Frauen I

Sicherer Startsieg

VfL-Frauen schlagen 1. FFC Frankfurt zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison mit 3:0.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg sind mit einem Dreier in die neue Spielzeit gestartet. Im Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt, der offiziellen Er√∂ffnungspartie der Saison 2018/2019, behielt die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch am Sonntagnachmittag vor 1.886 Zuschauern im AOK Stadion mit 3:0 (1:0) die Oberhand. Pernille Harder (30.), Ewa Pajor (64.) und Alex Popp (77.) markierten im Zuge eines souver√§nen gr√ľn-wei√üen Auftritts die Treffer. Nach dem lockeren Aufgalopp im DFB-Pokal und dem Ausw√§rtssieg auf Island in der K√∂nigsklasse beendeten die Gr√ľn-Wei√üen damit auch die dritte Partie dieser fr√ľhen englischen Woche mit einem Erfolg. Ihren n√§chsten Einsatz haben die W√∂lfinnen am kommenden Sonntag, 23. September (Ansto√ü um 15 Uhr, live bei Sport 1, Telekom Sport und DFB-TV), wenn es bei der SGS Essen im Kerngesch√§ft weitergeht.

Quartett wieder an Bord

Von den sechs Spielerinnen, die in der K√∂nigsklasse nicht hatten mitwirken k√∂nnen, standen immerhin Nilla Fischer, Noelle Maritz, Alexandra Popp und auch Babett Peter, die erstmals nach ihrer Zwangspause auf der Bank sa√ü, wieder zur Verf√ľgung. Einzig Jana Burmeister und Anna Bl√§sse fehlten weiterhin verletzt. F√ľr die Startelf bedeutete das gegen√ľber dem 1:0-Sieg auf Island vom vergangenen Mittwoch drei nominelle Umstellungen.

Lattenknaller durch Hansen

Foto Pernille Harder Torsch√ľtzenkanone

Zum vierten Mal in der Klubgeschichte durften die Gr√ľn-Wei√üen eine Spielzeit als Meister er√∂ffnen. Ehe das Spielger√§t rollte, kam es deswegen nicht nur zur √ľblichen Einlaufzeremonie, auch wurde Harder noch einmal mit der offiziellen ‚Äěkicker-Kanone‚Äú als Torsch√ľtzenk√∂nigin der vergangenen Spielzeit geehrt. Die erste Saison-Viertelstunde war dann stark gepr√§gt vom Abtasten zweier um jeden Meter ringenden Spitzenteams. Gr√ľn-Wei√ü diktierte zwar das Geschehen, fand aber vorerst keinen rechten Zugang zum Frankfurter Tor. Ein Zwischenspurt der W√∂lfinnen sorgte dann aber mal f√ľr Unruhe am Strafraum der G√§ste. Nachdem es schon Sara Gunnarsdottir probiert hatte (19.), sorgte Hansen mit einer feinen Einzelleistung f√ľr ein Raunen auf den Trib√ľnen: Zentral aus 20 Metern h√§mmerte die Norwegerin den Ball an die Latte (22.).

Pajor ebnet den Weg zur F√ľhrung

Frankfurt hatte sich bis hierhin offensiv noch kein mal gezeigt, durfte mit der Arbeit gegen den Ball aber bislang zufrieden sein. Doch der Double-Sieger kam langsam in Fahrt ‚Äď ganz besonders Pajor, die einen eigentlich unm√∂glich noch zu erlaufenden Ball auf dem rechten Fl√ľgel im Spiel hielt und damit das 1:0 auf den Weg brachte. Nach ihrem Zuspiel leitete Hansen die Kugel weiter an Harder, die am langen Pfosten nur noch einschieben musste (30.). Drei Minuten sp√§ter legte Popp beinahe schon nach, wurde nach Hansens Querpass aber im letzten Moment noch geblockt. Auf der anderen Seite wuselte sich pl√∂tzlich Laura Freigang bis zum VfL-Geh√§use durch, kam aber gar nicht mehr zum Schuss, weil Almuth Schult den kurz freiliegenden Ball rechtzeitig einkassierte (44.).

Ewa Pajor jubelt

Sofort wieder im Vorwärtsgang

Mit Wiederbeginn dr√ľckten die VfL-Frauen gleich aufs zweite Tor. Fast von der exakt gleichen Position feuerten kurz nacheinander Hansen (48.), Harder (49.) und wieder Hansen (51.) Distanzsch√ľsse ab, die aber entweder vorbeistrichen oder zur Beute von Frankfurts Keeperin wurden. Auch Abschl√ľsse von Pajor per Kopf (55.) und Claudio Neto, die Bryane Heaberlin zur n√§chsten Parade zwang (59.), sprangen in dieser Drangphase heraus. Insofern absolut folgerichtig, dass das Tornetz der G√§ste bald wieder wackelte: Einen mit Nachdruck am Sechzehner der Hessinnen erk√§mpfen Ball legte Harder nach au√üen auf Lara Dickenmann, deren Zuspiel in die Mitte Pajor sicher verwertete ‚Äď 2:0 f√ľr die W√∂lfinnen (64.).

Alexandra Popp im Zweikampf

Noch weitere Treffer möglich

Je l√§nger die Begegnung dauerte, desto weniger gab es f√ľr Frankfurt zu bestellen. Statt eines Ehrentreffers kamen deswegen ausschlie√ülich weitere Treffer f√ľr den VfL in Betracht, der das inzwischen beachtliche Spieltempo bis zum Ende durchzog. Ein abgef√§lschter Schuss der blendend aufgelegten Harder brachte beinahe das dritte Tor (74.), welches statt dessen dann auf das Konto von Popp ging, die nach einer herrlichen Maritz-Flanke in die Luft stieg und ins lange Eck k√∂pfte (77.). Auch jetzt noch lief das Spiel allein in Richtung des Frankfurter Tores. Trotz guter Einschussm√∂glichkeiten durch die eingewechselte Ella Masar (82.) sowie Gunnarsdottir (88.) lie√ü es der VfL aber beim allemal beachtlichen Endstand bewenden.

‚ÄěDie Umschaltmomente genutzt‚Äú

Stephan Lerch: Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen wie geplant. Zwar hatten wir schon zwei Partien absolviert, aber ein Bundesligaspiel, dann noch gegen ein Kaliber wie Frankfurt, ist schon noch etwas Anderes. Gegen die kompakte Spielweise des Gegners konnten wir anfangs keine L√∂sungen finden, haben es h√§ufiger aus der zweiten Reihe probiert. Was wir uns aber auch vorgenommen hatten: Wenn Frankfurt uns die R√§ume l√§sst, dann wollten wir aktiv zupacken und die Umschaltmomente nutzen. So fiel das erste Tor. Je l√§nger das Spiel dann dauerte, desto mehr Kontrolle bekamen wir. Wir hatten gute Ballstafetten drin und sind gut zwischen die Ketten gekommen. Es freut mich, dass wir das Ergebnis dann noch so ausgestalten konnten und gleichzeitig hinten auch √ľberhaupt nichts haben anbrennen lassen. Insgesamt bin ich mit dem Auftakt zufrieden. 

Die Stimmen zum Spiel auf Wölfe TV.

Die Tore und Highlights der Partie auf Wölfe TV.

VfL Wolfsburg: Schult ‚Äď Maritz, Fischer, Goe√üling, Dickenmann (85. Doorsoun) ‚Äď Neto, Gunnarsdottir ‚Äď Hansen (73. Jakabfi), Harder, Popp ‚Äď Pajor (77. Masar)

1. FFC Frankfurt: Heaberlin ‚Äď Hechler (67. Kleinherne), St√∂rzel, Prie√üen, Sandvej ‚Äď Pawollek ‚Äď Matheis (73. Martinez), Feiersinger, Groenen, Reuteler (87. Emmerling) ‚Äď Freigang

Gelbe Karten: - /Reuteler

Tore: 1:0 Harder (30.), 2:0 Pajor (64.), 3:0 Popp (77.)

Zuschauer: 1.886 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ingolstadt)