Die VfL-Frauen haben am dritten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga in letzter Sekunde einen knappen 2:1-Sieg (1:1) gegen den 1. FC Köln eingefahren. Dabei hatten die Wölfinnen im Kölner Franz-Kremer-Stadion zwar mehr Chancen als die Gastgeberinnen, sie konnten diese allerdings lange nicht in einen zählbaren Vorteil ummünzen. Erst in der letzten Minute der Nachspielzeit sorgte ein Kopfballtreffer von Camilla Küver (90.+7) für den Wolfsburger Sieg. Zuvor hatte bereits Lineth Beerensteyn für die Grün-Weißen getroffen (45.).
Für die Wölfinnen gilt es jetzt, schnell zu regenerieren. Bereits am Mittwoch sind sie erneut auf dem Platz gefordert: Ab 19 Uhr empfangen sie den SV Werder Bremen zum vierten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga im AOK Stadion.
Personal
Thea Bjelde fehlte gegen Köln aufgrund einer leichten muskulären Verletzung, dafür stand Sarai Linder nach längerer verletzungsbedingter Pause erstmals in dieser Saison wieder im Kader. Nach wie vor nicht dabei waren Lena Lattwein (Muskelverletzung), Luca Papp (Knieprobleme), Sophia Kleinherne und Guro Bergsvand (beide Aufbautraining). Im Vergleich zum Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena veränderte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf auf zwei Positionen: Für Justine Kielland begann Ella Peddemors, außerdem startete Beerensteyn anstelle von Vivien Endemann.
Spielverlauf
Beide Teams starteten mit viel Tempo ins Spiel. In der siebten Minute hatte Kölns Laura Feiersinger den ersten Abschluss der Partie, dieser strahlte allerdings noch keine wirkliche Gefahr aus. Ähnlich sah es 60 Sekunden später bei einem Schuss von Alexandra Popp aus. Die bis dahin beste Chance gab es nach einer Ecke von Janou Levels, Ex-Wölfin Lisa Schmitz konnte den daraus folgenden Kopfball von Popp aber abfangen (12.). Letztere brachte noch zwei weitere Bälle mit dem Kopf in Richtung Tor, es blieb vorerst dennoch beim 0:0 (16./19.). Insgesamt bescherten die giftigen Kölnerinnen den Wolfsburgerinnen keinen einfachen Abend, weil sie das Tempo hochhielten und selbst mutig agierten. Nach rund einer halben Stunde hatten die Grün-Weißen eine hochkarätige Möglichkeit: Cora Zicai machte einen Ball im Strafraum gut fest und legte ab zu Popp, deren Flanke jagte Beerensteyn allerdings über den Kasten hinweg (29.). Die liegengelassenen Chancen der Grün-Weißen wurden in der 38. Spielminute schließlich bitter bestraft: Kölns Carlotta Imping brachte die Gastgeberinnen nach einem Abschluss aus rund 16 Metern in Führung. Vom Rückstand wachgerüttelt probierten die Wölfinnen es mit dem direkten Gegenschlag. Beerensteyn scheiterte jedoch zunächst an Schmitz (44). Eine Minute später starteten die VfL-Frauen einen neuen Anlauf, dieses Mal traf die niederländische Stürmerin zum verdienten Ausgleich (45.). Insgesamt hatten die Grün-Weißen in der ersten Hälfte mehr Möglichkeiten, Köln hielt aber stark dagegen.

































