Tommy Stroot mit Ewa Pajor auf dem Trainingsplatz.
22.09.2021
Frauen

„Alle Teilziele erreicht“

VfL-Cheftrainer Tommy Stroot über den erfolgreichen Saisonstart der VfL-Frauen.

Tommy Stroot mit Ewa Pajor auf dem Trainingsplatz.

Drei Siege in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, dazu die Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Women’s Champions League: Die Frauen des VfL Wolfsburg haben ihr selbst gestecktes Ziel für die erste Saison-Etappe bis zur Länderspielpause erreicht. Und das, obwohl der neu formierte Kader aufgrund der späten Rückkehr der Olympia-Teilnehmerinnen erst zwei Wochen vor dem Saisonstart komplett war. Im nächsten Block, der am kommenden Montag, 27. September (Anstoß um 18.30 Uhr/live auf Sky), mit dem Zweitrunden-Gastspiel im DFB-Pokal beim MSV Duisburg beginnt, gilt es nun, die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Die Herausforderungen werden im Herbst jedenfalls nicht kleiner: Bis Mitte Oktober die nächste Abstellungsphase auf dem Programm steht, warten unter anderem die Auswärtsaufgaben gegen Chelsea Women FC und den UWCL-Debütanten TSG 1899 Hoffenheim auf die VfL-Frauen. Im Interview blickt VfL-Cheftrainer Tommy Stroot auf die erste Saisonphase zurück und erklärt, worauf es in den nächsten Wochen ankommen wird.

Tommy Stroot, im Vorfeld der Saison haben Sie gerne von Etappen gesprochen. Mit den drei gewonnenen Bundesligaspielen und der Champions-League-Qualifikation ist die erste geschafft. Wie lautet Ihr Fazit?

Tommy Stroot: Wir haben alle Teilziele erreicht. Der Umbruch im Trainerteam und die strukturellen Veränderungen im Kader waren eine Aufgabe, die wir annehmen mussten. Um unsere kurzfristigen sportlichen Ziele, wie den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase, zu erreichen, haben wir die spielerische Entwicklung zeitweise hintenangestellt. Das frühe intensive Arbeiten in den Englischen Wochen war eine Herausforderung, die wir relativ verletzungsfrei und ergebnistechnisch erfolgreich gemeistert haben. In der nächsten Etappe legen wir den Fokus wieder auf den spielerischen Fortschritt sowie die Stabilisierung unseres Spiels.

Wie haben sich diese intensiven Wochen gleich zu Beginn auf das Innenleben der Mannschaft ausgewirkt?

Stroot: Teambuilding, Strukturen und Hierarchien waren vom ersten Tag Punkte, an denen wir stark gearbeitet haben. Wir stoßen hier aber weiter Dinge an und provozieren Entwicklungen. Das Erlebnis Bordeaux war mit seiner Dramatik ein Mentaltest, den wir gemeistert haben und der uns als Einheit zusammengeschweißt hat. Dies war für die Zusammenarbeit im Trainerstab genauso wichtig wie für die Mädels untereinander. Ich glaube, dass momentan alle Spaß an der Arbeit und am Training haben. Das sollte immer die Basis sein.

Tommy Stroot gibt während des Spiels Anweisungen vom Spielfeldrand.

Momentan sind zwölf Wölfinnen bei der Nationalmannschaft. Wie sieht der Austausch mit den Spielerinnen aus?

Stroot: Das ganze Trainerteam verfolgt die Spiele natürlich so gut es geht. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder auf unterschiedliche Weise Kontakt mit den Spielerinnen, so behalten wir einen guten Einblick über den Zustand der Mädels. Dies hilft uns dabei, dass wir uns nach ihrer Rückkehr gleich wieder mit unseren Zielen beschäftigen können. Während der Abstellung sollen sie sich auf ihr Nationalteam konzentrieren. Da stellen wir uns hinten an.

In Wolfsburg trainiert in diesen Tagen nur ein kleiner Kader. Welche Chancen bietet so eine Kleingruppe in der Trainingsarbeit?

Stroot: So eine Phase bietet großartige Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung, die im sonstigen Trainingsalltag nicht gegeben sind. Der Fokus liegt, gerade in Englischen Wochen, viel auf den Spielen und der Regeneration. Momentan stehen wir schon mal mit acht Feldspielerinnen, zwei Torhüterinnen und fünf Trainern auf dem Platz. Das nutzen wir, um den Mädels ganz individuell Inhalte mit auf den Weg zu geben und sie so besser zu machen. Dass man viel mehr ins Detail gehen kann, ist sowohl für die Spielerinnen als auch das Trainerteam schön.

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