VfL-Wolfsburg-Spieler Renato Steffen steigt zu einem Kopfball in die Luft.
08.02.2020
Männer

Immerhin remis

Wölfe erkämpfen nach Rückstand und trotz langer Unterzahl ein 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf.

VfL-Wolfsburg-Spieler Renato Steffen steigt zu einem Kopfball in die Luft.

Der VfL Wolfsburg hat im zweiten Heimspiel des neuen Jahres die Punkte geteilt. Von der Düsseldorfer Fortuna trennte sich die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Samstagnachmittag mit 1:1 (0:1). Einen frühen Rückstand durch Matthias Zimmermann (13.) konnte Renato Steffen kurz nach der Pause vor knapp 23.000 Zuschauern in der Volkswagen Arena zum Endstand egalisieren (50.). Da kurz zuvor Marin Pongracic nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt worden war (48.), bestritt der VfL fast die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl. In der Tabelle rutschten die Grün-Weißen auf Rang zehn. Ihren nächsten Pflichtspiel-Einsatz haben die Wölfe am kommenden Samstag, 15. Februar (Anstoß zum 15.30 Uhr), mit einer Auswärtspartie bei der TSG Hoffenheim.

Heimdebüt für Pongracic

Auf Marcel Tisserand musste der Chefcoach aufgrund von Oberschenkelproblemen verzichten. Dafür saß Wout Weghorst, Torschütze bei der Punkteteilung im Hinspiel, zumindest wieder auf der Einwechselbank. Gegenüber dem Auswärtssieg in Paderborn sah Glasner keine Veranlassung, seine Startelf zu verändern. Trotzdem feierte Pongracic eine Premiere, denn der Winterneuzugang lief erstmals vor den eigenen Fans in der Volkswagen Arena ein. Düsseldorf, unter der Woche im DFB-Pokal in Kaiserslautern mit 5:2 erfolgreich, begann mit fünf frischen Kräften: Andre Hoffmann, Markus Suttner, Kevin Stöger, Valon Berisha und Bernard Tekpetey ersetzten Mathias Jörgensen, Niko Gießelmann, Marcel Sobottka, Aymane Barkok und Nana Ampomah.

Früh im Hintertreffen

Die Partie begann für Grün-Weiß direkt mit einem Nackenschlag: Von der linken Strafraumkante kombinierten sich die Düsseldorfer über vier Stationen in eine Abschlussposition, ehe von schrägrechts letztlich Zimmermann den Ball in der kurzen Ecke versenkte – 0:1 (13.). Die frühe Führung der Gäste kam nicht ganz von ungefähr. Denn schon bis hierhin war die Fortuna mutig in die Offensive gegangen, derweil sich der VfL noch in die Begegnung hineintastete. Als wenig später auch noch William verletzt ausgetauscht werden musste, war der Minusstart der Wölfe perfekt. Nach einer halben Stunde bekam die Glasner-Elf das Geschehen allmählich besser in den Griff und konnte die Gäste zumindest defensiv besser beschäftigen. Fast mit dem Pausenpfiff reichte es dann beinahe noch zum Ausgleich. Sowohl Daniel Ginczek als auch Jerome Roussillon kamen nach einer scharfen Flanke Renato Steffens jedoch um einen Schritt zu spät, so dass Florian Kastenmeier im Tor der Fortuna die nicht unverdiente F95-Pausenführung sichern konnte.

Beide mit Chancen zum Sieg

Mit Wiederbeginn ging es sofort hoch her. Zunächst passierte etwas, das der VfL überhaupt nicht gebrauchen konnte. Denn nachdem Pongracic gegen Alfredo Morales den Ellenbogen eingesetzt hatte, bemühte Schiedsrichter Tobias Stieler den Videobeweis und stellte den Neuzugang der Wölfe daraufhin vom Platz (48.). Die Reaktion der Grün-Weißen war erstaunlich, denn direkt mit dem nächsten Angriff stellten sie auf 1:1: Nach einer Flanke Admir Mehmedis schüttelte Steffen am langen Pfosten seinen Gegenspieler ab und nickte ein (50.). Die Partie war nun erheblich munterer und besser anzuschauen als in Durchgang eins. Mit einem Direktversuch Erik Thommys, der aus kurzer Distanz übers Tor drosch, meldete sich Düsseldorf mal wieder zu Wort (60.). Auf der anderen Seite probierte es Mehmedi, ohne Kastenmeier mit seinem Flachschuss aber vor große Probleme zu stellen (62.). Der VfL zeigte nun Biss und spielte wie selbstverständlich weiter nach vorn. Da auch die Fortuna ihre Chance auf drei Punkte witterte, ergab sich für den Rest des Spiels ein offener Schlagabtausch. Der eingewechselte Weghorst (76.) und Mehmedi (87.) brachten das Gästetor noch in Gefahr. Weil für Düsseldorf noch Rouwen Hennings (80./85.) und Jörgensen (81.) aussichtsreich bei Koen Casteels vorstellig wurden, bildete das Endergebnis die Kräfteverhältnisse allerdings angemessen ab.

VfL Wolfsburg: Casteels – William (27. Mbabu), Knoche, Pongracic, Roussillon – Guilavogui, Schlager, Arnold, Mehmedi, Ginczek (46. Weghorst), Steffen (74. Victor)

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Ayhan (40. Jörgensen), Hoffmann, Suttner – Zimmermann, Stöger, Thommy (74. Pledl), Morales, Berisha – Tekpetey (61. Ampomah), Hennings

Tore: 0:1 Zimmermann (13.), 1:1 Steffen (50.)

Gelbe Karten: – / Hoffmann

Rote Karte: Pongracic (48., Tätlichkeit)

Zuschauer: 23.445 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Alle Infos zur Partie im Matchcenter

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