Sandra Starke mit dem Ball am Fuß auf dem Spielfeld.
27.09.2021
Frauen

Auftakt beim Absteiger

Die VfL-Frauen starten bei Zweitligist MSV Duisburg in den DFB-Pokal-Wettbewerb.

Sandra Starke mit dem Ball am Fuß auf dem Spielfeld.

Es hatte in den vergangenen Jahren schon einfachere Auftakthürden für die Wölfinnen gegeben – zumindest wenn es nach der Papierform geht: Der Titelverteidiger gastiert im DFB-Pokal nach dem üblichen Freilos in Runde eins bei Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg. Dass die Partie in der Schauinsland-Reisen-Arena am kommenden Montag, 27. September (Anstoß um 18.30 Uhr), den Abschluss der 2. Runde bildet, hat einen guten Grund: Zum ersten Mal überhaupt wird ein Spiel der VfL-Frauen live auf Sky übertragen. Zum Team des Senders zählt Ex-Wölfin Lena Goeßling, die als Expertin an der Seite von Moderatorin Nele Schenker fungieren wird.

Letztes Jahr im Achtelfinale

Die erste Abstellungsphase der noch jungen Saison ist vorbei, die Nationalspielerinnen sind nach Wolfsburg zurückgekehrt. Der ungewöhnliche Spieltermin sorgt dafür, dass der wieder komplette Kader immerhin zwei Trainingseinheiten absolvieren kann, bevor es in Duisburg darum geht, die Erfolgsserie im DFB-Pokal fortzusetzen und zum 36. Mal in Folge in diesem Wettbewerb als Sieger vom Platz zu gehen. Die Zebra-Frauen sind auf der einen Seite zwar ein altbekannter Gegner. So gab es in der letzten Saison bereits ein Duell im Achtelfinale, das die Wölfinnen mit 3:1 für sich entscheiden konnten, dazu zwei klare Siege in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga (5:2; 4:0). Auf der anderen Seite hat sich das Gesicht des Kaders nach dem Abstieg deutlich verändert. Und auch die Spielstätte ist eine ungewohnte: Statt im PCC-Stadion gastieren die Grün-Weißen diesmal in der 31.500 Zuschauer fassenden Arena im Duisburger Sportpark. Mit Blick auf die chronisch bescheidenen Platzverhältnisse im angestammten Stadion der Duisburgerinnen eher ein Vorteil für den Favoriten.

„Jeden Grashalm umdrehen“

Für die Wölfinnen ist das Gastspiel im Ruhrgebiet zugleich der Auftakt in den zweiten Etappenblock der Saison. Während es vor der Länderspielpause überwiegend darum ging, die gewünschten Ergebnisse zu realisieren, will Cheftrainer Tommy Stroot nun den Fokus auf den spielerischen Fortschritt sowie die Stabilisierung legen, wie er im Interview betonte. Wie üblich stand der Coach im Vorfeld des Duisburg-Spiels in einer Medienrunde Rede und Antwort. Dabei ging es um…

Tommy Stroot am Spielfeldrand bei einem Spiel der Wölfinnen im AOK Stadion.

…die Personalsituation: Rebecka Blomqvist hat einen kurzen Urlaub bekommen, das steht schon länger fest. Sie hatte nach der Rückkehr von Olympia so gut wie keine Pause. Bei Sara Doorsoun gehen wir von einer Ausfallzeit von vier bis sechs Wochen aus. Sie wird wohl bis zur nächsten Länderspielpause keine Rolle spielen, wobei die Hoffnung da ist, dass es einen Tick schneller geht. Ewa Pajor ist angeschlagen zurückgekommen, sie hat deshalb auch nicht das zweite Spiel für Polen absolviert. Die Untersuchungen laufen noch. Für Felicitas Rauch kommt dieses Spiel noch zu früh und Almuth Schult ist ja aufgrund einer Rotsperre auch nicht dabei. Dafür werden Pauline Bremer und Joelle Smits im Kader stehen.

…die Herausforderung der Länderspielpause: Wenn wie bei uns sehr viele Spielerinnen weg sind, ist es immer eine Herausforderung, die Dinge, die bei der Nationalmannschaft wichtig sind, wieder aus den Köpfen zu bekommen. Entsprechend glücklich sind wir über den Termin am Montag – so haben wir noch etwas mehr Luft für Trainingseinheiten und das Ankommen beim VfL.

…die Bedeutung dieses Wettbewerbs: Für mich geht es nur um dieses Spiel – und das ist noch nicht das Finale. Jeder DFB-Pokalsieg in der Vergangenheit hatte seine eigene Geschichte, teils mit Roten Karten und Elfmeterschießen. Wir gehen mit dem Ziel in diesen Wettbewerb, jedes Spiel für sich anzunehmen. Wir kennen aber auch die Regeln im Pokal und wissen, dass alles in einem Spiel entschieden wird. Daher wird es unsere Aufgabe sein, keine Zweifel aufkommen zu lassen, wer der Sieger sein wird.

…den Gegner: Wie jeder, der aus der Bundesliga absteigt, hatte auch der MSV Duisburg eine große Kaderveränderung. Aber wir wissen auch aus der Vergangenheit, was dieses Team ausgemacht hat. Es war immer eine kämpferische Mannschaft, die sich reinschmeißt und alles probiert. Das erwarten wir auch Montag, noch dazu in einem Live-Spiel auf Sky in einem schönen Stadion. Wenn dort das Flutlicht angeht, werden die Duisburgerinnen hochmotiviert sein. Sie werden jeden Grashalm umdrehen, darauf müssen wir uns einstellen.

…die Vorbereitung auf den MSV: Wir haben uns mehrere Spiele der Duisburgerinnen angeschaut und versucht, ihre Struktur zu verstehen und ihre Abläufe zu erkennen. Wir machen keinen Unterschied, ob wir uns auf Bordeaux oder Duisburg vorbereiten. Im Falle von Duisburg konnten wir auch die Erkenntnisse aus dem Zweitliga-Spiel unserer U20 gegen den MSV einfließen lassen.

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