Frauen

Wölfinnen sichern sich Vizemeisterschaft

Die VfL-Frauen gewinnen beim SC Freiburg mit 4:2.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben sich beim SC Freiburg mit 4:2 (2:1) durchgesetzt. Nach einem frühen Rückstand durch Selina Vobian (5. Spielminute) steigerten sich die Wölfinnen deutlich und drehten die Partie noch vor der Pause durch Camilla Küver (33.) und Lena Lattwein (45.+4). Auch im zweiten Durchgang zeigte das Team eine abgeklärte Leistung und stellte die Weichen durch Sarai Linder (61.) und Ella Peddemors (76.) endgültig auf Sieg. Trotz zwischenzeitlichem Anschluss von Alena Bienz (63.) blieben die VfL-Frauen stabil und setzten sich verdient durch.

PERSONAL

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen RB Leipzig drei Veränderungen in der Startformation vor: Janou Levels ersetzte Thea Bjelde, Lattwein begann für Peddemors und Vivien Endemann rückte für Smilla Vallotto in die Anfangsformation.

SPIELVERLAUF

Die VfL-Frauen taten sich zunächst schwer und geriet früh durch einen Fehler im Aufbauspiel in Rückstand (5.). In der Folge übernahm Wolfsburg zunehmend die Kontrolle, hatte jedoch Probleme, sich klare Chancen zu erspielen. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Offensivspiel zielstrebiger, was schließlich zum Ausgleich durch Küver führte (33.). Kurz vor der Pause belohnte sich das Team erneut: Lattwein traf per Kopf zur Führung (45.+4). 

Freiburg blieb zwar gefährlich, doch insbesondere Torhüterin Stina Johannes verhinderte einen weiteren Gegentreffer (45.). Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Wölfinnen zunächst das Geschehen, ehe Linder auf 3:1 erhöhte (61.). Die Partie blieb jedoch intensiv, da Freiburg postwendend durch Bienz verkürzte (63.). In einer offenen Phase suchten beide Teams den Weg nach vorne, ehe Wolfsburg in der Schlussphase wieder mehr Ruhe ins Spiel brachte. Mit dem Treffer von Peddemors nach einer Ecke (76.) sorgte der VfL für die Vorentscheidung. In den letzten Minuten verteidigten die Gästinnen kompakt und ließen kaum noch Chancen zu, sodass der Auswärtssieg souverän über die Zeit gebracht wurde.

TORE

  • 1:0 Vobian (5.): Ein missglückter Rückpass von Justine Kielland landet bei Vobian, die den Ball aufnimmt, allein aufs Tor zuläuft und aus etwa 13 Metern flach einschiebt.
     
  • 1:1 Küver (33.): Nach einem verlängerten Freistoß bringt Lattwein den Ball erneut in die Mitte, wo Küver sich im Zentrum durchsetzt und per Kopf trifft.
     
  • 1:2 Lattwein (45.+4): Minge leitet über rechts ein, Linder flankt hoch auf den zweiten Pfosten, wo Lattwein trotz Bedrängnis hochsteigt und einköpft.
     
  • 1:3 Linder (61.): Endemann zieht nach innen und legt ab, Linder dreht sich an der Strafraumkante und schließt flach ab, der Ball rutscht der Torhüterin durch.
     
  • 2:3 Bienz (63.): Nachtigall setzt sich rechts durch und spielt ins Zentrum, wo Bienz aus rund 14 Metern präzise an den Innenpfosten trifft.
     
  • 2:4 Peddemors (76.): Nach kurzer Ecke bringt Huth den Ball in den Strafraum, Minge köpft an die Latte, Peddemors verwertet den Abpraller per Kopf.

TRAINERSTIMME

Stephan Lerch: Wir haben unser Ziel erreicht: Platz zwei und damit die Qualifikation Europa. Das macht uns sehr zufrieden, denn eine Tabelle lügt nicht. Das Spiel heute war ein Stück weit ein Spiegel der Saison: viel Dominanz, viele Chancen, vier Tore, aber auch wieder individuelle Fehler, die den Gegner ins Spiel bringen. Entscheidend ist, wie die Mannschaft damit umgeht – und da haben wir erneut große Mentalität und Comeback-Qualitäten gezeigt. Trotzdem müssen wir genau an diesen kleinen Fehlern arbeiten, weil sie auf diesem Niveau bestraft werden. Wenn wir daran arbeiten, haben wir am Donnerstag im Pokalfinale gegen den FC Bayern München die Möglichkeit, für eine Überraschung zu sorgen und ihnen das Leben schwer zu machen.

AUFSTELLUNGEN UND STATISTIKEN

SC Freiburg: Adamczyk – Stierli, Axtmann, Karl – Felde, Bienz (64. Egli), Kolb, Schneider, Bienz – Fölmli (55. Nachtigall), Vobian

Ersatz: Dübel (Tor), Egli, Maas, Nachtigall, Ojukwu, Scherer, Schick, Sigurdardottir

VfL Wolfsburg: Johannes – Linder, Küver, Kleinherne (86. Wedemeyer), Levels (86. Pujols) – Lattwein, Minge, Kielland (62. Peddemors) – Huth, Beerensteyn, Endemann (73. Zicai)

Ersatz: Smolarczyk (Tor), Bergsvand, Popp, Vallotto

Tore: 1:0 Vobian (5.) 1:1 Küver (33.) 1:2 Lattwein (45.+4) 1:3 Linder (61.) 2:3 Bienz (63.) 2:4 Peddemors (76.)

Gelbe Karten: Kleinherne, Zicai / -

Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Dortmund)

Zuschauende: 5.770 Zuschauende im Dreisamstadion

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