U23-Spieler Yannik Möker und Luca Horn jubeln und schlagen sich die Hände ein.
12.10.2019
Akademie

Doppelter Doppelpack

Horn und Karamoko treffen jeweils zweifach beim 5:1-Sieg gegen den FC St. Pauli II.

U23-Spieler Yannik Möker und Luca Horn jubeln und schlagen sich die Hände ein.

Ein deutlicher Erfolg auf dem Papier, ein Arbeitssieg auf dem Platz: Die U23 des VfL Wolfsburg konnte gegen die Zweitvertretung des FC St. Pauli einen 5:1 (1:1)-Erfolg und damit den dritten Sieg in Folge feiern. Torgefährlich zeigten sich die Jungwölfe allerdings erst zum Ende der Partie. Die Kiezkicker waren früh im AOK Stadion durch Serkan Dursun in Führung gegangen (7. Minute). Kurz vor der der Halbzeitpause schaffte Luca Horn den Ausgleich für Grün-Weiß (45.). Im zweiten Durchgang erzielte Mamoudou Karamoko die Wolfsburger Führung (66.), woraufhin sowohl Horn (79.) als auch Karamoko (80.) ihren Doppelpack schnürten. Den fünften Wölfe-Treffer lieferte Omar Marmoush (89.). In Wolfsburg werden die Jungwölfe erst wieder im November um Punkte kämpfen, denn zunächst stehen zwei Auswärtspartien auf dem Jungwölfe-Plan. Am kommenden Sonntag, 20. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), treten die Grün-Weißen bei der Zweitvertretung von Holstein Kiel an, am darauffolgenden Freitag, 25. Oktober (Anstoß um 19 Uhr), geht es für die Ziehl-Elf zum TSV Havelse. 

Ausgleich kurz vorm Pausenpfiff

Während die Wölfe gleich zu Beginn der Partie versuchten, die Lücke in der Abwehrreihe des Gegners zu finden, nutzte St. Pauli die dadurch entstandenen Räume und ging in Führung. Serkan Dursun, der von der U19 in die wegen der Abstellungsphase personell geschwächte Mannschaft in die Startelf rückte, schoss zentral aus kurzer Distanz auf das Wölfe-Tor. VfL-Keeper Phillip Menzel kam zwar noch an das Leder heran, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Die Jungwölfe – hier fehlten die Stammkräfte John Iredale und Tim Siersleben wegen Länderspielnominierungen – taten sich nach dem Dämpfer schwer, Lösungen gegen den hochmotivierten und zweikampfstarken Gegner zu finden. Die beste erste Möglichkeit erarbeitete sich Karamoko, der aus spitzem Winkel Pauli-Torhüter Leon Schmidt zu einer Parade zwang (22.). Zum Ende der ersten Halbzeit drücken dann allerdings eher die Gäste vom Hamburger Kiez auf den zweiten Treffer und ließen nun eine Lücke in der Abwehr, die die Jungwölfe gleich ausnutzen. Julian Justvan wurde in den Sechzehner geschickt, zog ab, traf allerdings nur das Aluminium. Den Abpraller wusste Teamkollege Horn zu nutzen und brachte den Ball sicher im Tor unter – 1:1.

Drei Wölfe-Tore nach gehaltenem Foulelfmeter 

Im zweiten Durchgang zeigten sich nun dominanter auftretende Grün-Weiße, die die Euphorie des Ausgleichtreffers gleich in eine Führung umwandeln wollten. Charles-Jesaja Hermann kam zu aussichtsreichen Situationen, doch zuerst kam er mit seiner Fußspitze nicht mehr an den in den Strafraum fliegenden Ball heran (48.), wenig später scheiterte er an Kiez-Keeper Schmidt, der den Ball auf das Tornetz lenkte (56.). Zehn Minuten später stellte sich der Pauli-Torhüter auch Hermanns Sturmkollege Karamoko in den Weg, der im Strafraum die gesamte Hamburger Abwehr hinter sich ließ und abzog. Schmidt ließ jedoch abprallen und legte somit dem Wölfe-Stürmer den 2:1-Führungstreffer ungewollt vor (66.). Nur wenige Minuten später rückte Schmidt wieder in den Spielmittelpunkt als er den alleine heranstürmenden Omar Marmoush im Strafraum foulte – Elfmeter für die Jungwölfe. Michele Rizzi scheiterte jedoch an dem stark parierenden FCSP-Keeper (71.). Das wollten die Grün-Weißen allerdings nicht auf sich sitzen lassen und so waren es wiederum Horn (79.) und Karamoko (80.), die beide nach langen Pässen unbedrängt innerhalb einer Minute ins Tor einschoben. Neun Minuten später hämmerte Marmoush einen Distanzschuss in die Pauli-Maschen und markierte somit den 5:1-Endstand (89.).

„Haben eine sehr gute Reaktion gezeigt“

Rüdiger Ziehl: Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht unser wahres Gesicht gezeigt. Wir sind zu wenig in die Zweikämpfe reingegangen, haben zu wenig investiert. Wir sind viel hinterhergelaufen, weil St. Pauli das in der ersten Halbzeit auch einfach ordentlich gemacht hat. Wir haben dann aber zu einem günstigen Zeitpunkt das 1:1 gemacht. Es war wichtig, dass wir mit einem Unentschieden in die Pause gegangen sind. In der zweiten Halbzeit war unser Auftreten dann komplett anders. Die Abläufe haben viel besser funktioniert. Wir waren viel griffiger und wir hatten auch nur ganz wenige Ballverluste. Wir haben also eine sehr gute Reaktion gezeigt, eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt und uns mit den Toren belohnt. 
 
VfL Wolfsburg U23: Menzel – Klamt, Rizzi, Heuer – Hamadi, Justvan (46. May), Stach, Möker, Horn – Karamoko (83. König), Herrmann (69. Marmoush)

FC St. Pauli U23: Schmidt – Frahm, Senger, Kuyucu – Golke (61. Stark), Viet, Lee, Münzner– Sulejmani (69. Wieckhoff), Meißner – Dursun 

Gelbe Karten: -/Schmidt

Tore: 0:1 Dursun (7.), 1:1 Horn (45.), 2:1 Karamoko (66.), 3:1 Horn (79.), 4:1  Karamoko (80.), 5:1 Marmoush (89.)

Besondere Vorkommnisse: Schmidt hält Foulelfmeter (71.)

Zuschauer: 336 am Samstagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichter: Mario Birnstiel (Hannover)


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