VfL Trainer Oliver Glasner auf dem Spielfeld.
08.11.2019
Männer

„Paroli bieten“

Wölfe wollen am Sonntag gegen Bayer Leverkusen wieder zurück in die Erfolgsspur finden.

VfL Trainer Oliver Glasner auf dem Spielfeld.

Nach dem 1:3 in der Europa League gegen die KAA Gent besteht beim VfL Wolfsburg momentan nicht die Gefahr, dass sich die Spieler zu viele Gedanken über die kleinere Negativserie machen, denn bereits am kommenden Sonntag, 10. November (Anstoß um 15.30 Uhr), steht bereits die nächste Partie an. Die Grün-Weißen empfangen in der Volkswagen Arena Bayer 04 Leverkusen, das nach zehn gespielten Bundesliga-Partien auf Platz zehn der Tabelle rangiert. Vor dem Duell mit der Werkself sprach VfL-Cheftrainer Oliver Glasner über…

…die Aufarbeitung des Gent-Spiels: Wir haben heute viel mit den einzelnen Spielern, aber auch mit der Mannschaft gesprochen. Um auch im Training diese Einigkeit zu zeigen, sind wir alle zusammen laufen gegangen. Über Gespräche haben wir versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, warum es uns derzeit nicht gelingt nach den fußballerisch wohl besten ersten 20 Minuten seitdem ich hier bin und aus dem Führungstreffer, die nötige Ruhe und Kraft zu schöpfen, um das Spiel konsequent durchzuziehen. Wir sind auf Ursachenforschung gegangen und haben auch den einen oder anderen Grund gefunden.

…die Offensive: Momentan bringen wir nicht die nötige Effizienz auf den Platz. Wir hatten auch gegen Gent eine Vielzahl an klaren Torchancen und konnten nur eine davon nutzen. Mir würde die Offensive Sorgen bereiten, wenn wir zu keinen Torchancen kämen. Ich vertraue aber meinen Spielern und bleibe positiv, dass sie die Chancen bald wieder kaltblütig verwerten.

…die Abwehrarbeit in den vergangenen Spielen: In der Defensive war es nun wieder so, dass wir mit dem ersten Torschuss den ersten Gegentreffer bekommen haben. Das ist bei uns wieder ein bisschen in Mode gekommen. Auch gestern war es aber nicht so, dass wir eine Vielzahl an Möglichkeiten zugelassen haben. Zuletzt haben wir mal nach einer Standardsituation, mal nach einem zweiten Ball und mal nach einem schnell ausgeführten Freistoß Gegentreffer kassiert. Wir wollen als Mannschaft wieder etwas besser verteidigen und es dem Gegner schwerer machen, in die Zone zu kommen, in der er dann torgefährlich sein kann.

…das, was nun passieren muss: Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden. Es ist eine abgedroschene Phrase, aber am Ende des Tages geht es darum, wieder mal ein Erfolgserlebnis einzufahren. Wir versuchen, eine bessere Stimmung aufzubauen, was gerade nicht so einfach ist. Wir tun aber alles dafür. Es ist nicht die erste Phase meiner Karriere, in der ich ein paar Spiele am Stück mal nicht gewinne oder gar verliere. Im Endeffekt gilt es, gestärkt aus dieser Situation zu kommen. Wenn wir gemeinsam rauskommen, wissen wir, dass wir auch schwierige Spiele bestehen können.

…die Personallage: Bei Admir Mehmedi und Koen Casteels sieht es sehr gut aus und läuft in die richtige Richtung. Es ist durchaus auch denkbar, dass Daniel Ginczek und Xaver Schlager schon die eine oder andere Übung in der Länderspielpause mit der Mannschaft mitmachen. Unsere medizinische und Reha-Abteilung hat tolle Arbeit geleistet. Es ist schön, wenn die Spieler wieder auf dem Platz stehen. Für Leverkusen reicht es bei ihnen aber noch nicht. Josip Brekalos Einsatz ist zudem noch etwas fraglich. Er hat nach einem Foul einen starken Bluterguss und konnte heute auch nicht bei der Laufeinheit dabei sein.

…den Gegner: Leverkusen ist schon so in Form, wie man es erwartet hat. Es gehört zu den Mannschaften, die den meisten Ballbesitz in der Liga haben. Das Team hat unglaublich viel Qualität nach vorne, hat Tempo und sehr spielfreudige Spieler. Vielleicht hat es das immer etwas auf Kosten der Defensive praktiziert, was sich nun aber in der Champions League gegen Atletico Madrid geändert hat, da es etwas abwartender agiert hat. Für uns ist es wieder eine gute Chance, zu zeigen, dass wir auch Paroli bieten können, obwohl wir etwas angeknockt wurden.

Wölfe TV: Die PK in voller Länge

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