuling gegen Double-Gewinner – diesen Klassenunterschied wollten die Wölfinnen von Anfang an deutlich machen. Und taten es eindrucksvoll. Die Kugel war kaum freigegeben, da geriet das Tor der Heimelf schon massiv unter Beschuss. Nach der 1:0-Führung per Kopfball durch Sara Gunnardottir (5.) schnürten Pernille Harder (10.) und Zsanett Jakabfi (11.) binnen Sekunden einen Doppelpack. Als es danach kurz aussah, als hielte sich 96 die Grün-Weißen erfolgreich vom Leib, schmiss der VfL die Tormaschine wieder an. Katharina Baunach, die nach einer herrlichen Einzelleistung vollstreckte (29.), Ella Masar (37.), erneut Gunnarsdottir vom Elfmeterpunkt (42.) und noch mit dem Halbzeitpfiff Alex Popp nutzten von unzähligen Chancen vor der Pause gar nur die Besten. Während Earps keinen einzigen Ball zu halten bekam, rettete auf der anderen Seite gleich vier Mal die Latte.

Letztes Tor in Unterzahl

Den zweiten Durchgang ließ Grün-Weiß verglichen mit dem ersten ruhig angehen. Caro Hansen (52.) und Nilla Fischer (55.) stellten zwar zeitig auf 9:0. Ansonsten kontrollierte der Meister aber vornehmlich das Spiel, zirkulierte den Ball seriös in den eigenen Reihen und ließ sich nicht dazu verleiten, den Gegner bloßzustellen. Das sollte wiederum nicht bedeuten, dass keine Tore mehr fielen. Erneut Jakabfi war es, die den Zwischenstand in den zweistelligen Bereich schraubte (75.). Die über 1.600 Zuschauer gaben dem ungleichen Duell auch jetzt noch einen tollen Rahmen. Im grün-weißen Lager trübte sich die Stimmung jedoch noch ein, da kurz vor dem Ende, nachdem schon Anna Blässe und Gunnarsdottir mit Blessuren ausgeschieden waren, auch Lena Goeßling verletzt vom Feld ging. Als Masar mit dem 11:0 den Torrausch für beendet erklärte (88.), jubelten auf dem Rasen nur noch zehn Wölfinnen, denn der VfL-Cheftrainer hatte schon dreimal gewechselt.

„Vieles hat gut funktioniert“

Stephan Lerch: Dass sich Anna, Sara und am Ende auch noch Lena in Zweikämpfen verletzt haben, ist sehr bitter für uns. Wir hoffen, dass sie alle schnell wieder fit werden, müssen jetzt aber erst mal die Untersuchungen abwarten. Mit dem Spiel bin ich ansonsten sehr zufrieden. Die Mannschaft hat die Aufgabe souverän gelöst. Wir haben das Tempo hochgehalten, Druck erzeugt und früh unsere Tore erzielt. Vieles hat gut funktioniert. Um den Stand jeder Spielerin beurteilen zu können, war dieses Spiel noch einmal sehr wertvoll.

Mehr Stimmen zum DFB-Pokal-Spiel der Wölfinnen gegen Hannover.

Hannover 96: Rohrbeck – Waßmann, Breitsch, Arend, Tietz (87. Berger) – Rathmann – Navarro, Osterwold – Rieks (75. Kreye), Dose – Haeckel (55. Kamm)

VfL Wolfsburg: Earps – Blässe (18. Doorsoun), Fischer, Wedemeyer, Baunach – Goeßling, Gunnarsdottir (71. Wolter) – Masar, Popp – Jakabfi, Harder (46. Hansen)

Gelbe Karten: Tietz / –

Tore: 0:1 Gunnarsdottir (5.), 0:2 Harder (10.), 0:3 Jakabfi (11.), 0:4 Baunach (29.), 0:5 Masar (37.), 0:6 Gunnarsdottir (42., FE), 0:7 Popp (45.), 0:8 Hansen (52.), 0:9 Fischer (55.), 0:10 Jakabfi (75.), 0:11 Masar (88.)

Zuschauer: 1.669 am Samstagnachmittag im Eilenriedestadion

Schiedsrichterin: Annika Paszehr (Schwerte)

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