Spielerinnen des VfL auf dem Trainingsplatz am Elsterweg.
02.06.2020
Frauen

Zweitligist fordert Titelverteidiger

Im DFB-Pokal-Viertelfinale gastieren die VfL-Frauen beim FSV Gütersloh 2009.

Spielerinnen des VfL auf dem Trainingsplatz am Elsterweg.

Nach dem Re-Start in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga rollt der Ball auch im DFB-Pokal wieder: Am morgigen Mittwoch, 3. Juni (Anstoß um 19 Uhr/live auf DFB-TV), steigt die ursprünglich für den 21. März angesetzte Viertelfinal-Partie der VfL-Frauen beim FSV Gütersloh 2009. Ausgetragen wird die Begegnung auf dem Kunstrasen der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück. Für die Gastgeberinnen aus Ostwestfalen ist der Vergleich mit dem Titelverteidiger das erste Pflichtspiel nach der Corona-Unterbrechung – und weitere kommen nur im Erfolgsfall hinzu: Die Saison in der 2. Frauen-Bundeliga ist vorzeitig beendet worden. In ihrem letzten Auftritt vor der Zwangspause setzten sich die Gütersloherinnen mit 1:0 bei den U20-Frauen des VfL Wolfsburg durch.

Auch Gütersloh muss in Quarantäne

Der sechsmalige DFB-Pokalsieger zu Gast in Ostwestfalen – ein Hammer-Los, das Ex-Nationalspieler Cacau dem FSV Gütersloh 2009 bei der Auslosung am 9. Februar als Losfee bescherte. Damals, einige Wochen vor Corona, freute man sich bei dem Ex-Bundesligisten vor allem auf die zu erwartende große Zuschauerkulisse. Daraus wird nun bekanntlich nichts. Umso beachtlicher, dass sich der Klub von Trainer Steffen Enge dieser Herausforderung selbst unter den aktuellen Bedingungen stellt. Schließlich gelten die Regelungen des Hygienekonzepts der „Task Force Sportmedizin/Spielbetrieb“ auch für den FSV Gütersloh 2009. Bis zur Partie befindet sich das Team gemäß den Vorgaben in einem siebentägigen Quarantäne-Aufenthalt. „Ich habe grundsätzlich Respekt vor jeder Mannschaft, die so weit gekommen ist“, so VfL-Cheftrainer Stephan Lerch. „Ganz stark finde ich aber, dass Gütersloh die strengen Vorgaben mit regelmäßigen Testungen und Quarantäne-Woche umsetzt. Davor ziehe ich den Hut!“

„In die nächste Runde einziehen“

Dass sich Lerch besonders auf das Gastspiel in Ostwestfalen freut, hat auch einen persönlichen Hintergrund: Am 8. September 2013 debütierte er als Trainer des Wolfsburger Zweitliga-Teams in Gütersloh – und feierte einen 1:0-Auswärtssieg. Gut sechseinhalb Jahre später sind die Vorzeichen andere: Auf dem angestrebten Weg zum sechsten Pokal-Titel in Folge sind die Grün-Weißen klarer Favorit. „Dieser Rolle wollen wir gerecht werden und in die nächste Runde einziehen“, betont Lerch. Darüber hinaus gehe es aber auch darum, einigen Spielerinnen Wettkampfpraxis zu geben. „Die Partie wird uns helfen, weiter in den Rhythmus zu kommen“, so der Coach, der trotz des klaren 4:0-Erfolgs gegen den 1. FC Köln noch Luft nach oben in einigen Bereichen ausgemacht hat. So dürfte es auch in Gütersloh darum gehen, Lösungen gegen einen tiefstehenden Gegner zu finden. Dass die Gastgeberinnen ihr Heil in der Offensive suchen, ist eher nicht zu erwarten.

Erneut nach Ostwestfalen?                   

Die Kadersituation bei den Grün-Weißen ist unverändert: Sara Doorsoun (Knieprobleme), Felicitas Rauch (muskuläre Probleme) und Madelen Janogy (private Gründe) fehlen weiterhin. Sollten die Wölfinnen ihrer Favoritenrolle gerecht werden, könnte es am kommenden Mittwoch, 10. Juni, erneut nach Ostwestfalen gehen: Im DFB-Pokal-Halbfinale gastiert Grün-Weiß entweder bei Arminia Bielefeld oder dem SC Sand. Das Finale in Köln findet am 4. Juli statt.

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