Frauen

Wölfinnen freuen sich auf Liga-Start im Volksparkstadion

Für das Team beginnt am Sonntag die Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga.

Die VfL-Frauen starten vor einer besonderen Kulisse in die Saison 2025/2026 der Google Pixel Frauen-Bundesliga: Am Sonntag sind sie ab 16 Uhr bei den Frauen des Hamburger SV zu Gast (live auf Magenta Sport und DAZN). Die Aufsteigerinnen tragen alle ihre Heimspiele im großen Volksparkstadion aus. Dementsprechend sind die Wölfinnen das erste Team, das die Hanseatinnen vor großer Kulisse empfangen. Für das Duell gegen die VfL-Frauen sind laut Klubangaben mehr als 9.000 Tickets verkauft.

Hamburg will „frech sein“

Die HSV-Frauen haben am vergangenen Samstag ihre Generalprobe vor dem Ligastart gewonnen. In einem Testspiel setzten sie sich mit 4:1 gegen den niederländischen Erstligisten SC Heerenveen durch. Das Ziel des Bundesliga-Neulings ist der Klassenerhalt. Hamburgs neue Cheftrainerin Liese Brancao geht davon aus, dass das Team Zeit braucht, um in der Bundesliga anzukommen. Verstecken wollen sich die Hanseatinnen dennoch nicht, wie die Brasilianerin kürzlich gegenüber dem NDR betonte: „Wir wollen auf jeden Fall sehr mutig agieren. Wir wollen frech sein, besonders, wenn wir den Ball gewinnen und dann nach vorn spielen.“

Wölfinnen reisen am Samstag nach Hamburg

Die Wölfinnen wollen das am Sonntag unterbinden. Sie hatten nach der 2:4-Niederlage gegen den FC Bayern München im Google Pixel Supercup eine komplette Trainingswoche, um sich auf das Duell gegen die Hamburgerinnen vorzubereiten. Die Grün-Weißen nutzten die Tage, um die Bayern-Partie intensiv zu besprechen und gleichzeitig den Fokus auf die nächste Aufgabe zu legen. VfL-Cheftrainer Stephan Lerch bestimmte außerdem ein neues Kapitäninnen-Trio, das aus Svenja Huth, Janina Minge und Alexandra Popp besteht. Nach einer taktischen Einheit am Freitag treffen sich die Wölfinnen am morgigen Samstag zum Abschlusstraining am Elsterweg. Im Anschluss reisen sie gemeinsam in die Hansestadt.

Vor dem Spiel gegen die HSV-Frauen sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…die Personallage: Lena Lattwein hat seit dem Supercup mit Rückenproblemen zu kämpfen. Sie konnte bisher noch nicht mit der Mannschaft trainieren und wird deshalb für das Spiel gegen den Hamburger SV ausfallen. Außerdem steht uns Luca Papp nicht zur Verfügung, sie hat Knieprobleme. Ansonsten sind mit Guro Bergsvand, Sarai Linder und Sophia Kleinherne die Spielerinnen, die bislang in der Reha waren, nach wie vor nicht einsatzfähig.

…die Lehren aus dem Bayern-Spiel: Eine Erkenntnis war, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein bisschen zu verhalten waren und in der einen oder anderen Situation mutiger ins Pressing hätten gehen sollen. Wir haben aber auch einige Phasen im Spiel ausgemacht, die gut waren und in denen wir den Zugriff bekommen haben, den wir uns vorgestellt haben. Diese Phasen sollen länger werden und daran arbeiten wir.

…die Aufsteigerinnen vom HSV: Ich erwarte eine hochmotivierte Mannschaft, für die es ein Highlight ist, ein Bundesligaspiel im Volksparkstadion austragen zu dürfen. Dementsprechend wird Hamburg alles reinwerfen. Sie werden uns in jedem Zweikampf auf den Füßen stehen und uns die Lust am Kombinieren nehmen wollen. Gleichzeitig erwarten wir eine Mannschaft, die sehr leidenschaftlich verteidigen wird. Sie werden versuchen, Fehler zu provozieren und zu nutzen, um umzuschalten oder um über Standardsituationen Nadelstiche zu setzen.

…die Kulisse: Ich finde es richtig stark, dass wir im Volksparkstadion spielen. Die Bedingungen werden mit Sicherheit top sein. Die Atmosphäre wird auch für uns etwas Besonderes sein.

…die Stimmung im eigenen Team: Wenn ich auf unsere Trainingswoche zurückblicke, muss ich sagen, dass sehr viel Feuer drin ist und sehr viel Vorfreude darüber, dass es jetzt losgeht. Dass wir gleich mit so einem Spiel starten, ist auch für uns etwas Besonderes und motiviert. Wir wollen es von unserer besten Seite zeigen, soweit es vom jetzigen Stand her möglich ist. Wir wissen aber auch, dass es eine harte Nuss ist, die wir knacken müssen.

…die Vorbereitung auf den HSV: Natürlich ist es vor dem ersten Saisonspiel nicht einfach zu wissen, wo man steht. Wir hatten aber ja den Auftakt mit dem Supercup. Insofern können wir vielleicht schon mal etwas mehr einschätzen, wo wir ansetzen müssen. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass das jetzt ein komplett anderes Spiel wird als am vergangenen Wochenende. Am Ende des Tages ist entscheidend, dass wir auf uns schauen. Wir wollen unser Spiel durchdrücken und wieder einen Schritt in unserer Entwicklung nehmen.

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