06.08.2022, 15.30 Uhr
Volkswagen ArenaSa., 06.08.2022 / 15.30
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Guilavogui sichert Auftaktpunkt

Der VfL trennt sich zum Saisonstart von Aufsteiger Werder Bremen mit 2:2.

Die W├Âlfe sind mit einer Punkteteilung in die neue Bundesliga-Spielzeit 2022/2023 gestartet. Gegen den Aufsteiger Werder Bremen trennte sich die Mannschaft von Niko Kovac mit 2:2 (1:2). Nach fr├╝her F├╝hrung durch Lukas Nmecha (11.) sorgte ein Bremer Doppelschlag durch Niklas F├╝llkrug (21.) und Leonardo Bittencourt (23.) f├╝r die verdiente G├Ąste-Halbzeitf├╝hrung. Dem eingewechselten Josuha Guilavogui gelang f├╝r den sich insgesamt schwertuenden VfL in der 82. Minute doch noch der wichtige Ausgleich. Am kommenden Sonntag, 14. August (Ansto├č um 17.30 Uhr) reisen die W├Âlfe zum zweiten Spieltag zum Deutschen Meister FC Bayern M├╝nchen.  

Personal

Zweimal wechselte VfL-Cheftrainer Niko Kovac sein Startpersonal gegen├╝ber dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal beim FC Carl-Zeiss Jena: Der wieder einsatzbereite neue Kapit├Ąn Maximilian Arnold spielte ebenso von Beginn an wie Josip Brekalo. Luca Waldschmidt und Jonas Wind nahmen daf├╝r zun├Ąchst auf der Bank Platz. Ebenfalls zwei ├änderungen nahm Werder-Chefcoach Ole Werner im Vergleich zum 2:1-Pokalsieg bei Energie Cottbus vor: Anthony Jung und Jens Stage r├╝ckten f├╝r Lee Buchanan (Bank) und Romano Schmid (krank) in die erste Elf.

Spielverlauf

Der Wiederaufsteiger startete extrem mutig, machte viel Alarm und kam ├╝ber Marvin Ducksch und Mitchell Weiser gleich zu drei Halbchancen (1., 2., 3.). Den Treffer machten aber die Hausherren mit ihrem ersten starken Angriff durch Nmecha (11.). Nach Omar Marmoushs scharfer Hereingabe verpasste der VfL-St├╝rmer dann sogar das 2:0 (20.), ehe Bremens Doppelschlag durch F├╝llkrug (21.) und Bittencourt (23.) die viel zu fahrl├Ąssig agierende Defensive der W├Âlfe bestrafte. Die W├Âlfe wirkten geschockt und hatten Gl├╝ck, dass erneut F├╝llkrug (36.) und Bittencourt (37.) ihre n├Ąchsten Gelegenheiten auslie├čen. Wieder konnte das Bremer Duo ungehindert abschlie├čen. So ging die G├Ąstef├╝hrung zur Pause nach ereignisreichen 45 Minuten mehr als in Ordnung.

In Durchgang zwei ├╝bernahm die Kovac-Elf dann nat├╝rlich die Initiative, ohne sich zun├Ąchst jedoch Torgelegenheiten zu erarbeiten. Zu viele Ungenauigkeiten pr├Ągten weiterhin das VfL-Spiel, w├Ąhrend Werder immer wieder versuchte, den entscheidenden Konter-Nadelstich zu setzen. Mit dem offensiven Doppelwechsel Waldschmidt/Kaminski nahm die Wolfsburger Offensive noch einmal frische Fahrt auf, der polnische Neuzugang wurde prompt auf die Reise geschickt, konnte das Spielger├Ąt aber nicht am herausst├╝rzenden Jiri Pavlenka vorbeispitzeln (68.). Kaminskis zweiter Versuch aus der Distanz war dann zu hoch angesetzt (72.). Viel mehr schien den W├Âlfen nicht mehr einzufallen, doch dann kam die 84. Minute ÔÇô die Minute von R├╝ckkehrer Guilavogui, der den sp├Ąten und vielumjubelten Ausgleich erzielte. Zwar hatte auch Bremen noch eine gute Chance, doch Duckschs Drehschuss strich knapp am linken Aluminium vorbei (89.) ÔÇô so dass es letztendlich bei der Punkteteilung blieb.

Tore

1:0  L. Nmecha (11.): Jawoll! Nach starken Bremer Anfangsminuten schlagen die W├Âlfe eiskalt zu! Tolles Dribbling von Wimmer, der dieses dann mit einem ├╝berragenden Pass in die Schnittstelle auf den startenden Lukas Nmecha veredelt. Und das, was die Nummer 10 dann macht, ist ebenfalls ganz stark. Der Nationalst├╝rmer lupft das Leder ├╝ber Pavlenka hinweg in die Maschen zum ersten VfL-Saisontreffer.

1:1 F├╝llkrug (21.): Warum kann F├╝llkrug hier denn bitte so frei Ma├č nehmen und abziehen? Gerade waren die W├Âlfe dem 2:0 n├Ąher, da schl├Ągt der SVW-St├╝rmer zu! Vom linken Strafraumeck platziert er die Kugel aus 18 Metern genau neben den rechten Pfosten zum Ausgleich.

1:2 Bittencourt (23.): Das gibt es nicht und ist viel zu einfach! Wieder haben die G├Ąste viel zu viel Platz, so dass Ducksch in aller Seelenruhe aus dem linken Halbfeld flanken kann. Und im Strafraum ist niemand bei Bittencourt, dessen Kopfball im R├╝ckw├Ąrtslaufen sich links ins VfL-Tor senkt. Pl├Âtzlich f├╝hrt also Werder.

2:2 Guilavogui (84.): Jaaaa! Doch noch der Ausgleich! Und wer macht das Ding? Josh Guilavogui! Der eingewechselte Franzose ist bei einer Linksecke vorne mit dabei und nagelt die Murmel, die ihm am rechten Strafraumeck nach Kopfballverl├Ąngerung Nmechas vor die F├╝├če f├Ąllt, knallhart ins lange linke Eck! Was f├╝r eine Geschichte!

Trainerstimmen

Niko Kovac: Wir haben heute, gerade von uns, zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit habe ich defensiv sehr viele M├Ąngel gesehen, offensiv haben wir allerdings schon das eine oder andere umgesetzt. Das Tor, was wir durch Lukas erzielen und die Chance, die wir danach kreieren, waren okay, aber defensiv hat es ├╝berhaupt nicht gepasst. Wir wussten, dass Werder Bremen die tiefen L├Ąufe beherrscht und wir haben das nicht gut verteidigt. Dementsprechend hatten wir dann auch Probleme.

Mit der Einwechslung von Josh in der zweiten Halbzeit haben wir Stabilit├Ąt reingebracht. Manchmal muss man erstmal einen Schritt zur├╝ck machen, um dann zwei Schritte nach vorne zu gehen. Denn h├Ątten wir so weitergespielt, was die Zweikampff├╝hrung angeht, h├Ątten wir das Spiel sicher nicht unentschieden spielen k├Ânnen. Wir haben uns stabilisiert und konnten dementsprechend schon ein paar Akzente mehr nach vorne setzen. Ich kann mit dem 2:2 gut leben, denn Werder Bremen hatb das in der ersten Halbzeit wirklich sehr gut gemacht, auch wenn sie in der zweiten Halbzeit schon ein wenig abgefallen sind. Aber wir waren dann auch wesentlich besser.

Ole Werner: Bei uns gibt es wirklich gemischte Gef├╝hle. Vor dem Spiel h├Ątte man gesagt, ein 2:2 beim VfL Wolfsburg ist in Ordnung und ich glaube auch, dass die Leistung ├╝ber die 90 Minuten wirklich gut war. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir ganz viel von dem umsetzen k├Ânnen, was wir uns vorgenommen haben.

Trotzalledem ist es so, dass wir mit einem 2:1 in die Schlussphase gegangen sind und gerade als Aufsteiger nat├╝rlich jeden Punkt, den wie mitnehmen k├Ânnen, auch mitnehmen wollen. Deshalb stehen wir ein wenig zwischen dem einen Punkt, den wir mitnehmen und dem Gef├╝hl, dass er sich nach dem Spielverlauf wie zwei zu wenig anf├╝hlen. Aber von der positiven Seite gesehen war das eine Leistung; die nicht nur Mut macht f├╝r die kommenden Aufgaben, sondern die auch gezeigt hat, dass wir grunds├Ątzlich mit unserer Art, Fu├čball zu spielen, in dieser Liga mithalten k├Ânnen ÔÇô wenn wir uns an unserem Leistungslimit bewegen.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels - Baku (75. Kruse), Bornauw, Lacroix, van de Ven ÔÇô Svanberg (46. Guilavogui), Arnold ÔÇô Wimmer (67. Waldschmidt), Marmoush (67. Kaminski), Brekalo (56. Wind) ÔÇô L. Nmecha

Ersatz: Pervan (Tor), Franjic, Otavio, Vranckx

SV Werder Bremen: Pavlenka ÔÇô Pieper, Veljkovic, Friedl ÔÇô Gro├č, Jung (69. Buchanan), Weiser (75. Agu), Bittencourt (75. Rapp), Stage ÔÇô Ducksch, F├╝llkrug (79. Burke)

Ersatz: Zetterer (TW), Stark, Schmidt, Gruev, Woltemade

Tore: 1:0 L. Nmecha (11.), 1:1 F├╝llkrug (21.), 1:2 Bittencourt (23.), 2:2 Guilavogui (84.)

Gelbe Karten: van de Ven, L. Nmecha / Weiser, Pieper

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauende: 28.015 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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