Frauen

Wölfinnen reisen „hungrig“ zum Supercup

Am Samstag treffen die VfL-Frauen in Karlsruhe auf den FC Bayern München.

Das Ziel ist klar: Am Samstag, 30. August, wollen die VfL-Frauen im BBBank Wildpark in Karlsruhe den FC Bayern München schlagen und sich dadurch den ersten Titel der Saison 2025/2026 sichern. Der Anpfiff für den Google Pixel Supercup ist um 14 Uhr. Bislang sind 15.000 Tickets für die Partie verkauft. Das ZDF und Magenta Sport übertragen das Duell am Samstag außerdem live. Sollte es nach 90 Minuten noch nicht entschieden sein, ginge es direkt in ein Elfmeterschießen.

Bayern verlieren Generalprobe

Die Bayern-Frauen haben am Dienstag ihren letzten Härtetest vor dem Pflichtspielstart bestritten. Sie unterlagen Olympique Lyon mit 1:4 (0:1). Lena Oberdorf erzielte dabei den einzigen Bayern-Treffer des Tages, der gleichzeitig ihr erstes Tor für den neuen Klub markierte. Die vergangene Saison verpasste die Ex-Wölfin aufgrund eines Kreuzbandrisses. „Sie ist superfit“, kommentiert Teamkollegin Lea Schüller vor dem Supercup den aktuellen Gesundheitszustand Oberdorfs. Genauso wie die Wölfinnen gehen auch die Münchenerinnen mit einem neuen Cheftrainer in die Saison 2025/2026: Der Spanier Jose Barcala leitet seit dem 1. Juli das Training. Er war in der vergangenen Saison noch als Chefcoach des Servette FC Chênois Féminin in der Schweiz tätig. Der neue Coach der Münchenerinnen sagt vor dem Duell gegen die Wölfinnen: „Der Supercup hat eine große Bedeutung für uns, es ist unsere erste Chance einen Titel gegen einen großen Gegner zu gewinnen.“ Barcala betont: Wir wissen, dass es ein besonderes Spiel ist, in dem wir auf hohem Niveau performen müssen. Aber wir haben uns sehr gut darauf vorbereitet.“ Im Kader der Bayern-Frauen gibt es im Vergleich zur Vorsaison weniger personelle Veränderungen als bei den Wölfinnen. Unter anderem verließ Nationalspielerin Sydney Lohmann (zu Manchester City) den Klub. Vier Spielerinnen verpflichteten die Münchenerinnen im Sommer: In der Abwehr verstärkten sie sich mit Vanessa Gilles (Angel City FC) und Stine Ballisager (AC Florenz), außerdem kam Barbara Dunst (Eintracht Frankfurt) für das Mittelfeld und Anna Klink (FC Basel 1893) als Ersatztorhüterin.

Viele Optionen bei den VfL-Frauen

Bei den Wölfinnen ist die Generalprobe geglückt: Am vergangenen Samstag schlugen sie die Ligakonkurrentinnen von Bayer 04 Leverkusen in einem Testspiel im bayerischen Hof mit 3:2. Dabei nutzte das Trainerteam die Gelegenheit, angesichts von zwölf Neuzugängen verschiedene Personaloptionen zu testen. Personell hat VfL-Cheftrainer Stephan Lerch im Supercup erneut einige Optionen. Verzichten muss er lediglich auf Guro Bergsvand, Sophia Kleinherne und Sarai Linder, alle drei befinden sich noch im Aufbautraining.

Vor dem Google Pixel Supercup der Frauen sprach Stephan Lerch über…

…die erste Titelchance der Saison: Ich bin Leistungssportler und ich glaube, jeder der im Leistungssport zuhause ist weiß, dass man spielt, um zu gewinnen. Dementsprechend möchte ich am Wochenende mit der Mannschaft einen Titel gewinnen. Wir wissen aber auch, dass der FC Bayern München das genauso möchte. Klar ist: Wir können uns auf ein sehr attraktives und spannendes Spiel einstellen.

…die Herangehensweise seines Teams: Für uns ist wichtig, dass wir unsere DNA, die wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben, auf den Platz bringen wollen. Auch gegen so ein Top-Team wie den FC Bayern wollen wir dem Gegner immer wieder unser Spiel aufzwingen. Dass das herausfordernd ist, ist klar. Deshalb wird es am Samstag auch Phasen geben, in denen wir ein bisschen aus unseren Mustern rausgehen müssen. Grundsätzlich schauen wir aber auf uns und haben einen Plan, wie wir – angepasst an den jeweiligen Gegner – agieren wollen. 

…die Neuzugänge: Wir haben über den Sommer viele hochtalentierte Spielerinnen dazu bekommen und insgesamt einen guten Mix. Wir haben viele junge, hungrige Spielerinnen im Kader, die sich auf diesem Level zeigen wollen. Wir haben aber auch viele Spielerinnen, die schon einiges an Erfahrung mitbringen. Wir sind auf einem guten Weg und man merkt, dass die Energie da ist, um hier etwas Neues zu kreieren. Das wird aber noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

…die Rolle des VfL in der kommenden Saison: Wir geben sportlich gesehen alles, um den Bayern Paroli zu bieten. Ich denke auch, dass wir das von der Qualität, die wir haben, können. Wir sind der „Hungry Challenger“, der hungrige Herausforderer. 

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