15.10.2020
Frauen

Mit Geduld und Lockerheit

Vor der nächsten Abstellungsphase empfangen die VfL-Frauen den MSV Duisburg.

Eine Woche nach dem 1:1-Unentschieden beim SC Freiburg wollen die Frauen des VfL Wolfsburg wieder dreifach punkten: Der Tabellenzweite der FLYERALARM Frauen-Bundesliga empfängt am kommenden Sonntag, 18. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), den elftplatzierten MSV Duisburg im AOK Stadion. Tickets sind online im Wölfeshop erhältlich. Nach dem Spieltag geht es mit einer weiteren Abstellungsphase weiter, sodass die Wölfinnen in der Liga erst wieder am Freitag, 6. November (Anstoß um 19.15 Uhr/live auf Eurosport und Magenta Sport), in Potsdam gefordert sind. Bereits am Samstag, 31. Oktober (Anstoß um 14 Uhr/live auf Wölfe TV), steht das Zweitrunden-Spiel des Titelverteidigers im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum auf dem Programm.

Zebras mit US-Verstärkungen

Essen, Meppen, Sand und jetzt Duisburg: Auch im vierten Saison-Heimspiel sehen sich die Wölfinnen höchstwahrscheinlich einer Mannschaft gegenüber, die ihr Heil in der Defensive suchen wird. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet warten noch auf ihren ersten Saisonsieg und stehen auf einem Abstiegsplatz. Aus den Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Meppen, Leverkusen und Sand gab es nur einen Zähler, zuletzt unterlagen die Zebra-Frauen trotz zweimaliger Führung gegen Potsdam (2:3). Dabei ist das Team von Trainer Thomas Gerstner in der Transferperiode nicht untätig gewesen: Dank der Partnerschaft mit seinem US-amerikanischen Ausstatter hat Duisburg in Taylor Kornieck und Jorian Baucom zwei Spielerinnen aus den USA verpflichten können. Baucom zählte in der Partie gegen Potsdam gleich zu den Torschützinnen. Die Wolfsburgerinnen sind also durchaus gewarnt, wenngleich der Fokus wie immer auf dem eigenen Spiel statt auf dem Gegner liegt, wie VfL-Cheftrainer Stephan Lerch betont. In der Presserunde vor dem Spiel sprach der Coach über…

… die Personalsituation: Bei Alex Popp müssen wir von Tag zu Tag schauen, die Schmerzen sind noch da. Sie wird auch nicht zur Nationalmannschaft reisen, das ist jetzt auch klar. Ansonsten ist die Situation unverändert. Sara Doorsoun macht gute Fortschritte, aber sie hat noch kein individuelles Training absolviert. Da müssen wir uns noch etwas gedulden, aber vielleicht kann sie dieses Jahr noch einmal einsteigen. Fridolina Rolfö hat bislang nur individuell trainiert, aber wir müssen weiter sensibel mit der Situation umgehen. Sie wird auch nicht zur Nationalmannschaft reisen, sodass wir die Zeit nutzen werden, sie in der Pause weiter aufzubauen. Almuth Schult ist seit einigen Tagen wieder im Mannschaftstraining. Es ist schön, sie wieder auf dem Platz zu haben, aber auch bei ihr schauen wir nur von Woche zu Woche – sie war schließlich über ein Jahr raus.

…den Gegner: Duisburg wird sicherlich sehr defensiv ausgerichtet sein, da könnte durchaus wieder der Mannschaftsbus im Strafraum geparkt werden. In München haben sie im 5-4-1-System mit Kornieck als Stoßstürmerin gespielt. Sie lebt sehr von der Physis, da müssen wir wach sein.

…den Matchplan: Wir wollen den Druck hochhalten, bis Duisburg diesem nicht mehr standhalten kann. Der Gegner wird sich in jeden Ball reinhauen, so wie es Freiburg auch getan hat. Da bleibt dann auch mal ein Schuss hängen, das bleibt nicht aus. Dennoch müssen wir immer wieder anlaufen und versuchen, unsere Möglichkeiten zu nutzen. Klar ist, dass wir nach dem 1:1 in Freiburg eine Reaktion zeigen müssen und wieder auf die Siegerstraße zurückkehren wollen. Dabei sind aber auch Geduld und eine gewisse Lockerheit gefragt.

…die Kapitänin im Duisburg-Spiel: Wir haben ja ein, zwei Spielerinnen, die schon lange im Verein sind und diese Verantwortung schon übernommen haben. Wie wir es lösen werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht fest.

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