Die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln den Sieg.
22.03.2018
Frauen I

Klare Verhältnisse

Wölfinnen schlagen SK Slavia Prag im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse deutlich mit 5:0.

Die Frauen des VfL Wolfsburg bejubeln den Sieg.

Der Grundstein für den Einzug ins Halbfinale der UEFA Women᾽s Champions League ist gelegt: Mit einem deutlichen 5:0 (3:0)-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse sorgten die VfL-Frauen gegen den tschechischen Vertreter SK Slavia Prag für klare Verhältnisse für das Rückspiel. Vor 1.326 Zuschauern im AOK Stadion erzielten Pernille Harder (12. Minute, 58.), Caroline Hansen (13.) Sara Gunnarsdottir (39.) und Ewa Pajor (85.) die Treffer für die Wölfinnen.

Zwei Änderungen in der Startelf

Nachdem die Liga-Partie am vergangenen Wochenende beim FF USV Jena aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen ausfiel, tauschte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf im Vergleich zum Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den SC Sand lediglich auf zwei Positionen. Für die in der Königsklasse nicht spielberechtigten Neuzugänge Ella Masar und Kristine Minde begannen die zuletzt leicht angeschlagenen Pernille Harder und Lara Dickenmann.

Harder bricht den Bann

Direkt vom Anstoß weg gaben die Grün-Weißen einen extrem hohen Takt vor. So kam Hansen schon nach zwei Minuten zur ersten Chance. Eine Hereingabe von Harder konnte sie jedoch nur noch mit der Fußspitze berühren, so dass es nicht gefährlich wurde für die Gäste. 120 Sekunden später war es dann Harder, die ein Zuspiel von Tessa Wullaert knapp am Tor vorbeischoss. Immer noch in der Anfangsphase bekam die Dänin aber noch eine weitere Möglichkeit, die sie eiskalt nutzte. Durch die Beine von Barbora Votikova traf sie zum 1:0 (12.). Die VfL-Fans hatten noch gar nicht aufgehört, die Führung zu feiern, da konnten sie schon wieder jubeln. Hansen verwandelte auf Vorlage von Dickenmann zum 2:0 (13.).

Gunnarsdottir legt nach

Auch anschließend ließen die Wölfinnen nicht locker. Harder scheiterte allerdings mit zwei Abschlüssen an der jeweils gut reagierenden Prager Torfrau (24., 28.). Kurz vor dem Seitenwechsel fiel dann dennoch der dritte Wolfsburger Treffer. Eine Hereingabe rutschte durch zu Gunnarsdottir, die aus wenigen Metern keine Probleme hatte, das Leder über die Linie zu schieben (39.). Mit dem 3:0 ging es dann auch in die Kabinen. Trotz des Drei-Tore-Vorsprungs starteten die VfL-Frauen danach auch in die zweiten 45 Minuten mit viel Schwung. Wullaert scheiterte zunächst aber allein auf Votikova zu laufend (50.).

Duell um den Ball im spiel der Frauen Champions League.

Harder erzielt Doppelpack

Wunderschön machte es dann Harder. Erst verpasste sie zwar ein Anspiel auf ihre Offensivkolleginnen, sah jedoch, dass Slavias Torhüterin etwas zu weit vor dem Kasten stand. Von der Strafraumkante setzte sie einen traumhaften Lupfer an, mit dem sie zum 4:0 traf (58.). Die eingewechselte Zsanett Jakabfi und Alexandra Popp hätten anschließend das Ergebnis ausbauen können, vergaben ihre Gelegenheiten aber jeweils knapp (71., 72.). So hätten die Gäste aus Prag mit ihrer einzigen Chance fast noch den Ehrentreffer erzielt. Petra Divisovas Kopfball klärte Popp aber noch vor der Linie (76.). Die letzte Aktion des Spiels gehörte daher den Wölfinnen. Isabel Kerschowski sah Pajor, die mit dem 5:0 den Endstand herstellte (85.). Das Viertelfinal-Rückspiel steht dann in der kommenden Woche am Mittwoch, 28. März (Anstoß um 18 Uhr), in der tschechischen Hauptstadt an.

„Gute Ausgangslage für das Rückspiel“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir wollten von Anfang an das Tempo hochhalten – und das ist uns ganz gut gelungen. Der Gegner hatte wenig Zugriff auf unser Spiel. Wir haben uns zudem einige Torchancen herausspielen können. Dass wir die ersten beiden Tore dann kurz hintereinander erzielen konnten, hat unserem Spiel gutgetan. Im Anschluss haben wir im letzten Drittel die eine oder andere Entscheidung nicht so gut getroffen. Wir haben es nicht gut ausgespielt und die letzte Konsequenz hat gefehlt, ein weiteres Tor zu erzielen. In der zweiten Halbzeit ist es uns dann gelungen, nachzulegen. Unterm Strich haben wir dem Gegner kaum Raum gelassen. Deswegen haben wir mit diesem Ergebnis eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir, Popp – Hansen (80. Pajor), Dickenmann (57. Jakabfi) – Wullaert (65. Kerschowski), Harder

SK Slavia Prag: Votikova – Chlastakova (80. Dedinova), Bartovicova, Pincova, Bartonova – Svitkova, Krejcirikova (67. Penickova) – Divisova, Szewieczkova, Jessen – Kozarova (83. Necidova)

Tore: 1:0 Harder (12.), 2:0 Hansen (13.), 3:0 Gunnarsdottir (39.), 4:0 Harder (58.), 5:0 Pajor (85.)

Gelbe Karten: - / -

Schiedsrichterin: Florence Guillemin (Frankreich)

Zuschauer: 1.326 am Donnerstagabend im AOK Stadion

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