Bruno Labbadia motiviert sein Team von der Seitenline aus, klatscht in die Hände.
15.09.2018
Männer

„Stolz, zweimal so zurückzukommen“

Die Trainerstimmen zum 2:2 des VfL gegen Hertha.

Bruno Labbadia motiviert sein Team von der Seitenline aus, klatscht in die Hände.

In einer Partie mit „brutaler Intensität“ stand zwischen den Wölfen und den Berlinern am Ende ein in der Entstehung hoch dramatisches 2:2 zu Buche. Letztlich konnten beide Teams angesichts des Spielverlaufs mit der Punkteteilung leben, auch wenn Hertha-Cheftrainer Pal Dardai mit der Elfmeter-Entscheidung vor dem 1:1 haderte. Sein Gegenüber Bruno Labbadia zeigte sich dagegen nicht nur von dem starken Auftritt seiner Schützlinge, sondern vor allem von deren Moral beeindruckt.

Bruno Labbadia: Es hat Spaß gemacht, unserer Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit zuzusehen. Es sind zwei Arten von Fußball aufeinandergetroffen. Mein Respekt dafür, wie eingespielt die Herthaner sind, wie sie die Räume geschickt zugestellt haben und wie schwierig sie zu bespielen sind. Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit top gemacht haben. Wir haben den Ball gut laufen lassen, hatten ein gutes Positionsspiel und eine gute Verlagerung. Trotzdem sah man dann daran, wie sie cool geblieben sind, die besondere Qualität von Hertha. Es freut mich total und macht mich stolz, wie wir zweimal zurückgekommen sind – und das mehr als verdient. Wir sind zufrieden mit dem Punkt, hätten aber auch einen Dreier holen können. Zufrieden können wir zu diesem Zeitpunkt auch mit den sieben Punkten aus drei Spielen sein. Die nehmen wir mit, ebenso wie die gute Erkenntnis, dass die Mannschaft nach dem 1:2 nicht nur mit spielerischen Mitteln reagieren hat müssen, sondern mit langen Bällen. Manchmal brauchst du eben auch die Brechstange. Als Fußballfan hat das einfach Spaß gemacht, zwei Mannschaften mit solch brutaler Intensität zu sehen.

Pal Dardai: Beide Teams sollten zufrieden sein mit einem attraktiven Bundesliga-Spiel und jeweils einem Punkt. In der ersten Halbzeit hat Wolfsburg großes Tempo mit Ball gemacht, wir haben gut verschoben und gestanden. Wenn wir uns dann befreit haben, konnten wir immer ganz gute Aktionen starten. Dann führst du 1:0 in der zweiten Halbzeit – und in dem Moment, wo Wolfsburg öffnen muss, kommt eine Elfmeter-Entscheidung, der nach meiner Sicht nicht mal ein Foulspiel vorherging. Entweder hätten wir Freistoß kriegen müssen oder aber der Schiedsrichter lässt weiterlaufen. So ist das Leben – aber in diesem Moment waren Wolfsburg und die Zuschauer wieder da. Dann machen wir das clevere Tor von Ondrej Duda – Respekt dafür, sein Name ist nicht umsonst „Number 10“, er ist ein schlauer Junge – und führen 2:1. Als Trainer und Ex-Spieler wusste ich aber, dass das Spiel damit nicht beendet war. In Anbetracht der Tatsache, dass Rune Jarstein bei vielen Wolfsburger Torchancen gut gehalten hat, muss ich sagen: Wir sind zufrieden mit sieben Punkten und dem Weiterkommen im Pokal.

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