Joelle Wedemeyer und Anna-Lena Stolze im Spiel gegen Fostern.
MO . 19. 11. 2018
Frauen

„Dann ging er einfach rein“

Zwei Wölfinnen erzielten in Forstern ihre Premierentreffer für Grün-Weiß.

Joelle Wedemeyer und Anna-Lena Stolze im Spiel gegen Fostern.

2.000 Zuschauer sind in der Allianz Frauen-Bundesliga keine alltägliche Zahl – umso beachtlicher, dass das Gastspiel des VfL Wolfsburg im DFB-Pokal-Achtelfinale beim oberbayerischen Regionalligisten FC Forstern vor einer solch stattlichen Kulisse stattfand. Und wer weiß, wie viele Fans darüber hinaus auf die Sportanlage der 4.000-Seelen-Gemeinde im Landkreis Erding geströmt wären, wenn es das Fassungsvermögen ermöglicht hätte? Neben dem Wetter und der hervorragenden Organisation des Events trugen auch die Wölfinnen dazu bei, dass man in Forstern noch lange über diesen 18. November sprechen wird. Der 9:0-Sieg des Titelverteidigers war diesbezüglich, da auch in dieser Höhe wenig überraschend, eher zweitrangig. Pluspunkte sammelten die Schützlinge von Cheftrainer Stephan Lerch vor allem außerhalb des Platzes. Kein Autogrammwunsch blieb unerfüllt und auch für ein gemeinsames Foto mit Team und Fans des FC Forstern war kurz vor Abfahrt des Mannschaftsbusses noch Zeit. Bei den Grün-Weißen standen neben der Dreifach-Torschützin Zsanett Jakabfi vor allem Joelle Wedemeyer und Anna-Lena Stolze im Blickpunkt – beide erzielten ihre ersten Pflichtspieltreffer im Trikot des Double-Gewinners. Die Stimmen zum Spiel:

Zsanett Jakabfi: Zu Beginn hatten wir noch einige technische Fehler in unserem Spiel, was auf so einem Platz passieren kann. Mit neun Toren und dem souveränen Weiterkommen haben wir unser Soll aber insgesamt erfüllt und das ist das Wichtigste. Bei meinem zweiten Treffer hatte Caro Hansen einen Zweikampf mit der Torhüterin gewonnen und der Ball kullerte in Richtung Torlinie. Ich war mir nicht sicher, ob ich im Abseits stand, aber da ich nicht wusste, ob hinter mir eine Gegenspielerin war, habe ich ihn über die Linie geschossen. Direkt danach habe ich Caro gefragt, ob der Ball auch ohne mich reingegangen wäre – und sie meinte ja. Klar habe ich kurz „sorry“ gesagt, aber bei uns ist das kein Problem. Wer die Tore macht und ob eine Spielerin zwei- oder dreimal trifft, ist ganz egal. Hauptsache wir haben gewonnen.

Joelle Wedemeyer: Es ist ein super Gefühl, ein Tor zu erzielen, schließlich habe ich lange darauf gewartet. In den letzten Spielen, als unsere Gegner immer sehr tief standen, hatte ich schon den einen oder anderen Torschuss, aber nie ist er reingegangen. Diesmal habe ich den Ball gut getroffen und das Glück war auf meiner Seite. Ich werde das Tor jetzt nicht groß feiern, aber mein Vater hat mir versprochen, dass er mir ein Essen ausgibt. Was das Spiel betrifft, haben es unsere Gegnerinnen mit ihren Mitteln gut gemacht – manchmal war man fast überrascht, was sie drauf hatten. Aber wir haben das Geschehen dennoch klar dominiert und auch in der Höhe verdient gewonnen.

Anna-Lena Stolze: Ich mag es, Tore zu schießen – und es ist schon eine kleine Erlösung, dass mir dies heute auch mal für die erste Mannschaft gelungen ist. Es war nicht einfach für mich, ins Spiel reinzukommen, auch weil die Platzverhältnisse ein wenig schwierig waren. Beim Tor hat mich Poppi gesehen und mir den Ball zugespielt. Da habe ich gewusst: Den muss ich jetzt reinzimmern! Und dann ging er einfach rein…

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