25.11.2021
Männer

„Realistische Chance, zu punkten“

VfL-Chefcoach Florian Kohfeldt vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund.

Nach der 0:2-Niederlage in der Champions League beim FC Sevilla erwarten die Wölfe am Samstag, 27. November, Borussia Dortmund in der Volkswagen Arena (Anpfiff um 15.30 Uhr). Auch die Gäste aus dem Ruhrpott mussten in der Königsklasse eine Niederlage einstecken und können das Achtelfinale durch die Pleite in Lissabon nicht mehr erreichen. Hoffentlich dienen die Grün-Weißen da nicht als willkommener Aufbaugegner. Denn die Bilanz gegen den BVB sieht für die Niedersachsen alles andere als rosig aus. Seit der Saison 2015/2016 holte der VfL nur einen Punkt gegen die Schwarz-Gelben und in den letzten neun Partien blieben die Wolfsburger ohne eigenen Torerfolg. Wie VfL-Cheftrainer Florian Kohfeldt diese Serie einschätzt, darüber sprach er gemeinsam mit VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer am Nachmittag in der Pressekonferenz vor der Partie ebenso wie über…

… die Verarbeitung des Sevilla-Spiels: Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen und deswegen ist unser Blick auf die Partie gegen Dortmund gerichtet. Wir haben in der Champions League am Dienstagabend kein Top-Spiel gemacht, trotzdem war es vom Ergebnis her ein enges Spiel. Mit Sicherheit war es nicht das Spiel, das wir wollten. Denn wir haben nach vorn zu wenig kreiert, gerade im Ballbesitz haben wir es nicht gut gemacht. Dennoch wurden wir nicht an die Wand gespielt. Sevilla hatte nicht Chance um Chance. Wir sind in der Ausgangslage, dass wir am letzten Spieltag gegen Lille zu Hause das Achtelfinale in der Champions League aus eigener Kraft erreichen können. Wir haben die Partie aufgearbeitet und Sevilla liegt hinter uns. Gegen Dortmund wollen wir wieder die richtige Mischung finden: aus Anspannung, aber auch den Fokus darauf richten, was wir inhaltlich machen wollen. Deswegen bin ich für die Partie gegen den BVB total positiv gestimmt und bin mir sicher, dass wir eine sehr gute Leistung bieten und somit eine realistische Chance haben, zu Hause zu punkten.

... den Gegner: Mit Sicherheit haben die Dortmunder unter der Woche nicht den schönsten Tag gehabt, dennoch ist in diesem Team extrem viel Qualität. Ich freue mich auf das Spiel, weil es auf beiden Seiten viel individuelle Qualität gibt, was dann hoffentlich auch zu guten Mannschaftsleistungen führt. Wir können nicht darauf bauen, dass Dortmund in irgendeiner Form angeschlagen ist. Das Team wird hier viel Wut im Bauch haben.

… die Doppelbelastung zwischen Bundesliga und Königsklasse: Ich bin überzeugt davon, dass wir absolut in der Lage sind, beide Wettbewerbe zu spielen. Wir können die eine oder andere Position tauschen und mit frischen Kräften versehen. Wir haben einen sehr guten Fitnesszustand, daher ein großes Kompliment an die medizinische Abteilung und alle Kollegen drumherum. Ich glaube, dass die Konstellation in dieser englischen Woche auch keine besondere mentale Herausforderung birgt. Jeder will doch sofort zeigen, dass wir am Samstag da sind. Deswegen mache ich mir um eine mögliche Doppelbelastung keine Sorgen.

…über die Torgefahr der Wölfe: Natürlich muss es grundsätzlich unser Ziel sein, mehr Tore zu schießen. Allerdings kann ich nur den Zeitraum bewerten, seitdem ich als Trainer hier bin. Da haben wir in einem Spiel kein Tor geschossen, in einer Partie einen Treffer erzielt und in drei Begegnungen zwei Tore geschossen – gegen Salzburg, Leverkusen und Bielefeld. Es ist also nicht so, dass wir gar keine Chancen kreieren. Für den Zeitraum der letzten Wochen war Sevilla eher ein Ausreißer in die falsche Richtung.

…über BVB-Trainer Marco Rose: Wir haben zusammen den Fußball-Lehrer gemacht, seitdem kennen wir uns und sind immer in Kontakt geblieben. Er ist ein Top-Mensch mit einem tollen Charakter, mit dem ich mich auch unabhängig vom Fußball austausche. Auch als Trainer halte ich viel von ihm. Er hat immer wieder Lösungen parat und scheint viel Energie in eine Mannschaft bringen zu können. Ich halte ihn für einen absoluten Top-Trainer in Deutschland und schätze ihn sehr.

... das Personal: Wir sind körperlich gut durch diese Woche gekommen. Bis auf die Langzeitverletzten steht nur hinter dem Einsatz von Renato Steffen ein Fragezeichen. Aber es gibt die Chance, dass er für den Kader zur Verfügung stehen könnte. 

VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer über…

…die Serie gegen den BVB: Dortmund als Angstgegner zu bezeichnen, ist Quatsch. Für uns ist die Begegnung eine Herausforderung. Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Leistung abrufen werden – das habe ich in den Gesprächen mit den Jungs gespürt. Gerade im Nachgang vom Sevilla-Spiel nehmen sie sich jetzt viel vor und haben vor dem BVB keine Angst.

…einen Vergleich zwischen dem VfL und dem BVB: Grundsätzlich halten wir es so, uns nicht mit anderen Klubs zu vergleichen. Zumal wir auch einen gänzlich anderen Weg gehen als Borussia Dortmund. Unsere Strategie ist relativ klar, indem wir Arbeit und Entwicklung mit Leben füllen und uns Jahr für Jahr für den internationalen Wettbewerb qualifizieren wollen. Nach wie vor sind wir auf einem guten Weg und haben aktuell in der Bundesliga und der Champions League unsere Ziele vor Augen. Wir wissen, dass es harter Arbeit bedarf und sind gewillt, unsere Leistungen zu bestätigen.

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