VfL Wolfsburg-Spielr Wout Weghorst ballt die Faust und jubelt. Im Hintergrund sind noch weitere jubelnde VfL-Spieler zu sehen.
27.10.2018
Männer

Mit Kampfgeist zum Sieg

VfL Wolfsburg gewinnt mit 3:0 bei Fortuna Düsseldorf.

VfL Wolfsburg-Spielr Wout Weghorst ballt die Faust und jubelt. Im Hintergrund sind noch weitere jubelnde VfL-Spieler zu sehen.

Nach sechs sieglosen Partien holte sich der VfL am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga drei wichtige Punkte. Im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf setzte sich die Elf von Cheftrainer Bruno Labbadia mit 3:0 (1:0) durch. In einer ausgeglichenen Begegnung führten die Grün-Weißen zur Pause durch einen verwandelten Handelfmeter von Wout Weghorst in der 41. Spielminute mit 1:0. Lange Zeit konnte sich keine der beiden Mannschaften einen klaren Vorteil erspielen. Stattdessen war das Duell vom Kampf geprägt – Verwarnungen gab es im Minutentakt. Mit insgesamt neun Gelben Karten stellte diese Partie den Saisonrekord auf. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Wölfe stärker und spielten ihre individuelle Klasse aus. Josip Brekalo erhöhte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum zwischenseitlichen 2:0 (73. Minute). Den Treffer zum 3:0-Endstand erzielte Daniel Ginczek aus knapp 17 Metern mit seinem zweiten Saisontor (80.). Für den Aufsteiger bedeutete dies die fünfte Pleite in Folge, während die Niedersachsen ihren dritten Sieg in dieser Spielzeit feiern durften. Am kommenden Samstag, 3. November, ist Tabellenführer Borussia Dortmund zu Gast in der Volkswagen Arena. Die Partie wird um 15.30 Uhr in der Volkswagen Arena angepfiffen (Tickets gibt es hier), vorher allerdings reisen die Wölfe am Dienstag, 30. November, noch im DFB-Pokal zu Hannover 96 (Anstoß um 18.30 Uhr).

Tisserand und Ginczek von Beginn an

Auf beiden Seiten gab es in der Startelf Veränderungen. VfL-Coach Labbadia setzte auf zwei neue Namen: Marcel Tisserand und Ginczek rückten für Elvis Rexhbecaj und Robin Knoche ins Team. Bei den Gastgebern gab es nach der deutlichen 1:7-Niederlage bei Eintracht Frankfurt gleich vier Veränderungen: Rouwen Hennings, Dodi Lukebakio, Robin Bormuth und Niko Gießelmann waren neu im Team. Marcin Kaminski, Kevin Stöger und Marvin Ducksch begannen dafür auf der Bank, dazu fehlte der angeschlagene Marcel Sobottka.

Beide VfL-Angreifer zusammen auf dem Platz

Erstmals in dieser Saison starteten die Wölfe mit den beiden Stürmern Ginczek und Weghorst auf dem Platz und begannen somit im 4-4-2-System, während Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel sein Team aus einer Viererkette heraus agieren ließ. Nachdem der Gastgeber gut ins Spiel kam, dauerte es, bis der VfL etwas Kontrolle gewann und die Düsseldorfer unter Druck setze – allerdings noch ohne zwingende Torgefahr. Beide Mannschaften wollten defensiv erst einmal gut stehen und versuchten, dem Gegner über den Kampf den Schneid abzukaufen. Bereits nach 14 Spielminuten hatte Schiedsrichter Daniel Schlager drei gelbe Karten gezeigt – für Maximilian Arnold und William war es die dritte in der aktuellen Spielzeit. Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte Arnold als sein Linksschuss aus rund 30 Meter an den Außenpfosten knallte (22.)

Weghorst trifft vom Punkt

Auch nach fast einer halben Stunde war das Spiel, in dem die Hausherren etwas gefährlicher wirkten, ausgeglichen. Als nach einem langen Ball aus dem linken Mittelfeld Lukebakio frei vor Koen Casteels stand, konnte der VfL-Keeper gerade noch klären (30.). Kurz vor der Pause gab es endlich Grund zum Jubeln: Ein Freistoß von William wurde in der Mauer geblockt – allerdings mit dem Ellbogen von Hennings, so dass Schiedsrichter Schlager auf den Elfmeterpunkt zeigte. Weghorst ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zur 1:0-Führung (41.). Es war bereits das vierte Saisontor des Niederländers. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hieß es kurz durchatmen, als Fortuna den Ausgleich auf dem Fuß hatte, Lukebakio aber am Fünfmeterraum gerade noch von Jerome Roussillon entscheidend gestört wurde. Der VfL ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.

Brekalo mit erstem Saisontor

Den zweiten Durchgang begannen beide Teams ohne personelle Veränderungen. Die Wölfe waren im defensiven Zentrum auf Ballhöhe und ließen mit zunehmender Spieldauer das Spielgerät besser durch ihre Reihen laufen. Ein guter Flachschuss von Arnold mit rechts aus 16 Metern ging knapp vorbei (57.). Nach einer Stunde gab es bereits acht gelbe Karten – auch ein Beweis, wie sehr diese Partie vom Kampf geprägt war. Mit einem schönen Treffer baute Brekalo schließlich die Wolfsburger Führung aus. Bei einem schnellen Angriff der Wölfe war die Düsseldorfer Abwehr unsortiert, Brekalo schickte Weghorst mit einem Steilpass auf halbrechts an die Grundlinie. Der Stürmer behielt die Übersicht und legte in den Rückraum auf den Kroaten zurück. Der verzögerte kurz, zog aus rechter Position ab und platzierte die Kugel zum 2:0 ins lange Eck (73.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Ginczek, als die Fortuna am eigenen Strafraum den Ball einfach nicht wegbekam. Das ließ sich der VfL-Angreifer nicht nehmen und haute das Ding rechts unten ins Tor (80.). Damit war der zweite Auswärtssieg in dieser Saison perfekt.

VfL Wolfsburg-Spieler Josip Brekalo breitet die Arme aus und läuft jubelnd über den Platz.

Fortuna Düsseldorf: Rensing – J. Zimmer, Ayhan, Bormuth, Gießelmann – Bodzek (66. Ducksch), Zimmermann, Morales (78. Barkok) – Lukebakio (78. Usami), Raman – Hennings

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Tisserand, Brooks, Roussillon (87. G.-L. Itter) – Gerhardt, Arnold (84. Rexhbecaj) – Steffen (84. Malli), Brekalo – Ginczek, Weghorst

Tore: 0:1 Weghorst (41., HE), 0:2 Brekalo (73.), 0:3 Ginczek (80.)

Gelbe Karten: Morales, Hennings, Gießelmann / William, Arnold, Weghorst, Ginczek, Brooks, Steffen

Zuschauer: 40.000 am Samstagnachmittag (27. Oktober) in der Merkur Spielarena

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

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