31.03.2019
Frauen

Zum sechsten Mal nach Köln

Wölfinnen dank starkem 4:0-Sieg bei den Bayern im Pokalfinale.

Auf die Trauer folgt die Freude: Vier Tage nach dem Viertelfinal-Aus in der UEFA Women’s Champions League gegen Olympique Lyon haben die Frauen des VfL Wolfsburg wieder einen Grund zum Jubeln – und was für einen! Beim ärgsten Ligakonkurrenten FC Bayern München siegten die Grün-Weißen im DFB-Pokal-Halbfinale vor 1.548 Zuschauern am FC Bayern Campus souverän mit 4:0 (2:0). Die Tore besorgten Caroline Hansen (25. Minute), Pernille Harder (31.), Ewa Pajor (53.) und erneut Harder (66.). Damit steht das Team aus der Autostadt zum sechsten Mal insgesamt und zum fünften Mal in Folge im Endspiel, das am 1. Mai in Köln ausgetragen wird. Nach der nun folgenden Abstellungsphase geht es am Sonntag, 14. April, für die Wölfinnen mit dem Liga-Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen weiter (Anstoß um 14 Uhr).

Zwei Neue in der Startelf

Im Vergleich zum UWCL-Viertelfinale nahm Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch zwei Wechsel vor – einen davon notgedrungen: Claudia Neto musste aufgrund einer Erkältung passen, für die zentrale Mittelfeldspielerin begann Kristine Minde, Alexandra Popp rückte ins Zentrum. Zudem stand Innenverteidigerin Sara Doorsoun für Lena Goeßling in der Startelf.

Verdiente Halbzeitführung

Dass dieses Halbfinale eine deutlich schwierigere Angelegenheit als die vorherigen klaren Siege gegen Hannover 96 (11:0), den FC Forsten (9:0) und Turbine Potsdam (4:0) werden würde, war allen Grün-Weißen bewusst. Das Duell zwischen den beiden Vorjahres-Finalisten – der VfL siegte nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 3:2 – begannen die Gäste aus der Autostadt fokussiert und dominant, drückten die Bayern in ihre Hälfte. Nach 20 Sekunden gab’s die erste Ecke für die Wolfsburgerinnen, nach sechs Minuten den ersten Torschuss durch Minde. Im Laufe des ersten Abschnitts kamen die Münchnerinnen dann allerdings etwas besser in die Partie, dadurch ergaben sich für den VfL aber auch Räume – die die Gäste eiskalt auszunutzen wussten. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte startete Hansen mit dem Ball am Fuß durch, ließ Dominika Skorvankova und Carina Wenninger problemlos stehen und netzte trocken zur 1:0-Führung in die kurze Ecke ein (25.). Und es sollte in der Folge noch besser kommen für das Team aus der Autostadt.

Harder legt nach

Nach einer halben Stunde enteilte die schnelle Pajor über rechts ihrer Gegenspielerin, passte flach ins Zentrum, wo Bayerns Wenninger den Ball nicht klären konnte und sich Harder bedankte. Die Dänin hatte keine Mühe, aus nur fünf Metern zum 2:0 einzuschieben (31.). FCB-Trainer Thomas Wörle wechselte dann noch vor dem Pausenpfiff doppelt: Fridolina Rolfö und Lina Magull kamen für Jovana Damjanovic und Wenninger in die Partie (41.). Die Wölfinnen konnten hingegen dank des konzentrierten Auftritts zufrieden mit einem 2:0-Vorsprung in die Kabine gehen.

Wölfinnen in Torlaune

Wo die Grün-Weißen aufhörten, machten sie nach dem Wiederanpfiff prompt weiter: Sara Gunnarsdottir flankte nach 53 Minuten von links in den Strafraum, wo Pajor den Ball sehenswert mit dem ersten Ballkontakt direkt aus der Luft im Tor unterbrachte. Spätestens jetzt war der fünfte Finaleinzug in Folge perfekt. Doch die Wolfsburgerinnen hatten Lust auf noch mehr, zeigten über 90 Minuten gesehen den besten Auftritt im Fußballjahr 2019. Erneut Harder erhöhte nach einem schnell ausgeführten Einwurf auf den 4:0-Endstand (66.). FCB-Kapitänin Melanie Leupolz köpfte in der Schlussphase noch ans Aluminium (84.), doch auch das Glück war in diesem Halbfinale auf der Seite der Gäste. So war der Sieg letztlich auch in dieser Höhe verdient, die fünfstündige Fahrt der zahlreichen mitgereisten VfL-Anhänger hatte sich gelohnt.

Sehr gut im Kollektiv gearbeitet

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Die Niederlage unter der Woche gegen Lyon war für uns eine Extra-Motivation. Wir hatten nicht lange Zeit, diese aufzuarbeiten. Die Mannschaft hat sich gesagt: Jetzt erst recht! Und das hat sie dann auch super umgesetzt, das hat man von der ersten Minute an gesehen. Wir sind jetzt überglücklich, im Finale zu stehen. Heute hat die Mannschaft im Kollektiv sehr gut gearbeitet und war in den Zweikämpfen sehr dominant. Wir wollten das Spielgeschehen in die Hälfte der Bayern legen und das hat sehr gut funktioniert. Nun stehen wir im Finale. Klar werden wir da die Favoritenrolle einnehmen. Unser Anspruch ist es jetzt, das Finale natürlich auch zu gewinnen.

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Fischer (80. Goeßling), Doorsoun, Peter – Hansen (84. Wolter), Gunnarsdottir, Popp, Minde – Harder, Pajor (73. Masar)

FC Bayern München: Zinsberger – Wenninger (41. Rolfö), Laudehr, Hendrich – Skorvankova, Lohmann, Leupolz, Schweers – Beerensteyn, Däbritz (80. Islacker), Damnjanovic (41. Magull)

Tore: 0:1 Hansen (25.), 0:2 Harder (31.), 0:3 Pajor (53.), 0:4 Harder (66.)

Gelbe Karte: Damnjanovic – Pajor, Gunnarsdottir

Zuschauer: 1.548 am Sonntagnachmittag am FC Bayern Campus

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach)

Wölfe TV: Stimmen zum Spiel

Wölfe TV: Jubel nach dem Spiel

YouTube: Highlights und Tore

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