Frauen

Zu schwache erste Halbzeit

Jungwölfinnen unterliegen dem VfL Bochum mit 1:3.

Am 17. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga haben die U20-Frauen des VfL Wolfsburg gegen den VfL Bochum mit 1:3 verloren. Die Gegnerinnen kletterten dadurch vom siebten auf den fünften Tabellenplatz, die Jungwölfinnen blieben auf Rang elf. 

Drei Gegentore nach 30 Minuten

Bereits früh in der Partie konnte der VfL Bochum in Führung gehen: Nach einem Eckball gelang es Lara Kirkby per Nachschuss, den Ball im unterzubringen (3.). Auch in den folgenden Minuten blieben die Bochumerinnen das dominante Team. Nach einem Ballverlust der Jungwölfinnen in der gegnerischen Hälfte leiteten die Gäste einen Konter ein, den Cecilia Way mit einem Schuss auf Höhe des Sechzehners zum 0:2 vollenden konnte (20.). Nur wenige Minuten danach folgte der nächste Rückschlag: Beim Klärungsversuch einer Flanke stieß die Wolfsburger Torhüterin Nelly Smolarczyk mit einer Mitspielerin zusammen. Der abgewehrte Ball landete direkt vor den Füßen von Janine Angrick, die per Direktabnahme ins Tor lupfte (27.). Zum Ende der ersten Halbzeit kamen die Grün-Weißen durch einen Schuss von Elena Gößler zu ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion. Der Ball ging jedoch rechts vorbei. Auch die zweite Hälfte startete mit einer Chance für die Jungwölfinnen: Weronika Arasniewicz setzte sich gut durch, schaffte es aber im Eins-gegen-Eins gegen die Bochumer Torhüterin nicht mehr, den Ball aufs Tor zu bringen. In den folgenden Minuten gab es nach einem Distanzschuss und einer Ecke erneut Möglichkeiten für die Niedersächsinnen, den Anschluss zu erzielen. Dieser gelang schließlich durch einen Schuss aus der zweiten Reihe von Anastasia Harting, der flach im linken Eck einschlug (62.). Auch Bochum blieb gefährlich, Smolarczyk verhinderte mit mehreren guten Paraden jedoch eine höhere Führung für die Gäste. Beide Mannschaften schafften es nicht mehr, ihre Chancen zu verwerten. Es blieb beim 1:3-Endstand. 

Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit 

Nach dem 0:3-Rückstand traten die Jungwölfinnen in der zweiten Hälfte besser auf als in den ersten 45 Minuten. „In der zweiten Halbzeit war Bochum nicht mehr ganz so zielstrebig. Wir waren besser in den Zweikämpfen, konnten mehr zweite Bälle für uns gewinnen und ein bisschen mehr Spielkontrolle auf unsere Seite ziehen. Grundsätzlich ist es ein verdientes Ergebnis für Bochum, aber eher aufgrund dessen, dass wir in der ersten Halbzeit nicht die Tugenden an den Tag gelegt haben, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet haben“, so Co-Trainer Philipp Schumann. 

„Brauchen jede Spielerin an der Leistungsgrenze“

Mit 16 Punkten stehen die Jungwölfinnen auf dem elften Tabellenplatz und haben dabei sogar ein Spiel mehr absolviert als die direkten Verfolgerinnen aus Mönchengladbach und Frankfurt. Schumann: „Uns war schon vor der Saison klar, dass wir um den Klassenerhalt spielen würden. Für uns ist elementar wichtig, in der Mannschaft zu verstehen, dass wir jede einzelne Spielerin in jeder Minute jedes Spiels an ihrer Leistungsgrenze brauchen, um das Ziel des Klassenerhalts zu erreichen.“