Daniel Didavi im Zweikampf mit Kyriakos Papadopoulos.
09.12.2017
Männer

Torloses Remis

Die Wölfe entführen einen Zähler aus Hamburg.

Daniel Didavi im Zweikampf mit Kyriakos Papadopoulos.

In einer ereignis- und chancenarmen Partie holte der VfL Wolfsburg ein 0:0 und damit einen Auswärtszähler beim Hamburger SV. Bei schwierigen Witterungsverhältnissen gelang es keinem der beiden Kontrahenten, sich den entscheidenden Treffer zu erarbeiten. Bereits am kommenden Dienstag sind die Grün-Weißen erneut gefordert, wenn es in der heimischen Volkswagen Arena gegen RB Leipzig geht (Anstoß um 18.30 Uhr).

Arnold kehrt zurück

VfL-Cheftrainer Martin Schmidt änderte seine Startformationen gegenüber dem starken 3:0 gegen Gladbach auf zwei Positionen: William ersetzte den erkrankten Gian-Luca Itter. Dazu kehrte Maximilian Arnold nach Rot-Sperre zurück und verdrängte Yannick Gerhardt auf die Bank. HSV-Coach Markus Gisdol wechselte nach dem 0:0 von Freiburg ebenfalls doppelt: Statt Gotoku Sakai und Bobby Wood begannen Walace und Tatsuya Ito.

Defensiv geprägter Start ohne Hochkaräter

Der HSV kam deutlich besser aus den Startlöchern als die Wölfe. Nach sechs Minuten waren die Gastgeber bereits dreimal gefährlich im VfL-Strafraum aufgetaucht. Doch eingreifen musste VfL-Keeper Koen Casteels weder beim Kopfball von Kyriakos Papadopoulos nach Freistoß (2. Minute), noch beim abgeblockten Schussversuch von Wallace (5.) oder dem deutlich zu hoch angesetzten Schlenzer Dennis Diekmeiers (6.). Nachdem die erste Druckphase der Elbstädter überstanden war, hatte die Schmidt-Elf bei inzwischen eingesetztem Schneeregen das Geschehen in der Folge zwar besser im Griff und übernahm nun verstärkt Spielanteile, ohne jedoch ihrerseits zum Torabschluss zu kommen. Eine schöne William-Flanke, die Mario Gomez am langen Pfosten nur haarscharf verpasste (18.), blieb die einzige vielversprechende Strafraumszene. Von den Hamburgern kam in der defensiv geprägten Partie inzwischen offensiv ebenfalls nicht mehr viel, so dass die von langen Bällen und nur wenigen Kombinationen geprägte erste halbe Stunde ohne Hochkaräter blieb.

Arp und Jung verfehlen knapp

Das änderte sich in Minute 31: Jann-Fiete Arp wurde plötzlich auf die Reise geschickt, tanzte noch Felix Ohis Uduokhai aus, um mit seinem Linksschuss vom rechten Strafraumeck dann nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei zu zielen. Und nur zwei Minuten später fehlte erneut nur wenig, als Gideon Jung, von Filip Kostic im Rücken der Abwehr eingesetzt, das linke Kreuzeck verfehlte. Weiterhin fehlte der Begegnung spielerischer Glanz, beide Kontrahenten neutralisierten sich und das Geschehen spielte sich zumeist im Zentrum weit weg von den Gefahrenzonen ab. So ging es nach einer chancenarmen Hälfte folgerichtig torlos in die Kabinen.

Viele Ballverluste – kein Spielfluss

Bei gleichbleibenden schwierigen Witterungsverhältnissen mit Schneeregen ging es ohne Wechsel auf beiden Seiten weiter. Torchancen blieben auch weiterhin Mangelware. Die Hausherren bemühten sich erfolglos, Torgefahr hinauf zu beschwören, die Grün-weißen konzentrierten sich auf eine massierte Defensive und warteten auf Kontergelegenheiten. 56 Minuten dauerte es bis zum ersten Torschuss der Wölfe, Josuha Guilavoguis Fernschuss ging aber weit vorbei. Weiterhin hatten beide Teams deutlich zu viele Ballverluste und kleine Fouls zu verzeichnen, als dass ein wirklicher Spielfluss die Zuschauer hätte erwärmen können. Auch nach einer Stunde hatte noch keiner der beiden Torhüter eingreifen müssen.

Casteels verhindert Diekmeiers Premierentor

Casteels war dann der erste der beiden, der nach 69 Minuten erstmals seine ganze Klasse beweisen musste, als Diekmeier vom rechten Strafraumeck zum Abschluss kam. Der VfL-Keeper parierte aber glänzend und konnte somit das allererste Bundesligator der HSV-Rechtsverteidigers verhindern. Kurz darauf war Casteels bei einer scharfen-Arp-Hereingabe erneut vor der heranstürmenden Aaron Hunt zur Stelle (73.). Pünktlich zur Schlussphase hörte der Regen auf, der HSV erhöhte nun noch einmal den Druck und schien nun dem Siegtreffer näher als die Gäste. Doch auch Hunts Freistoßschlenzer aus aussichtsreicher Position landete über dem Kasten (78.). Auf der anderen Seite verpasste Gomez eine feine Hereingabe des eingewechselten Paul-Georges Ntep am langen rechten Pfosten dann nur haarscharf (85.). Letztendlich sollte es aber keinem der Nordklubs mehr gelingen, den entscheidenden Lucky Punch zu setzen.

Hamburger SV: Mathenia – Diekmeier, Papadopoulos, Mavraj, Douglas Santos – Jung, Wallace (78. Ekdal), Ito (60. Waldschmidt), Hunt, Kostic – Arp (83. Hahn)

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Uduokhai, Brooks, Wiilliam – Guilavogui, Arnold, Origi (56. Ntep), Didavi (90.+1 Osimhen), Malli (78. Gerhardt) – Gomez

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Dieckmeier, Kostic / Ntep, William

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 45.226 im Hamburger Volksparkstadion

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