Alles noch drin

VfL-Frauen mit knapper Hinspiel-Niederlage in Lyon.

Die Frauen des VfL Wolfsburg gehen mit einer ordentlichen Ausgangsposition in das Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League gegen Olympique Lyon: Im Hinspiel mussten sich die VfL-Frauen zwar mit 1:2 geschlagen geben, doch vor allem dank des wichtigen Auswärtstreffers kehrte das Team von Cheftrainer Stephan Lerch nicht unzufrieden aus Frankreich zurück. Kapitänin Nilla Fischer erzielte vor 17.840 Zuschauern im Groupama Stadium das einzige grün-weißen Tor, nachdem die Gastgeberinnen bereits nach knapp 20 Minuten mit 2:0 in Führung gelegen hatten. Somit stehen die Wölfinnen im Rückspiel am kommenden Mittwoch, 27. März (Anstoß 18.15 Uhr/live auf Sport1), vor einer schweren, aber keiner unlösbaren Herausforderung. Ein 1:0 im heimischen AOK Stadion würde ebenso reichen wie jeder andere Sieg mit zwei Toren Differenz. Steht es nach 90 Minuten 2:1, würde auch die Neuauflage des Finals von Kiew 2018 in die Verlängerung gehen.

Trotz Niederlage keine Verliererinnen

Man musste nicht einmal ein großer Pessimist sein, um Mitte der ersten Hälfte des Hinspiels Schlimmes zu befürchten. In der 18. Minute hatte Lyons Dauerbrennerin Wendie Renard per Kopfball das 2:0 für den fünfmaligen Champions-League-Sieger besorgt – sieben Minuten nachdem Eugénie Le Sommer einen individuellen Fehler zur Führung nutzte. Die Wolfsburgerinnen hatten bis dahin quasi nicht an der Partie teilgenommen. Das änderte sich erst nach einer guten halben Stunde, dafür aber nachhaltig. Von da an hatte der Bundesliga-Tabellenführer längere Ballbesitzphasen, der Dauerdruck der Französinnen ließ nach. Komplett vermeiden ließen sich gegnerische Torchancen zwar nicht, doch dies war angesichts der Qualität des Gegenübers auch nicht zu erwarten. So verhinderte in der 43. Minute nur die Latte den zweiten Treffer von Le Sommer. In der zweiten Hälfte passierte insgesamt nicht mehr allzu viel – doch das, was passierte, könnte in der Endabrechnung entscheidend sein. Fischer verwertete eine Hereingabe von Alexandra Popp mit dem Kopf (63.), brachte ihr Team damit zurück ins Spiel. Nun mit aller Macht auf den Ausgleich zu drängen, wäre keine kluge Option gewesen, zu groß die Gefahr eines dritten Gegentreffers. So fühlten sich die Wölfinnen trotz der Niederlage nicht wie Verlierer, während die Siegerinnen nach dem Schlusspfiff nicht wie Siegerinnen wirkten.

Restkarten für Rückspiel sichern

„Mit ein bisschen mehr Zielstrebigkeit wäre sogar noch mehr drin gewesen“, meinte Lerch. Wirklich ärgern wollte sich der Coach aber nicht darüber. Vielmehr richtete er den Blick bereits nach vorne: „Die zweite Hälfte macht Mut, daran müssen wir im Rückspiel anknüpfen. Mit den Fans im Rücken – wir brauchen jede Unterstützung – wollen wir dann mindestens ein Tor erzielen, allerdings müssen wir hinten auch hellwach sein. Wir spielen auf Sieg, werden alles versuchen und dann bin ich guter Dinge, dass wir es schaffen könne.“ Restkarten für Teil zwei des europäischen Top-Duells gibt es noch im TicketOnlineshop.

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