Renato Steffen im Zweikampf beim Spiel gegen den FC Salzburg
20.10.2021
Männer

Drei Gegentore sind zu viel

Wölfe verlieren in der Königsklasse mit 1:3 beim FC Salzburg.

Renato Steffen im Zweikampf beim Spiel gegen den FC Salzburg

Am dritten Spieltag der UEFA Champions League hat der VfL Wolfsburg seine erste Niederlage einstecken müssen. In Gruppe G gastierten die Grün-Weißen beim FC Salzburg und unterlagen dem österreichischen Meister mit 1:3 (1:1). In der Anfangsphase der Partie presste der Gastgeber extrem hoch, lief konsequent an und erwischte die Niedersachsen mit seinem schnellen Umschaltspiel auf dem falschen Fuß. Shootingstar Karim Adeyemi nutzte eine Unachtsamkeit in der Wolfsburger Defensive aus und traf bereits in der dritten Spielminute zum 1:0 (3. Spielminute). Mit einer Standardsituation kam der VfL zurück in die Partie. Nach einer Ecke von Maximilian Arnold traf Lukas Nmecha per Kopf zum etwas überraschenden Ausgleich, der den Wölfen aber mehr Sicherheit verlieh (15.). Nach einer guten Stunde hatten die Niedersachsen in der Defensive jedoch wieder jede Menge zu tun – ohne bis dato in der zweiten Halbzeit selbst einen Torschuss abgegeben zu haben. Der Doppelschlag durch Noah Okafor (65./77.) besiegelte die 1:3-Niederlage der Grün-Weißen.

Der VfL schließt die englische Woche mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg ab. Am Samstag, 23. Oktober, ist die Mannschaft aus dem Breisgau zu Gast in der Volkswagen Arena (Anstoß ist um 15.30 Uhr). Das Rückspiel gegen den FC Salzburg findet bereits am 2. November statt. Die Partie in Wolfsburg beginnt um 18.45 Uhr.

Personal 

Nach der 0:2-Auswärtsniederlage bei Union Berlin gab es in der Startformation vier Veränderungen. Maxence Lacroix agierte für Sebastiaan Bornauw, außerdem rückte Aster Vranckx für den gesperrten Josuha Guilavogui auf die Doppelsechs. Für Maximilian Philipp und Luca Waldschmidt spielten Ridle Baku und Renato Steffen von Beginn an. Bei den Hausherren wechselte Coach Matthias Jaissle nach dem 1:1 in der österreichischen Liga gegen Altach zweimal. Brenden Aaronson und Adeyemi standen für Nicolas Capaldo und Junior Adamu in der ersten Elf.

Spielverlauf 

Der amtierende österreichische Meister machte sofort Druck und spielte aggressiv auf. Mit dem Express-Fußball der Salzburger kamen die Wölfe in den Anfangsminuten nicht zurecht und kassierten durch Adeyemi bereits kurz nach dem Anpfiff das 0:1 (3.). Damit hat die Mannschaft aus der Mozartstadt im dritten Spiel der Königsklasse auch erstmals aus dem Spiel heraus getroffen und hätte kurz darauf den zweiten Treffer markieren können. Doch Stürmer Okafor traf per Dropkick nur die Latte (12.). Und plötzlich machte der VfL den Ausgleich. Nach einer Ecke von Arnold stand Lukas Nmecha im Fünfmeterraum richtig und köpfte zum 1:1 ein (15.). Nach dem Ausgleich hatten sich die Grün-Weißen in die Partie gekämpft und stabilisierten sich in der Defensive. Die Hektik der Anfangsphase verflachte, dennoch war die Begegnung unterhaltsam. Der VfL erarbeite sich Chancen, wobei Salzburgs Keeper Philipp Köhn eine Roussillon-Flanke aus der Luft pflücken musste, allerdings bei einem wuchtigen Steffen-Abschluss, der nur knapp über den Querbalken ging, nicht eingreifen musste. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Nmecha die Führung auf dem Fuß. Der U21-Europameister bekam einen zweiten Ball und wollte aus neun Metern einschieben. Doch Maximilian Wöber warf sich in dessen Schuss und rettete somit in höchster Not (39.). Der letzte Abschluss gehörte Luka Sucic. Casteels parierte den Schuss des 19-jährigen Kroaten aber ganz stark mit dem Fuß (41.). Nach der Pause pendelte sich das Spielgeschehen zwischen den beiden Strafräumen ab. Doch nach einer guten Stunde legten die Salzburger wieder zu. Adeyemi und Sucic prüften Casteels, der jeweils zur Stelle war. Die Wölfe konnten dagegen noch keinen Torschuss in der zweiten Halbzeit abgeben – was sich rächen sollte. Nach einem Eckball von Aaronson kam der Ball zu Okafor, der am schnellsten reagierte und aus fünf Metern zum 2:1 traf (65). Fast mit der identischen Aktion erzielte der Salzburger Angreifer seinen zweiten Treffer. Auch dieses Mal wurde er im Fünfmeterraum allein gelassen und konnte den Ball problemlos ins Netz befördern (77.). Nach dem Wiederanpfiff mangelte es den Wölfen an offensiven Aktionen, allerdings agierten sie auch in der Defensive zu fehlerhaft, so dass es in Salzburg nichts zu holen gab. Mit ihrem Heimsieg bauten die Hausherren die Tabellenführung aus und distanzieren sich mit fünf Punkten Vorsprung zum VfL.

Die Wölfe versuchen sich im Spiel gegen Salzburg durchzusetzen.

Trainerstimmen

Mark van Bommel: In den ersten drei Minuten waren wir überhaupt nicht aufmerksam und kommen gleich in Rückstand. Danach haben wir das gemacht, was wir besprochen haben. Wir haben ein gutes Aufbauspiel gemacht, Seitenwechsel gespielt und machen somit verdient das 1:1. In der zweiten Halbzeit machen wir nicht mehr das, was wir im ersten Durchgang gemacht haben. Wir spielen öfter den langen Ball, kommen nicht mehr zu Chancen und kassieren dann durch zwei Standards die Gegentreffer, die man so nicht verteidigen kann und deswegen verlieren wir 3:1.

Matthias Jaissle: Es war eine sehr temporeiche Partie. Wir haben fast über 90 Minuten unsere Art und Weise von Fußball auf den Platz gebracht, so dass es in der Höhe ein verdienter Sieg war. Ich bin extrem stolz darauf, wie die Mannschaft es gemacht hat. Vor allem nach dem Ausgleichstor war das eine reife Leistung. Die Spieler haben nicht zurückgesteckt, sondern in der zweiten Halbzeit gefühlt noch einmal ein paar PS mehr auf die Straße gebracht. Das bringt uns viel Selbstvertrauen. Heute waren wir nah an einhundert Prozent von dem, wie ich mir unseren Fußball vorstelle.

Tore

1:0 Adeyemi (3. Minute): Kalte Dusche: Nicolas Seiwald macht ordentlich Tempo und treibt die Kugel voran. Der Mittelfeldmann sieht halblinks Adeyemi und schickt ihn auf die Reise. Der U21-Nationalspieler ist in dem Moment wacher als Mbabu und klaut ihm den Ball. Allein auf Koen Casteels zulaufend schiebt er zum 1:0 für den Gastgeber ein.

1:1 Nmecha (15. Minute): Ein ganz wichtiges Tor: Nach einem Eckball von Arnold ist Nmecha in der Box nicht optimal gedeckt und nutzt das eiskalt aus. Der Neuzugang hat einen guten Laufweg, steigt am höchsten und verlängert die Hereingabe per Kopf ins lange Eck.

2:1 Okafor (65. Minute): Und wieder die Führung: Im Anschluss einer Ecke spitzelt Rasmus Kristensen die Kugel gleich durch zwei Wolfsburger zu Okafor. Der Angreifer schaltet im Fünfmeterraum am schnellsten und überwindet Casteels aus kurzer Distanz.

3:1 Okafor (77. Minute): Das ist die Vorentscheidung: Wieder stimmt die Zuordnung im VfL-Strafraum nicht und wieder schaltet Okafor am schnellsten. Völlig unbedrängt kann er die Pille mit rechts ins Tor schieben.

Aufstellungen und Statistiken

FC Salzburg: Köhn – Kristensen, Onguene, Wöber (72. Bernardo), Ulmer (86. Guindo) – Sucic, Aaronson, Camara (66. Capaldo), Seiwald – Okafor (86. Simic), Adeyemi (86. Adamu)

Ersatz: Mantl (Tor), Walke (Tor), Ludewig, Okoh, Bernede, Diambou, Kjaergaard

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon (70. Otavio) – Vranckx, Arnold, Baku (70. F. Nmecha), Lukebakio, Steffen – L. Nmecha              

Ersatz: Klinger (Tor), Pervan (Tor), Bornauw, van de Ven, Philipp, Ginczek

Tore: 1:0 Adeyemi (3.), 1:1 Nmecha (15.), 2:1 Okafor (65.), 3:1 Okafor (77.)

Gelbe Karten: Camara, Capaldo /Mbabu, Arnold

Schiedsrichter: Daniele Orsato (ITA)

Zuschauer: 29.520 Zuschauer (ausverkauft) am Mittwochabend in der Red Bull Arena

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