29.10.2018
Männer

„Es gibt keinen Favoriten“

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia erwartet in Hannover ein DFB-Pokal-Spiel auf Augenhöhe.

Zweimal trafen Hannover 96 und der VfL Wolfsburg bisher im DFB-Pokal aufeinander, beide Duelle konnten letztlich die Wölfe für sich entscheiden – blieben dabei sogar ohne Gegentor. Zuletzt konnte der VfL einen 1:0-Erfolg in der zweiten Runde der vergangenen Saison in die Derbystatistik eintragen. Um sich an den zweiten DFB-Pokal-Vergleich beider Klubs zu entsinnen, muss man jedoch gleich 21 Jahre in der Zeit zurückgehen. Am 29. August 1987 traf Grün-Weiß im VfL-Stadion am Elsterweg auf 96 und bezwang die Nachbarn aus Hannover schlussendlich mit 3:0 – getroffen hatten damals Frank Plagge, Jörg Kretzschmar und Holger Fiebich. Bei der am Dienstag, 30. Oktober (Anstoß um 18.30 Uhr), anstehenden Neuauflage, gibt es überdies ein Novum, denn in Hannover gab es ein Duell beider Vereine im DFB-Pokal bisher noch nicht.

Bei der Pressekonferenz am Montagmittag im Vorfeld des nun anstehenden Pokal-Derbys äußerte sich VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia über…

…eine mögliche Rotation: Es ist nicht so, dass wir aufgrund der englischen Woche automatisch rotieren müssen. Wir schauen natürlich, was wir bei dem Gegner machen müssen. Es spielt aber eher eine Rolle zu sehen, wer hat Blessuren und wer kann spielen.

…den Gegner: Die Spiele, die ich von Hannover bisher gesehen habe, waren ordentlich. Beim Spiel gegen Leverkusen hatten sie etwas Pech, weil sie kurz vor Schluss noch den Ausgleich bekommen. Da haben sie gut gespielt und einen großen Aufwand betrieben. Unabhängig vom Pokal-Fight, wird es auch aufgrund der Spielweise beider Teams eine sehr intensive Partie. Wir wollen eine Runde weiterkommen und ich gehe davon aus, dass Hannover den Spielstil nicht verändern wird. Wir wissen, was auf uns zukommt und werden die Mannschaft darauf vorbereiten. Ich sehe Hannover nicht so weit von uns entfernt. Wir maßen uns auch nicht an, dass wir nur wegen ein paar Zählern mehr im Bundesliga-Tableau gleich das bessere Team sind. Ich sehe beide Mannschaften absolut auf Augenhöhe und am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden. Es gibt keinen Favoriten, die Tagesform wird entscheiden.  

…den Reiz des DFB-Pokals: Prinzipiell sollten wir immer das Ziel haben, bis in das Finale zu kommen. Es ist ein Wettbewerb, der in den letzten Jahren eine extreme Aufwertung erfahren hat. In Deutschland hat der DFB-Pokal einen großen Stellenwert und es macht einfach Spaß. Das weiß jeder, der schon einmal im Finale oder Halbfinale stand. Man merkt auch bei den Zuschauern, dass sie richtig Bock auf diese Partien mit Endspiel-Charakter haben.

…den 3:0-Sieg bei Fortuna Düsseldorf: Wir mussten schauen, dass wir wieder Ergebnisse liefern. Das haben wir sehr gut gemacht. Vor allem auch was den Einsatz angeht und die gewisse Härte, die wir an den Tag gelegt haben. Deswegen war das alles in allem ein sehr wichtiges Spiel für uns.     

…Elfmeter-Training: Wir trainieren das Elfmeterschießen eigentlich immer. Ich bin allerdings kein Fan davon, nur aufgrund des Pokal-Spiels jetzt 20 Elfmeter hintereinander schießen zu lassen. Wir haben Spieler, die so gut wie jeden Tag ein bis zwei Elfer schießen – davon halte ich mehr. Im Spiel habe ich schließlich auch nur einen Schuss vom Punkt.

…die Personalsituation: Bei Max Arnold sah es nach der Verletzung am Schienbein aus dem Spiel gegen Fortuna zunächst ganz gut aus, aber wir müssen abwarten wie es heute ist. Bei Felix Klaus läuft es aktuell sehr gut. Er hat überhaupt keine Probleme bei den Dingen, die er bisher schon tut. Er muss allerdings natürlich auch aufgebaut werden, da er gar keine Vorbereitung im Sommer hatte. Wir müssen schauen, dass wir bei ihm eine stabile Grundlage schaffen. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wann wir ihn immer mal wieder in Passspielübungen einbeziehen können. Vom Mannschaftstraining ist er noch ein Stück entfernt, weil eben diese angesprochene Grundlage fehlt. Josuha Guilavogui hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und wir sind dabei, verschiedene andere Defizite weiter aufzuarbeiten. Hoffentlich kann er dann in der nächsten Woche große Teile des Mannschaftstrainings mitmachen.

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