10.04.2021
Männer

Frankfurt mit besserem Ende

Wölfe verlieren dramatisches Spitzenspiel mit 3:4.

Im direkten Duell im Kampf um die Plätze der Königsklasse verloren die Wolfsburger am Samstagnachmittag bei Eintracht Frankfurt mit 3:4 (1:2). In einer über 90 Minuten temporeichen Partie und mit einem spielbestimmenden VfL nutzte die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner ihre Möglichkeiten nicht und musste den effizienteren Hessen den Vortritt lassen. Ridle Baku brachte die Wölfe bereits in der sechsten Spielminute in Führung, doch es folgte postwendend die Antwort der Hausherren durch Daichi Kamada, der mit einem Flachschuss zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich traf (8.). Trotz weiterer Möglichkeiten und mehr Torabschlüssen auf Seiten der Wolfsburger, ging die effektive SGE vor der Pause in Führung. Luka Jovic erzielte das 2:1 (27.). Nach dem Seitenwechsel war sofort Wout Weghorst zur Stelle. Mit seinem abgefälschten Schuss markierte er das 2:2 (46.). Die Niedersachsen machten nach wie vor das Spiel und die Frankfurter die Tore. Andre Silva und Erik Durm trafen zum 3:2 (54.) sowie 4:2 (61.). Kurz vor dem Ende fiel der dritte Treffer für den VfL durch ein Eigentor von Tuta (85.). Am Ende gewann die SGE mit 4:3. Am 29. Spieltag begrüßen die Grün-Weißen den Rekordmeister aus München. Die Partie am Samstag, 17. April, wird um 15.30 Uhr in der Volkswagen Arena angepfiffen. 

Ohne Änderungen in der Startelf

Nach dem 1:0-Erfolg zu Hause gegen den 1. FC Köln sah Glasner keinen Grund seine Startelf zu ändern und schickte die gleiche Elf wie am vergangenen Samstag aufs Feld. Eintracht-Coach Adi Hütter nahm nach dem Sieg in Dortmund einen Wechsel vor. Kamada begann für Amin Younes, der vorerst auf der Bank Platz nahm.

Baku mit links zum frühen 1:0

Die Wölfe starteten mit einer tollen Offensivaktion ins Spiel, als Xaver Schlager die Kugel auf Yannick Gerhardt durchsteckte, der Mittelfeldmann beim Abschluss aber im Abseits stand (4.). Keine zwei Minuten später folgte der nächste sehenswerte VfL-Angriff. Über Maximilian Arnold kam der Ball zu Weghorst und der Niederländer legte die Kugel auf Baku ab, der aus 20 Metern mit links ins flache Eck zur 1:0-Führung traf (6.). Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Im Sechzehner der Grün-Weißen wurde der völlig freistehende Kamada von Durm bedient und netzte aus zwölf Metern zum 1:1-Ausgleich ein (8.). Die Partie hatte einen hohen Unterhaltungswert, beide Mannschaften agierten mit viel Tempo und Druck zum Tor – es blieb wenig Zeit zum Luft holen. Die Niedersachsen erarbeiteten sich Chance um Chance und um ein Haar hätte Baku seinen Doppelpack geschnürt, doch im Fünfmeterraum bekam der U21-Nationalspieler das Leder nicht im Kasten der Frankfurter unter (19.).

Jovic bringt Hausherren in Führung

Das heutige Duell wurde im Vorfeld als Spitzenspiel ausgerufen und beide Teams erfüllten die hohen Erwartungen. Nach den frühen Toren drehten die Frankfurter die Partie. Silva hatte sich auf rechts gegen Maxence Lacroix durchgesetzt und flankte im letzten Moment nach innen auf Jovic. Da Kevin Mbabu einen Schritt zu spät kam und Koen Casteels gegen den Schuss aus neun Metern keine Chance hatte, hieß es 2:1 für die Eintracht (27.). Trotz des Rückstands machten die Wölfe weiter Dampf und erarbeiteten sich dank ihrer großen Spielfreude weitere Möglichkeiten. Acht Torschüsse gab es bereits auf das Gehäuse des Gastgebers, der wiederum drei Torschüsse abgab und daraus zwei Treffer erzielte, sodass die Hessen mit dieser effektiven Ausbeute und einer glücklichen Führung in die Pause gingen.

Weghorst braucht 37 Sekunden

Der zweite Durchgang begann so wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Gerade einmal 37 Sekunden waren gespielt, das zappelte das Leder erneut im Netz. Dieses Mal hatte Baku auf Weghorst abgelegt und nachdem Frankfurts Stefan Ilsanker den Abschluss des VfL-Goalgetter abfälschte, landete der Ball unhaltbar für Kevin Trapp im Eintracht-Tor zum verdienten 2:2 (46.). Erneut machten die Wölfe das Spiel und drückten auf den nächsten Treffer. Doch auch dieses Mal war die Freude der Grün-Weißen nicht von langer Dauer. Nach einem Ballverlust schickte Kamada rechts Silva, der platziert ins lange Eck zur erneuten Führung der Frankfurter traf und mit dem 3:2 sein 23. Saisontor erzielte (54.). Auf der anderen Seite hatte John Anthony Brooks mit dem Kopf wieder eine gute Möglichkeit, traf den Ball aber nicht richtig (57.). Erneut machten es die Hausherren besser und nutzten auch ihre nächste Chance. Nachdem Silva nur den rechten Pfosten traf, nahm sich Durm den Abpraller und erzielte das 4:2 (61.). Der VfL versuchte es weiter (Roussillon, Philipp, Brooks, Weghorst), aber die Gegentreffer drei und vier hatten nun doch ihre Spuren hinterlassen. Frankfurt verteidigte seinen Vorsprung, wartete auf Konter und machte es noch einmal spannend. Nach einem weiten Pass des eingewechselten Marin Pongracic, versuchte Tuta gegen Philipp zu retten, spitzelte die Pille aber über den rechten Innenpfosten ins eigene Tor (85.). Was für eine Dramatik. Die Grün-Weißen drängten mit allem, was sie hatten, auf den Ausgleich, doch der Gastgeber hatte das bessere Ende für sich.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Tuta, Ilsanker, Ndicka – Sow, Rode (89. Hasebe), Durm (89. Chandler), Kamada (90. Zuber), Kostic – Silva, Jovic (83. Younes)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix (66. Pongracic), Brooks, Roussillon – Schlager (89. Ginczek), Arnold, Baku, Gerhardt (66. Białek), Brekalo (72. Philipp) – Weghorst

Tore: 0:1 Baku (6.), 1:1 Kamada (8.), 2:1 Jovic (27.), 2:2 Weghorst (46.), 3:2 Silva (54.), 4:2 Durm (61.), 4:3 Tuta (85./ET)

Gelbe Karten: N'Dicka, Kamada, Rode / Mbabu, Arnold

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

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