22.06.2019
Frauen

Wieder Deutscher Meister

Die U17-Juniorinnen des VfL setzen sich im Endspiel mit 3:1 gegen den SC Freiburg durch.

Schon wieder eine grün-weiße Party im AOK Stadion: 41 Tage nach der Meisterfeier des Bundesliga-Teams holten sich auch die U17-Juniorinnen des VfL Wolfsburg die begehrte Schale. Im Endspiel um die Deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft setzte sich der Meister der Staffel Nord/Nordost mit 3:1 gegen Süd-Champion SC Freiburg durch. Bereits 2018 gestalteten die Nachwuchswölfinnen ein Heim-Finale erfolgreich, damals gab‘s ein 4:1 gegen den 1. FC Köln. Die Tore vor 1.027 Zuschauern erzielten Enya Heine, Jette Schulz und Natasha Kowalski, der Gegentreffer fiel durch ein Eigentor.

Keine Änderungen

VfL-Trainer Holger Ringe nahm im Vergleich zum deutlichen Auswärtssieg im Halbfinal-Rückspiel gegen die SGS Essen keine Änderungen in der Startformation vor. Einen doppelten Grund zum Feiern hatte die früh eingewechselte Ahlem Ammar: Die Offensivspielerin feierte die Meisterschaft an ihrem 15. Geburtstag.

Ausgleich aus dem Nichts

Die Gastgeberinnen starteten druckvoll – von Nervosität keine Spur. Für zusätzliche Sicherheit sorgte die frühe Führung: Nach einer Ecke von Finya Seidel köpfte Heine am zweiten Pfosten zum 1:0 ein (7.). Ein Auftakt nach Maß! Die Nachwuchswölfinnen hatten das Geschehen auch in der Folge unter Kontrolle, der SC Freiburg fand in der Offensive kaum statt. Und doch kamen die Gäste aus dem Nichts zum Ausgleich: Nach einer von Mia Büchele ausgeführten Ecke faustete VfL-Keeperin Julia Kassen den Ball ins eigene Netz – 1:1 (22.). Und plötzlich änderten sich die Kräfteverhältnisse: Während die Grün-Weißen neben dem Ausgleich auch noch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Livinia Seifert verkraften mussten, agierte Freiburg nun deutlich mutiger. So entwickelte sich eine offene Partie mit intensiven Zweikämpfen und einigen Verletzungsunterbrechungen. Die letzte Chance vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste: Selina Fockers lief allein aufs VfL-Tor zu, schloss aber zu früh ab (40.).

Schulz und Kowalski treffen

Die zweite Hälfte startete turbulent: Zunächst parierte Kassen einen Schuss von Fockers, die von Teamkollegin Marie Philipzen steil geschickt wurde (41.). Wenig später zappelte der Ball dann auf der anderen Seite im Netz: Ein eigentlich zu mittig platzierter 20-Meter-Schuss von Schulz flutschte SC-Torhüterin Marie Sieber durch die Handschuhe – 2:1 (43.). Die Führung für die Nachwuchswölfinnen und der Ausgleich in der Kategorie „Torwartfehler“. In der 50. Minute zeigte Kassen, die in 18 Liga-Spielen nur sieben Mal hinter sich greifen musste, ihr Können: Einen gut platzierten Schuss von Julia Rauch fischte die Keeperin aus dem Winkel. Auch in der Folge war die 17-Jährige ein starker Rückhalt für ihr Team. Der Titelverteidiger war also wieder auf die Siegerstraße eingebogen – und diesmal ließ er sich nicht mehr davon abbringen. Im Gegenteil: Staffel-Torschützenkönigin Kowalski erhöhte mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck auf 3:1 (64.). Dabei blieb’s dann auch: Der Abpfiff durch Schiedsrichterin Nadine Westerhoff war gleichzeitig der Anpfiff zur Meisterfeier. Ausgelassen feierten die Nachwuchswölfinnen ihren zweiten Titelgewinn – zunächst im Stadion, dann am benachbarten Allersee.

„Diesen tollen Erfolg genießen“

VfL-Trainer Holger Ringe: Mir fehlen ein wenig die Worte, denn es ist einfach sensationell, dass wir nun schon zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister geworden sind. Letztes Jahr war es ein wenig überraschend, aber diesen Titel zu bestätigen – das ist nochmal eine andere Hausnummer. Ich bin einfach sehr stolz auf die Leistung der Mädels. Es war das erwartet schwere Spiel, in dem uns Freiburg alles abverlangt hat. Wir mussten alles abrufen, was uns in dieser Saison bereits ausgezeichnet hat, aber das ist und eindrucksvoll gelungen. Insbesondere nach dem doppelten Rückschlag in der ersten Hälfte, als wir erst das Gegentor bekommen haben und dann Livinia Seifert verletzt auswechseln mussten. Ich hoffe wirklich, dass es bei ihr nicht so schlimm wie befürchtet ist. In der zweiten Halbzeit hat uns Julia Kassen dann mit starken Paraden im Spiel gehalten und ihren Fehler, der zum Ausgleich geführt hat, mehr als wiedergutgemacht. Jetzt werden wir erstmal feiern und diesen tollen Erfolg genießen, ehe der Blick dann schon wieder auf die Saisonvorbereitung gerichtet ist.

VfL Wolfsburg U17: Kassen – Kühne, Heine, Adigo, Wohlfahrt (74. Böse) – Seidel (69. Anger), Henkelmann, Schulz, Schäfer (77. Klein) – Kowalski, Seifert (28. Ammar)

SC Freiburg U17: Sieber – Hartmann (62. Woelki), Ezebinyuo, Krofin, Beyer – Büchele, Kbida, Rauch, Philipzen – Fockers, Picard

Tore: 1:0 Heine (7.), 1:1 Kassen (22./Eigentor), 2:1 Schulz (43)., 3:1 Kowalski (64.)

Gelbe Karte: Wohlfahrt / -

Zuschauer: 1.027 am Samstagvormittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Essen)


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