03.08.2019
Männer

8:1-Schützenfest gegen Nizza

Die Wölfe bestehen letzten Härtetest mit Bravour.

Der VfL Wolfsburg hat bei seiner Generalprobe vor dem Pflichtspielstart einen 8:1 (2:1)-Kantersieg gegen den OGC Nizza eingefahren. Im AOK Stadion dominierten die Grün-Weißen den französischen Erstligisten nach Belieben. Neben dem Doppeltorschützen Yannick Gerhardt (75., 85.) konnten sich auch Felix Klaus (7.), Wout Weghorst (30.), Josip Brekalo (78.), Felix Uduokhai (97.), Renato Steffen per Foulelfmeter (107.) und Jeffrey Bruma (117.) in die Torschützenliste eintragen.

Casteels kehrt zurück

Nach langer Verletzungspause konnten die Wölfe wieder auf Koen Casteels zurückgreifen, der für Pavao Pervan zwischen die Pfosten zurückkehrte. Wie auch das jüngste 1:1-Testspiel gegen Union Berlin wurde die Partie im AOK Stadion über zweimal 60 Minuten ausgetragen. VfL-Coach Oliver Glasner tauschte zur Pause alle Feldspieler, um so seine Akteure über eine Stunde lang auf dem Platz zu sehen. Bekanntester Akteur in der Anfangself des letztjährigen Tabellensiebten der Ligue 1 war ihr Kapitän Dante, der in der Saison 2015/2016 33 Mal das grün-weiße Trikot trug.

Dante antwortet Klaus

Die Wölfe starteten bissig in den Härtetest, bereits ihr erster Abschluss sollte für die Führung sorgen: Nachdem Joao Victor an der Strafraumgrenze noch gestoppt werden konnte, setzte Klaus nach und platzierte das Leder unhaltbar für OGC-Keeper Yannis Clementia per Flachschuss neben den linken Pfosten (7.). Doch die südfranzösischen Gäste antworteten rasch. Nach einer knappen Viertelstunde war es ausgerechnet Dante, der zeigte, dass er nichts verlernt hat, was seine Torgefährlichkeit per Kopf angeht. Einen Freistoß Eddy Sylvestres von rechts wuchtete der Brasilianer mit seinem Wuschelkopf an die Unterkante der Latte, von wo das Leder in die VfL-Maschen sprang (14.). In Minute 25 musste Casteels dann Kopf und Kragen riskieren, um Ignatius Ganago die Kugel gerade noch vom Fuß zu stibitzen und Schlimmeres zu verhindern (25.)

Weghorst per Kopf, zweimal Aluminium

Dann übernahm aber wieder der VfL die Initiative. Weghorsts erster Kopfballversuch nach einer Arnold-Rechtsecke ging noch knapp rechts vorbei, bei seinem zweiten klingelte es dann erneut: Dieses Mal glänzte Klaus als Vorbereiter, dessen butterweiche Hereingabe von rechts der niederländische VfL-Goalgetter per Kopfballaufsetzer verwertete (30.). Auch nach der ersten Trinkpause blieben die Wölfe das aktivere Team und kamen durch Victor zu einem echten Hochkaräter. Nach missglückter OGC-Abseitsfalle scheiterte er aber freistehend an Clementia (41.). Kurz vor Halbzeitpfiff wurde es dann mit zwei Aluminiumtreffern nochmal turbulent. Nach einer Doppelchance durch Victor und Klaus, bei der die Latte letztlich den Treffer verhinderte (54.), visierte auf der anderen Seite kurz darauf Ganago den linken Pfosten an (55.).

Fast jeder Schuss ein Treffer

Mit zehn neuen Spielern auf dem Grün dauerte es im zweiten Durchgang bis zur 75. Minute, ehe es erstmals wieder gefährlich vorm Nizza-Gehäuse wurde – was gleichzeitig das 3:1 bedeutete und damit den Startschuss für ein folgendes Schützenfest markierte. Zunächst war Brumas Kopfball nach Rechtsecke noch von der Linie gekratzt worden, doch Gerhardt konnte Clementia überwinden (75.). Nur drei Minuten später musste der OGC-Keeper bereits wieder hinter sich fassen, als Brekalos Distanzversuch einschlug (78.). Nun hatte Nizza kaum noch etwas entgegenzusetzen, in der 85. Minute war es erneut Gerhardt, der aus zwölf Metern auf 5:1 erhöhte und damit seinen Doppelpack schnürte. Nach einer weiteren Doppelchance durch Brekalo (94., 96.) durfte auch nochmal Innenverteidiger Uduokhai ran, der eine Mehmedi-Hereingabe in die Maschen köpfte. Aber auch das sollte es noch nicht gewesen sein, die nun chancenlosen Südfranzosen mussten auch noch einen Foulelfmeter hinnehmen. Nachdem Gerhardt im Strafraum gelegt wurde, traf Steffen sicher vom Punkt (107.). Den Schlussakkord setzte dann Bruma mit einem Schuss aus dem Rückraum (117.).

„Sehr gut funktioniert“

Oliver Glasner: Das war ein super Auftritt heute. Viele Dinge, die wir besprochen und auch trainiert haben, haben heute sehr gut funktioniert. Aber wir können das schon richtig einordnen. Uns ist es natürlich lieber, die Testspielphase mit solch einem Ergebnis abzuschließen, trotzdem haben wir auch das eine oder andere gesehen, was wir analysieren müssen. So waren wir speziell Ende der ersten Halbzeit in der einen oder anderen Situation zu offen. Aber was wir auch sehen ist, dass die Jungs das, was wir uns vornehmen und trainieren, mit solch einem Engagement und einer solchen Konzentration umsetzen. Das ist richtig schön. Ebenso schön wie zu sehen, wie viele Spieler sich aufdrängen. Denn: Wir werden nicht mit elf Spielern durch die Saison kommen. Ich war heute mit allen 22 Akteuren hochzufrieden.“

VfL Wolfsburg (1.HZ): Casteels – Tisserand, Guilavogui, Brooks – William, Roussillon, Schlager, Arnold – Klaus, Weghorst, Victor

VfL Wolfsburg (2.HZ): Casteels (90. Pervan) – Knoche, Bruma, Uduokhai – Mbabu, Steffen, Gerhardt, Rexhbecaj – Malli, Mehmedi, Brekalo

OGC Nizza: Clementia – Burner (109. Gemeiro), Dante (99. Pelmard), Herelle (90. Cisse), Sarr (88. Coly) – Tameze (76.Walter), Danilo (51. Cyprien), Sylvestre (76. Le Bihan), Sacko (99. Guessand) – Ganago (76.Lees-Melou), Maolida (99. Brazao)

Tore: 1:0 Klaus (7.), 1:1 Dante (14.), 2:1 Weghorst (30.), 3:1 Gerhardt (75.), 4:1 Brekalo (78.), 5:1 Gerhardt (85.), 6:1 Uduokhai (97.), 7:1 Steffen (107., FE), 8:1 Bruma (117.)

Gelbe Karten: - / Sacko

Schiedsrichter: Johan Pfeifer (Hameln)

Zuschauer: 3.508 am Samstagnachmittag im AOK Stadion

Wölfe TV: Die komplette Partie im Re-LIVE

Wölfe TV: Stimmen zum Spiel


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