Die Spieler klatschen sich ab.
11.09.2021
Männer

Tabellen­führung verteidigt

Wölfe gewinnen 2:0 bei Greuther Fürth.

Die Spieler klatschen sich ab.

Mit einer grundsoliden Vorstellung setzte sich der VfL Wolfsburg am Samstagnachmittag bei Greuther Fürth mit 2:0 (1:0) durch. Lukas Nmecha nutzte die erste Chance und sorgte mit seinem Treffer in der zehnten Spielminute für die frühe Führung. Die Grün-Weißen hatten die Partie über die gesamte Spieldauer im Griff, ließen den Ball sicher laufen und standen hinten erneut äußerst stabil. Erst in der Schlussphase der Begegnung hatte der Aufsteiger den Ausgleich auf dem Fuß, als Dickson Abiama mit einem Seitfallzieher das VfL-Gehäuse anvisierte – Keeper Koen Casteels aber glänzend parierte (87.). Goalgetter Wout Weghorst setzte vom Elfmeterpunkt den Schlusspunkt (90.). Dank des Auswärtssieges feierten die Wölfe ihren vierten Sieg in Folge und bleiben in der Bundesliga Spitzenreiter. Bereits am Dienstag, 14. September, starten die Niedersachsen in die aktuelle Champions-League-Saison. Die Partie beim französischen Meister OSC Lille wird um 21 Uhr angepfiffen. Am Sonntagabend, 19. September, gibt es bei der Begegnung mit Eintracht Frankfurt ein Wiedersehen mit Ex-Coach Oliver Glasner (Anstoß um 19.30 Uhr).

Personal

Im Vergleich zum letzten Bundesligaauftritt vor zwei Wochen nahm VfL-Cheftrainer Mark van Bommel gleich fünf Veränderungen vor. Statt Kevin Mbabu, John Anthony Brooks, Jerome Roussillon, Xaver Schlager und Renato Steffen standen Sebastiaan Bornauw, Josuha Guilavogui, Yannick Gerhardt, Luca Waldschmidt und Nmecha in der ersten Elf. Auch der Gastgeber wechselte seine Startformation durch. Sebastian Griesbeck, Cedric Itten, Nick Viergever und Jetro Willems liefen gegen den VfL von Beginn auf.

Spielverlauf

Die Wölfe starteten aktiv in die Partie und kombinierten sich sofort in den Strafraum der Gäste. Gleich die erste richtige Aktion wurde belohnt, als der VfL erneut Druck auf die Fürther Defensive machte, der es nicht gelang, entscheidend zu stören, sodass Nmecha in der zehnten Spielminute zum 1:0 für die Grün-Weißen traf (10.). Mit der Führung im Rücken übernahm der VfL mehr und mehr die Spielkontrolle, während die Hausherren kaum Zugriff auf die Partie hatten. Somit waren die Verhältnisse klar verteilt, die Kontermöglichkeiten der Gäste trugen allerdings noch keine Früchte. Auch in der Defensive wussten die Wolfsburger beim Liga-Neuling wieder zu überzeugen. Neben den spielerischen Vorteilen ließ der VfL keine nennenswerte Aktion der Hausherren zu. Nach dem Seitenwechsel änderte sich der Spielverlauf nur wenig. Die Wölfe waren optisch weiterhin überlegen. Nach einer Stunde kam der erste Schuss der Kleeblätter auf das Tor von VfL-Keeper Koen Casteels. Der Belgier hatte jedoch beim Versuch von Itten keine Probleme (60.). Auf der anderen Seite probierte es Nmecha mit dem Außenrist, der aber im letzten Moment geblockt wurde (65.). Schließlich feierte Dodi Lukebakio sein Debüt im Trikot der Grün-Weißen. Coach Van Bommel brachte den belgischen Nationalspieler in der Schlussphase für Maximilian Philipp in die Partie. Kurz vor Ende der Begegnung waren die Fürther auf einmal dem Ausgleich ganz nah, als Abiama mit einem Fallrückzieher Casteels überwinden wollte, der die Pille aber über die Querlatte lenkte (87.). Nahezu mit dem Schlusspfiff setzte Weghorst den Endpunkt. Nach einem Foul an Waldschmidt pfiff Schiedsrichter Robert Hartmann Elfmeter, den der Holländer sicher zum 2:0-Endstand verwandelte (90.).

Wout Weghorst jubelt mit seinen Mitspielern.

Tore

  • 1:0 Nmecha (10. Minute): Erste Chance genutzt: Der Tabellenführer ist sofort hellwach und zeigt seine ganze Klasse. Nach einem druckvollen Angriff bekommt der Aufsteiger den Ball nicht aus seinen Reihen und so landet die Kugel über Weghorst bei Nmecha. Der U21-Europameister steht frei und tunnelt Fürths Keeper Sascha Burchert.

  • 2:0 Weghorst (90. Minute, FE): Endstand vom Punkt: Nach einem Foul von Griesbeck geht Waldschmidt zu Boden. Referee Hartmann zeigt sofort auf den Punkt. Elfmeter für die Wölfe! Weghorst verlädt Burchert und trifft trocken ins linke Eck.

Besonderheiten

VfL-Keeper Koen Casteels hat gegen Greuther Fürth sein 200. Bundesligaspiel absolviert. An seinem Jubiläumstag verteidigte der Kapitän mit seiner Mannschaft die Tabellenführung.

Trainerstimmen

Mark van Bommel: Ich bin sehr froh, weil wir in vier Partien zwölf Punkte geholt haben. Heute haben wir ein gutes Spiel, in dem wir viel Ballbesitz hatten, abgeliefert. Allerdings haben wir nicht viele Chancen herausgespielt. Der vorletzte Pass war nicht so gut. Aber die Angriffe vor dem ersten Tor und dem Elfmeter haben mir sehr gefallen. Wir haben mit Geduld gespielt, das heißt, im richtigen Moment, die richtige Entscheidung zu treffen. Das haben wir gemacht, in dem wir konzentriert verteidigt haben und nicht in Panik geraten sind. Greuther Fürth hatte physisch starke Leute, die viel mit langen Bällen gespielt haben. Ich denke, dass nicht viele Mannschaften hier gewinnen werden. Fürth ist eine Mannschaft, die man nur schwer schlagen kann. Deswegen bin ich doppelt froh, dass wir drei Punkte geholt haben.

Stefan Leitl: Ich bin auch zufrieden – nicht mit dem Ergebnis, aber mit der Art und Weise, wie wir uns heute präsentiert haben. Ich finde, es war eine deutliche Leistungssteigerung zum letzten Spiel in Mainz. Wir haben auch sehr gut verteidigt. Beide Schüsse, die auf unser Tor gegangen sind, waren leider drin. Aber das wird der Weg sein, um in der Bundesliga bestehen zu können. Ich bin davon überzeugt, wenn wir diese Leistung Woche für Woche aufs Feld bekommen, dann sind wir auch unangenehm zu bespielen. In gewissen Phasen brauchen wir das nötige Glück, wie heute kurz vor Schluss, um das 1:1 zu machen. Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen. Auf der anderen Seite müssen wir uns bei Standards mehr konzentrieren, so dass unsere Bälle besser kommen und wir mehr daraus machen. Kurz: Unsere Leistung war gut, das Ergebnis leider nicht.
 

Mark van Bommel gibt Anweisungen vom Spielfeldrand.

Aufstellungen und Statistiken

Greuther Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Bauer, Viergever, Willems (67. Barry) – Griesbeck, Seguin, Green (60. Christiansen), Nielsen (79. Leweling) – Hrgota (68. Abiama), Itten

Ersatz: Funk (Tor), Dudziak, Fein, Sarpei, Tillman

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku (67. Mbabu), Lacroix (74. Brooks), Bornauw, Gerhardt – Guilavogui, Arnold, Waldschmidt, Philipp (67. Lukebakio), Nmecha (81. Steffen) – Weghorst

Ersatz: Pervan (Tor), Roussillon, Mehmedi, Vranckx, Ginczek

Tore: 1:0 Nmecha (10.), 2:0 Weghorst (90./FE)

Gelbe Karten: Seguin / Weghorst, Baku, Lukebakio

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 8.740 am Samstagnachmittag im Sportpark Ronhof

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

Wölfe TV: Die PK nach dem Spiel

Wölfe TV: Die Stimmen zur Partie


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