Die Wölfe Gerhardt und Roussillion wollen den Ball vor den Spielern von FC Augsburg erwischen.
27.10.2019
Männer

Tabellen­führung verpasst

Die Wölfe trennen sich am 9. Spieltag torlos vom FC Augsburg.

Die Wölfe Gerhardt und Roussillion wollen den Ball vor den Spielern von FC Augsburg erwischen.

Der VfL Wolfsburg musste sich am Sonntagnachmittag in der heimischen Volkswagen Arena mit einem torlosen Remis gegen den FC Augsburg zufriedengeben. In einer Partie auf insgesamt durchwachsenem Niveau entwickelten die Grün-Weißen letztlich zu wenig Ideen, um zumindest zwischenzeitlich die Tabellenführung zu übernehmen. Immerhin bleibt das Team Oliver Glasners in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Für die Wölfe geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Bevor es am kommenden Samstag, 2. November, zum schwierigen Liga-Auswärtsspiel in Dortmund geht, wartet auf die Grün-Weißen bereits am kommenden Mittwoch, 30. Oktober, das DFB-Pokal-Heimspiel gegen die Roten Bullen aus Leipzig (Anstoß um 18.30 Uhr).

Neues VfL-Quartett

Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden im Europa-League-Gruppenspiel bei der KAA Gent warf VfL-Chefcoach Oliver Glasner die Rotationsmaschine an und tauschte sein Personal an vier Stellen: Nach wochenlangem Ausfall (Muskelfaserriss Adduktoren) durfte Innenverteidiger John Anthony Brooks sein Comeback feiern, Robin Knoche nahm dafür auf der Bank Platz. Ebenso wie Renato Steffen, Joao Victor und der unter der Woche leicht angeschlagene Maximilian Arnold. Für das Trio rückten Jerome Roussillon, Felix Klaus und Yannick Gerhardt in die Startformation der Grün-Weißen. Gäste-Trainer Martin Schmidt entschied sich im Vergleich zum überraschenden 2:2 gegen Bayern München nach dem Ausfall von Reece Oxford (Infekt) für einen Systemwechsel und brachte Alfred Finnbogason als offensive Unterstützung für Florian Niederlechner. Zudem ersetzte der wiedergenesene Kapitän und Ex-Wolf Daniel Baier Jan Moravek (Bank) im Zentrum. 

Unser VfL Wolfsburg Spieler Felix Klaus ist im Zweikampf mit einem Spieler von Augsburg um den Ball.

Chancen auf beiden Seiten, aber kein Ertrag

Im Wissen, dass die Wölfe mit einem Heimdreier zumindest bis zum Ende des zweiten Sonntagsspiels die Tabellenführung würden übernehmen können, übernahmen sie sofort die Initiative, doch Williams erster Kopfballversuch nach Roussillon-Flanke landete in den Armen von FCA-Keeper Tomas Koubek (3.). In der Folge sollte sich dann zunächst ein offener Schlagabtausch entwickeln, in dem beide Kontrahenten ihre Chancen erhielten. Gleich zweimal schaffte es Klaus nicht, das Leder aus aussichtsreicher Position im Augsburger Kasten unterzubringen, zunächst scheiterte Wolfsburgs Nummer 11 am Tschechen im Gästetor (8.), dann verzog er deutlich (10.). Auch die beiden Kopfballversuche durch den aufgerückten Brooks (17., 22.) landeten über dem Augsburger Gehäuse. Doch auch die Fuggerstädter versteckten sich ihrerseits keinesfalls und tauchten wiederholt vor dem VfL-Kasten aus. Die beste Gelegenheit vereitelte Pavao Pervan gegen den durchgebrochenen Ruben Vargas (9.). Auch Niederlechner sorgte zweimal für Gefahr: Sein zu druckloser Schuss in Minute 16 wurde zur sicheren Beute des VfL-Keepers, kurz darauf landete ein Kopfball des Augsburger Topscorers auf dem VfL-Tornetz (18.). Nach einer ereignisreichen, aber torlosen Anfangsphase beruhigte sich die Partie merklich, Brandherde in den Strafräumen entstanden nun kaum noch. So ging es folgerichtig torlos in die Katakomben.

Die Wolfsburger Guilavogui, Gerhardt und William stehen nach dem Spiel auf dem Platz.

Viel Leerlauf und ein Abseitstreffer

Zunächst ging es ohne personelle Wechsel weiter, aber auch ohne wirklich gefährliche Strafraumszenen. Sowohl der Abschluss Williams (47.) als auch der Niederlechners (50.) misslang komplett. Es war weiterhin zu spüren, dass die heutige Partie sicherlich keine für Fußball-Feinschmecker war, zu wenig gelungene Kombinationen wurden angeboten, zu viel Stückwerk und Ungenauigkeiten prägten das Geschehen auf dem Rasen. So sollte Williams Schrägschuss aus der Distanz, der am langen Eck vorbeirauschte, die bis zur Schlussviertelstunde gefährlichste Szene in Durchgang zwei bleiben (60.). Mit den Einwechslungen von Victor und Lukas Nmecha versuchte Glasner noch einmal offensive Impulse zu setzen. Letzterem gelang es immerhin, den einen oder anderen Freistoß zu ziehen. So auch in der 76. Minute, als er 22 Meter vor Koubeks Kasten gelegt wurde. Doch William zirkelte diesen genau in die Arme des FCA-Schlussmanns. Auf der gegenüberliegenden Seite musste dann auch ein Standard herhalten, um Pervan noch einmal zu fordern. Der Österreicher tauchte bei Marco Richters Freistoß ab und begrub die Kugel unter sich (80.). Als vieles bereits für ein torloses Remis sprach, schien plötzlich Victor den Bann gebrochen zu haben, als er eine Flanke des eingewechselten Arnold aus sechs Metern verwerten konnte. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler entschied nach Ansicht der Video-Bilder auf eine Abseitsstellung des Brasilianers und annullierte den vermeintlichen Siegtreffer (84.). Somit verpassten es die Wölfe letztlich, die Tabellenführung zu übernehmen.

VfL Wolfsburg: Pervan – Brooks, Bruma, Tisserand –  William, Guilavogui, Gerhardt (83. Arnold), Roussillon, Klaus (60. Victor), Brekalo (71. Nmecha) – Weghorst  

FC Augsburg: Koubek – Lichtsteiner, Jedvai, Uduokhai, Max – Khedira, Baier (83. Gouweleeuw), Richter, Vargas (71. Iago) – Niederlechner, Finnbogason (77. Cordova)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Fehlanzeige 

Zuschauer: 22.630 am Sonntagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Alle Infos zur Partie im Matchcenter

Wölfe TV: Die PK in voller Länge

Wölfe TV: Die Stimmen der Spieler


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