Frauen

„Wollen unsere Stärken wieder auf den Platz bringen"

Die VfL-Frauen wollen sich bei Inter für die UWCL-Ligaphase qualifizieren.

Durch den 2:0-Sieg im Hinspiel gegen Inter Mailand haben sich die Wölfinnen eine gute Ausgangslage für die Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League geschaffen. Am morgigen Mittwoch, 2. September, wollen die Grün-Weißen im Rückspiel den Einzug in die Ligaphase perfekt machen. Anpfiff im Mailänder Stadio Ernesto Breda ist um 18.30 Uhr. Wölfe TV zeigt die Partie im kostenlosen Livestream.

Inter gibt sich kämpferisch

Genauso wie die VfL-Frauen hat auch Inter Mailand eine Englische Woche hinter sich. Das Team absolvierte am vergangenen Sonntag noch ein Pflichtspiel im Serie A Women’s Cup. Dort besiegten die Nerazzurri die Napoli Women deutlich mit 6:0. „Napoli Women hat viel Qualität, das Ergebnis spiegelt nicht ihre tatsächliche Stärke wider“, sagte Mailands Trainer David Sassarini im Anschluss an das Duell gegen den Tabellensiebten der vergangenen Saison.

Mit Blick auf die Partie gegen Wolfsburg betont er: „Am vergangenen Mittwoch waren wir nach der roten Karte gezwungen, viel zu verteidigen. Aber auch in solchen Situationen gibt es Möglichkeiten, umzuschalten, zu kontern und selbst gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Am Mittwoch brauchen wir sowohl offensiv als auch defensiv eine sehr starke Leistung. Wolfsburg gehört zu den acht besten Mannschaften Europas, aber auch wir wissen um unsere Stärken.“

Eine personelle Neuigkeit gab es bei den Mailänderinnen in den vergangenen Tagen ebenfalls: Am Samstag gaben sie die Rückkehr von Stürmerin Michela Cambiaghi bekannt, die in der vergangenen Saison für Juventus Turin auflief.

Wölfinnen wollen von Beginn an alles geben

Die Wölfinnen absolvierten am Dienstagvormittag vor den Augen von VfL-Geschäftsführer Dieter Hecking und Aufsichtsratsmitglied Diego Benaglio ihr Abschlusstraining am Wolfsburger Elsterweg. Es war gleichzeitig das erste Training mit der kompletten Mannschaft nach dem 2:1-Sieg am Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen. Im Anschluss ging es mit dem Flieger in Richtung Mailand.

Nun gilt es, auch gedanklich schnell umzuschalten. „Das Wichtigste ist, dass wir nicht denken, wir hätten es schon geschafft. Wir haben das Hinspiel zwar 2:0 gewonnen, aber wir müssen in das Rückspiel mit der Einstellung gehen, als würde es 0:0 stehen. Wir müssen wieder von Beginn an kämpfen“, betont VfL-Mittelfeldspielerin Weronika Arasniewicz im Vorfeld des Spiels.

Für die 18-Jährige wäre es die erste Teilnahme an der Ligaphase der UWCL: „Die Champions League ist mein großes Ziel für diese Saison. Es wäre für mich etwas ganz Besonderes, dort zu spielen. Davon habe ich schon immer geträumt.“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch sprach vor dem Rückspiel gegen Mailand über …

…das Personal: Personell hat sich im Vergleich zum Spiel in Leverkusen nichts verändert. Smilla Vallotto ist wieder dabei und steht uns für das Rückspiel zur Verfügung.

…das Rückspiel in Mailand: Wir wissen, was auf dem Spiel steht und was auf uns zukommen wird. Wir erwarten eine hochmotivierte Mannschaft, die alles daransetzen wird, das Spiel noch zu drehen. Deshalb müssen wir uns vor allem auf uns fokussieren, unsere Learnings aus dem Hinspiel mitnehmen und die Dinge, die wir dort noch besser machen können, im Rückspiel umsetzen. Gleichzeitig wollen wir unsere Stärken wieder auf den Platz bringen. Wir gehen davon aus, dass Inter versuchen wird, früh ein Tor zu erzielen. Deshalb müssen wir von Beginn an wachsam sein und dürfen ihnen keine einfachen Möglichkeiten geben.

…die Erkenntnisse aus dem Hinspiel: Wir wollen mehr Torraumszenen kreieren und noch häufiger hinter die letzte Kette kommen. Unser Ziel ist es, Inter noch mehr zu stressen, mehr Druck auf die Gegnerinnen auszuüben und zielstrebiger in die letzte Kette zu spielen. Gleichzeitig geht es darum, die stellungsspielerischen Feinheiten in der Defensive zu stabilisieren und dort noch konsequenter zu sein.

…den Stellenwert der UEFA Women’s Champions League: Es ist nicht selbstverständlich, in der Champions League zu spielen. Wir wollen die Ligaphase unbedingt erreichen. Das wäre für uns wieder ein großer Schritt, auf Europas größter Bühne dabei zu sein. Wir vertreten dort auch den deutschen Frauenfußball. Gleichzeitig ist die Champions League für die Entwicklung unserer Spielerinnen sehr wichtig. Für uns als Verein hat der Wettbewerb eine enorme Reichweite. Für die Spielerinnen ist es natürlich attraktiv, auf diesem Niveau zu spielen. Wir wollen als Verein attraktiv sein und diese Plattform nutzen.