VfL Wolfsburg Kapitän kämpft mit Arnold um den Ball gegen einen Spieler vom BVB.
02.11.2019
Männer

BVB-Zwischensprint bricht Serie

Die Wölfe kassieren beim 0:3 in Dortmund ihre erste Saisonniederlage in der Liga.

VfL Wolfsburg Kapitän kämpft mit Arnold um den Ball gegen einen Spieler vom BVB.

Der VfL hat am zehnten Spieltag seine erste Bundesliga-Saisonniederlage hinnehmen müssen. Bei Borussia Dortmund unterlag die Glasner-Elf durch einen Doppelschlag von Thorgan Hazard (52.) und Raphael Guerreiro (58.) sowie einen verwandelten Handelfmeter Mario Götzes am Ende zu deutlich mit 0:3 (0:0). Für die Wölfe gehen die Englischen Wochen ohne Verschnaufpause weiter: Nachdem am Donnerstag (7. November) in der heimischen Volkswagen Arena zunächst das Europa-League-Gruppenspiel gegen die KAA Gent ansteht (Anstoß um 21 Uhr), folgt am Sonntag (10. November) mit der Liga-Partie gegen Bayer 04 Leverkusen (Anstoß um 15.30 Uhr) bereits der nächste Heimauftritt, bevor es in die Länderspielpause geht.

Große Rotation nach Pokalspielen

Nach dem 1:6-Blackout im DFB-Pokal gegen Leipzig brachte VfL-Chefcoach Oliver Glasner ein neues Quartett. Anstelle von Kevin Mbabu, Yannick Gerhardt, Renato Steffen und Josip Brekalo (alle Bank) starteten John-Anthony Brooks, Kapitän Josuha Guilavogui (Gelb-Rot-Sperre im Pokal), Jerome Roussillon sowie erstmals auch Lukas Nmecha. Gegenüber Lucien Favre, der an diesem Samstag seinen 62. Geburtstag feiert, ließ das Personal der Hausherren nach dem 2:1-Pokalsieg gegen Gladbach sogar gleich fünfmal rotieren: Mats Hummels, Guerreiro, Mo Dahoud, Achraf Hakimi sowie Marco Reus verdrängten Dan-Axel Zagadou, Nico Schulz, Axel Witsel, Jadon Sancho und Jacob Bruun Larsen auf die Bank.

Nmecha an die Latte

Die Gastgeber agierten von Beginn an dominant und übernahmen die Spielkontrolle, während der in Blau auflaufende und in der Liga noch ungeschlagene VfL aus einer kompakten Defensive heraus auf Konter lauerte. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe Hakimi zum ersten Abschluss ansetzte, aber weit über den Kasten zielte. Gefährlicher war dann schon Julian Weigls Schlenzer eine Minute später, der am rechten Aluminium des Wolfsburger Gehäuses vorbeisegelte. Die beste Torgelegenheit im ersten Spielviertel sollten aber die Wölfe haben: Nmecha setzte sich bärenstark am rechten Flügel gegen Hummels durch und lupfte das Leder über den herausstürzenden BVB-Keeper Marwin Hitz an die Querlatte (22.). 

VfL Wolfsburg Spieler Nmecha voll im Schuss über den Torwart vom BVB, er trifft nur die Latte.

Kurioser Doppelwechsel und Brumas Großchance

Kuriose fünfminütige Unterbrechung und ein Doppelwechsel dann bereits nach einer knappen halben Stunde: Auf BVB-Seite musste Reus den Platz angeschlagen verlassen, Mario Götze ersetzte den Dortmunder Kapitän. Und auch der Unparteiische Tobias Welz räumte seinen Platz aufgrund von Wadenproblemen, der eigentliche Assistent Martin Thomsen übernahm dessen Rolle an der Pfeife. Sportlich ging es dann mit einem Freistoß Hakimis weiter, der letztlich aber keine Gefahr heraufbeschwören sollte (35.). Genauso wenig wie auf der anderen Seite ebenfalls zu hoch angesetzte Fernschussversuch Maximilian Arnolds (41.). Quasi mit dem Halbzeitpfiff sollten die Wölfe dann aber wortwörtlich haarscharf an der Führung vorbeischrammen: Brooks hatte eine Rechtsflanke per Kopf an den langen Pfosten verlängert, wo der ebenfalls aufgerückte Jeffrey Bruma die Kugel aber nicht in die Maschen, sondern hauchdünn links neben den Pfosten ans Außennetz drückte (45.+4) – die zweite nicht genutzte dicke VfL-Gelegenheit im ersten Durchgang.

BVB-Doppelschlag zur Vorentscheidung

Der BVB schien sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen zu haben. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Guerreiros scharfer Linksschuss den linken Giebel knapp verfehlte. In der 52. Minute gingen die Gastgeber dann aber mit ihrer nächsten Gelegenheit in Front: Hakimi bediente Hazard links im Strafraum – und der Belgier bewies all seine Klasse, in dem er das Spielgerät aus 13 Metern flach und platziert in die kurze Ecke setzte (52.). Nur sechs Minuten später holte sich der Torschütze dann zudem noch einen Assist, der die Vorentscheidung einleiten sollte: Hazard spielte links raus zu Guerreiro, der Pavao Pervan im VfL-Kasten per Flachschuss ins lange Eck zum 2:0 überwand (58.). Die Favre-Elf war nun heiß gelaufen und drängte auf die endgültige Entscheidung. Gleich zweimal musste Pervan all sein Können unter Beweis stellen, um zunächst gegen Hakimi und dann gegen Dahoud Schlimmeres zu verhindern (67.).

Götze vom Punkt 

Wie aus dem Nichts kamen dann aber plötzlich die Wölfe fast zurück: Joao Victor war vom inzwischen eingewechselten Felix Klaus perfekt in Szene gesetzt worden, scheiterte dann aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden Hitz (69.). Der VfL witterte noch einmal seine Chance und suchte den Anschluss. Doch auch bei Arnolds Direktabnahme fehlte das Glück, die Kugel strich knapp rechts vorbei (73.). Ebenso sollte der Kopfball von Joker Brekalo Hitz letztlich nicht mehr ins Schwitzen bringen (85.). Die Gastgeber ihrerseits hätten in der Schlussphase allerdings ebenfalls noch nachlegen können – gleich zweimal verpasste der starke Hazard seinen Doppelpack (80., 87). Zwei Minuten vor Spielende war die Partie dann aber endgültig gegessen, als Ersatz-Schiedsrichter Thomsen auf den Punkt zeigte, nachdem Julian Brandt den im Sechzehner weilenden Bruma aus kurzer Distanz an den ausgefahrenen Arm schoss. Götze verwandelte souverän und sorgte so für den letztlich zu deutlichen 3:0-Endstand.

Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro - Weigl, Dahoud (70. Witsel), Hakimi, Brandt (89. Alcacer), T. Hazard – Reus (28. Götze)

VfL Wolfsburg: Pervan – Tisserand (79. Brekalo), Bruma, Brooks –  William, Guilavogui, Arnold, Roussillon (89. Steffen), Nmecha (65. Klaus), Victor – Weghorst  

Tore: 1:0 T. Hazard (52.), 2:0 Guerreiro (58.), 3:0 Götze (88., HE)

Gelbe Karten: Weigl / Nmecha, Brooks, Tisserand

Zuschauer: 80.200 am Samstagnachmittag im Signal Iduna Park

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) / ab 28. Martin Thomsen (Kleve)

Alle Infos zur Partie im Matchcenter

Die Stimmen der Trainer

Wölfe TV: Die Stimmen der Spieler

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