15.02.2019
Frauen

Gipfeltreffen zum Auftakt

Beim FC Bayern München starten die Wölfinnen in die zweite Saisonhälfte.

Ob der Winter bereits vorbei ist, muss noch abgewartet werden. Sicher ist allerdings, dass die Winterpause in der Allianz Frauen-Bundesliga endet – und das gleich mit dem Gipfeltreffen der beiden Top-Teams: Tabellenführer VfL Wolfsburg ist am kommenden Sonntag, 17. Februar (Anstoß 15.00 Uhr/live auf Magenta Sport und DFB-TV) bei Verfolger FC Bayern München gefordert. Die Partie wird nicht an der Grünwalder Straße, sondern im FC Bayern Campus ausgetragen. Wenn es nach dem Geschmack der Gäste ginge, dürfte das Kräftemessen zwischen Rot und Grün-Weiß einen ähnlichen Verlauf nehmen wie das Hinspiel im AOK Stadion: Der 6:0-Erfolg der VfL-Frauen Ende September war das Highlight einer äußerst erfolgreichen Hinrunde.

„Dreier wäre richtungsweisend“

Drei Punkte beträgt der Vorsprung der Wolfsburgerinnen auf den ärgsten Konkurrenten, der seit dem 0:6-Debakel an der Aller kein Spiel mehr verlor und dabei 26 von 30 Punkten auf der Habenseite verbuchen konnte. Klar, dass das Team von Trainer Thomas Wörle, der nach der Saison von Jens Scheuer ersetzt werden wird, nur zu gerne mit den Wölfinnen gleichziehen würde – und dafür benötigen die Bayern-Frauen einen Sieg. Im Falle eines VfL-Erfolgs hingegen würde Grün-Weiß seinen Vorsprung auf sechs Zähler verdoppeln. Schon eine Vorentscheidung im Kampf um die Schale? So weit will VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nicht gehen. Der 34-Jährige formuliert differenzierter: „Ein Dreier könnte richtungsweisend sein und es ist sicherlich erstrebenswert, mit einem Sieg in München in die zweite Saisonhälfte zu starten.“ Doch so oder so – die dann folgenden acht Partien seien alles andere als ein Selbstläufer: „Man kann immer mal Punkte liegen lassen, das gilt für uns ebenso wie für Bayern. Es kommen noch genug schwere Spiele auf uns zu.“

Mary Earps als Schult-Ersatz

In Sachen Aufstellung lässt sich Lerch für gewöhnlich nicht in die Karten schauen, doch wer die Planstelle zwischen den Pfosten besetzt, ist mehr als ein offenes Geheimnis: Für die nach ihrer Masern-Infektion noch nicht wieder einsatzfähige Almuth Schult wird Mary Earps zum ersten Mal in einem Bundesliga-Spiel in der Startformation stehen. Beim 2:1-Sieg in Duisburg am achten Spieltag wurde die englische Nationaltorhüterin für Schult eingewechselt. „Das war damals keine vergleichbare Situation“, blickt Lerch auf jenen November-Sonntag zurück. „Jetzt konnte sie sich schon länger auf ihren Einsatz vorbereiten. Wir haben die Testspiele ja auch genutzt, damit sie sich einspielen kann. Mary war immer auf den Punkt da und ich bin davon überzeugt, dass sie ihre Sache gut machen wird.“

„Den Gegner beschäftigen“

Wer das Tor des FC Bayern München hüten wird, ist derweil noch offen: Laura Benkarth, in der deutschen Nationalmannschaft Nummer zwei hinter Schult, könnte nach ausgeheiltem Kreuzbandriss ihr Pflichtspiel-Debüt im Bayern-Dress geben. Lerch tippt eher auf Manuela Zinsberger, wenngleich diese Personalie nichts am eigenen Vorgehen ändere: „Wenn wir unser Spiel durchbringen, dann ist es egal, wer im Tor steht.“ Auch Bayern-Stürmerin Mandy Islacker, die zuletzt aufsteigende Form zeigte, bereitet dem Coach keine schlaflosen Nächte: „Es treffen zwei Mannschaften mit hoher Qualität aufeinander und es wäre fatal, sich nur auf eine bestimmte Spielerin zu konzentrieren.“ Ohnehin verfüge der FC Bayern München mit Jovana Damjanovic und Lineth Beerensteyn über weitere Stürmerinnen, die es zu beachten gelte. „Wir müssen versuchen, den Gegner zu beschäftigen und unsere Offensive zum Tragen kommen zu lassen – damit muss Bayern erst einmal zurechtkommen“, skizziert Lerch einen Teil des Matchplans. „Es gilt, von der ersten Minute an hellwach und mental da zu sein.“ Denn auch wenn das Hinspiel-Resultat in den eigenen Reihen keine Rolle mehr spiele: „Die Bayern werden es sicher als zusätzliche Motivation nutzen.“

Schult beginnt mit Training

Die Personalsituation vor dem Pflichtspiel-Start 2019 stellt sich bei den Wölfinnen vergleichsweise entspannt dar: Während Lara Dickenmann nach ihrem Kreuzbandriss weiter in der Reha an ihrem Comeback arbeitet, befindet sich auch Almuth Schult bereits wieder in einem individuellen Training. Oder wie es Lerch präzisiert: „Sie hat mit leichter kardiologischer Belastung begonnen.“ Man müsse sehr sorgsam mit den Nachwehen der Infektion umgehen, damit es nicht zu Rückschlägen komme. Ansonsten steht der komplette VfL-Kader zur Verfügung. Obwohl die Partie auf Magenta Sport und DFB-TV zu sehen sein wird, rechnen die Verantwortlichen des FC Bayern München mit einer ordentlichen Kulisse: 2.130 Zuschauer waren es beim letzten Aufeinandertreffen der beiden deutschen Top-Klubs in München – diese Zahl könnte durchaus übertroffen werden.

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