Die VfL-Wolfsburg-Spieler Jerome Roussillon und Kevin Mbabu rutschen auf den Knien über den Rasen und jubeln.
29.08.2021
Männer

Leipzig bezwungen

Die Wölfe schlagen die sächsischen Bullen mit 1:0 und bleiben ohne Punktverlust.

Die VfL-Wolfsburg-Spieler Jerome Roussillon und Kevin Mbabu rutschen auf den Knien über den Rasen und jubeln.

Zum Abschluss des 3. Spieltags ist es dem VfL gelungen, erstmals in der Klubgeschichte auch das dritte Spiel zum Auftakt einer Spielzeit zu gewinnen. Der stark erkämpfte 1:0 (0:0)-Erfolg gegen RB Leipzig, sichergestellt durch den Goldenen Treffer Jerome Roussillons (52.), bedeutete gleichzeitig den ersten Sieg gegen die Bullen  nach acht erfolglosen Versuchen in Folge. Trotz Tabellenführung gab es einen bitteren Wermutstropfen: Xaver Schlager musste mit einer möglicherweise schweren Knieverletzung raus (70.) Nach der nun folgenden Länderspielpause geht es für Grün-Weiß in der Liga am Samstag, 11. September, mit der Auswärtspartie beim Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth weiter (Anstoß um 15.30 Uhr)

Personal

Never change a winning team: Beide Cheftrainer bauten auf exakt dieselbe Startformation, die jeweils am vergangenen Wochenende bereits begonnen hatte. Keine personellen Veränderungen also bei den Wölfen nach dem 2:1-Erfolg bei Hertha, die dort am späten Siegtreffer beteiligten Lukas Nmecha und Josip Brekalo nahmen beide zunächst auf der Bank Platz. Neuzugang Luca Waldschmidt stand noch nicht im Kader. Und auch RB-Chefcoach Jesse Marsch vertraute seiner Erfolgself vom souveränen 4:0-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart.

Die Spieler des VfL Wolfsburg bilden einen Kreis.

Spielverlauf

Die Gäste imponierten zu Beginn mit extrem hochstehender Ausrichtung und zwangen die Wölfe so zu dem einen oder anderen Abspielfehler. Nach einigen Minuten Anlaufzeit gewann Grün-Weiß aber immer größere Passsicherheit und Spielkontrolle. Der erste Torschuss nach 13 Minuten wurde dann auch gleich gefährlich, Ridle Bakus Schlenzer wurde von RB-Keeper Peter Gulacsi aber übers Tor gedreht. Während der VfL offensiv zumindest noch zu einer weiteren Halbchance kam (23. Schlager), ließ die konzentrierte Defensive der van-Bommel-Elf lange überhaupt nichts zu. Dann musste Wölfe-Kapitän Koen Casteels bei Christopher Nkunkus Drehschuss (37.) und Andre Silvas Kopfball (39.) allerdings gleich zweimal seine Klasse unter Beweis stellen. Eine Partie mit vielen intensiven Mittelfeldgefechten ging somit torlos in die Pause – und das durchaus leistungsgerecht. In Halbzeit zwei sollte sich das ändern. Mit dem frühen 1:0 durch Roussillon (52.) im Rücken drückten die Hausherren auf die Vorentscheidung, die Wout Weghorst aber – allein auf Gulacsi zulaufend und zu hoch zielend – vergab (58.). Eine noch bitterere Schrecksekunde folgte dann in der 69. Minute: Der einmal mehr starke Schlager musste verletzt mit dick badagiertem Knie raus, Josuha Guilavogui ersetzte den Österreicher. Nichtsdestotrotz hielt die van-Bommel-Elf ihren Gegner bis zum Ende geschickt weit weg vom eigenen Tor, lediglich bei Willi Orbans eher glücklichem Abschluss hatte man Glück (78.). Somit gelingt den Wölfen ihr erster Sieg im neunten Versuch in Folge gegen die Sachsen. Zudem bedeutet der dritte Sieg nacheinander zum Auftakt einer Saison einen neuen Vereinsrekord.

Tor

1:0 Roussillon (52. Minute): Die Führung für den VfL! Tolle Balleroberung – und dann geht es schnell. Renato Steffen serviert die Kugel von links scharf nach innen, Gulacsi kann nur nach vorne abklatschen. Und da kommt Jerome Roussillon angerauscht und versenkt das Leder mit seinem starken linken Fuß in den Maschen!

VfL-Wolfsburg-Spieler Jerome Roussillon schießt den Ball aufs Leipziger Tor und trifft zum 1:0.

Trainerstimmen

Mark van Bommel: Die ersten fünf bis zehn Minuten gingen an Leipzig. Da haben sie es gut gemacht und haben die Bälle im Mittelfeld gewonnen. Deswegen hatten sie mehr Kontrolle im Spiel, die wir dann aber übernommen haben. Bis zu dem sehr gefährlichen Konter von Leipzig – und dann war bis zur Halbzeitpause die Kontrolle wieder weg. In der zweiten Halbzeit schießen wir dann nach einem sehr guten Angriff mit Seitenwechsel das 1:0, wo „Rouss“ den Ball reinschießt – und ich weiß gar nicht, warum er an der Stelle stand. Aber das ist eben auch diese Mannschaft, dass alle immer nach vorne wollen, um Tore zu schießen. Deswegen steht „Rouss“ da. Danach müssen wir das 2:0 machen. Wenn Wout den Ball reinschießt, dann ist der Deckel zu. Das ist ein technischer Fehler, aber man kann ihm da überhaupt nichts vorwerfen. Die Arbeit, die er geleistet hat, war überragend – so wie die der gesamten Mannschaft. Leipzig ist so eine gute Truppe, die können aus dem Nichts ein Tor schießen. Aber wir haben ja auch noch Koen, einen Top-Torhüter. Am Ende haben wir gekämpft und alles dafür getan, uns den Sieg zu erarbeiten. Xaver Schlager wird untersucht, bei ihm müssen wir abwarten.

Jesse Marsch: Das war ein richtiger Kampf. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass Wolfsburg eine richtig gute und intensive Mannschaft ist, gegen die wir die Zweikämpfe und Duelle gewinnen müssen. Besonders in der ersten Halbzeit war das nicht gut genug. Wir waren auch nicht dynamisch und gefährlich genug vorne. Sicher hat Wolfsburg aber auch gut verteidigt. Außer in fünf Minuten nach dem Tor waren wir relativ stabil im Spiel. Es ist schön, dass wieder Normalität einkehrt in den Stadien. Aber wir müssen auswärts besser spielen und mehr Kontrolle haben, damit die gegnerischen Fans nicht so viel Leidenschaft in das Spiel bringen können. Kompliment an Wolfsburg! Sie haben richtig gut gespielt und hart gekämpft.

VfL-Wolfsburg-Trainer Mark van Bommel breitet die Arme Aus, ballt die Hände zu Fäusten und jubelt.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon – Schlager (70. Guilavogui) , Arnold – Baku, Philipp (78. . Nmecha), Steffen (88. Marmoush) – Weghorst

Ersatz: Pervan (Tor), Bornauw, Gerhardt, Vranckx, Mehmedi, Brekalo

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Simakan (86. Mukiele), Gvardiol – Adams (86. Kampl), Haidara (59. Laimer), Szoboszlai (68. Poulsen), Forsberg, Nkunku – Silva (86.Brobbey)

Ersatz: Martinez (Tor), Henrichs, Raebiger, Wosz

Tor: 1:0 Roussillon (52.)

Gelbe Karten: Steffen, Schlager, Guilavogui, Roussillon / Gvardiol, Adams

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauende: 12.058 in der Volkswagen Arena

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